Wenn sich Annegret Kramp-Karrenbauer und Katrin Göring-Eckardt harmonisch zusammenfinden, die Köpfe zweier Parteien, die einst wie Feuer und Wasser waren, dann stimmt etwas mit der deutschen Politiklandschaft ganz und gar nicht. Ein Kommentar.
Klar, auf Landesebene ist Schwarz-Grün schon längst Normalität geworden. In Baden-Württemberg ist die CDU sogar nur Juniorpartner. Neu ist aber, dass eine Kiwi-Koalition als hoffnungsvolles Bündnis für die Zukunft in Berlin offen hochgejubelt wird, und zwar von den Chefinnen selbst.
"Hier am Tisch sitzen zwei Parteien, die gern regieren wollen. Das will die SPD zurzeit offenkundig nicht mehr", sagte Katrin Göring-Eckhardt in einem Doppelinterview mit der Bild, und der Satz ist bezeichnend.