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Gott führt Menschen nicht in die Wüste, um sie zu bestrafen, sondern um sie zu formen. In seinem «Klassenzimmer» lernen wir, ihm zu vertrauen und auf seine Stimme zu hören. Jesus hat diesen Weg selbst gelebt und durch Kreuz und Auferstehung den Weg zurück in die Gemeinschaft mit Gott eröffnet. Er lädt uns ein, schon heute mitten in der Wüste wie Menschen seines Gartens zu leben.
Petrus hat Jesus verraten, die Jünger sind geflogen, Jesus ist gestorben. Sie haben ihn zwar als Auferstandenen erlebt, aber irgendwie ist er doch nicht mehr da. Macht alles noch Sinn? Resigniert fallen die Jünger in ihre alten Verhaltensmuster zurück um Lebensfülle zu finden. Erfolglos – dann kommt Jesus.
Professionelle Fischer waschen am Ufer ihre verschmutzten Netze. Trotz Erfahrung und Können haben sie nichts gefangen. Dann kommt Jesus. Er gib ihnen einen unmöglichen Auftrag mit einem nicht zu erwartenden Erfolg. Damit wirft Jesus die Frage auf, was in unserem Leben wirklich zählt, wirklich Fülle bringt, wirklich Sinn macht.
Im Zentrum steht die Vergebung der Sünden als das grösste Wunder, weil sie die Beziehung zwischen Mensch und Gott wiederherstellt. Anhand der Geschichte des Gelähmten wird deutlich, dass Jesus die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben und Menschen vom Tod ins Leben zu führen. Die vier Männer werden zum Vorbild für einen Glauben, der Hindernisse überwindet, damit andere Jesus begegnen können. Wir sind eingeladen, selbst Menschen zu sein, die für andere beten, sie zu Jesus bringen und darauf vertrauen, dass er Leben verändert.
In uns ist ein tiefer Hunger nach mehr. Egal mit was wir versuchen diesen Hunger zu stillen, gelangen wir nicht an den Punkt, dass es genug wäre. Dieser Hunger kann alleine durch die persönliche Begegnung mit dem auferstandenen Jesus gestillt werden. Erst dadurch können wir in Gottes übernatürlichem Frieden leben.
Jesus war viel zu Fuss unterwegs – und gerade auf dem Weg schuf er Raum für Begegnungen mit Menschen und mit Gott. Die Emmausgeschichte zeigt sechs Schritte, die auch unser geistliches Leben prägen können: Zu Fuss gehen, Gespräch, Bibellesen, Gottesbegegnung, Herzensveränderung und Sendung. Wer bewusst langsamer wird und Gott Raum gibt, kann erleben, wie Jesus mitgeht, das Herz verändert und neue Perspektiven für den Alltag schenkt.
Im Zentrum steht das Reich Gottes als Botschaft der Hoffnung, die Menschen zu einem Leben unter der Herrschaft Jesu einlädt. Diese Hoffnung verändert den Alltag von Jesusnachfolgern und schenkt eine neue Perspektive auf Schuld, Leid, Gerechtigkeit und Zukunft. Deshalb sind sie eingeladen, die gute Nachricht glaubwürdig, beziehungsorientiert und einladend mit anderen zu teilen und sie auf ihrem Weg zum Glauben zu begleiten.
Bibellesen löst oft gemischte Gefühle aus – zwischen schlechtem Gewissen und echter Sehnsucht nach mehr. Jesus selbst war tief im Wort Gottes verwurzelt und lädt uns ein, darin Gott zu begegnen und uns von ihm prägen zu lassen. Es geht nicht um Leistung, sondern darum, Geschmack daran zu finden, einzutauchen, nachzusinnen und Gottes Stimme im Alltag Raum zu geben. Gleichzeitig fordert uns die Botschaft der Bibel heraus, ehrlich hinzuschauen – damit sie nicht nur gelesen, sondern gelebt wird.
Jesus lebte einfach, weil seine Sicherheit nicht im Besitz, sondern im Vater lag. In einer Kultur des Immer-mehr lädt er dazu ein, Ballast loszulassen und Genügsamkeit zu lernen. Nicht Reichtum ist das Problem, sondern ein Herz, das daran hängt. Wer Gott genug sein lässt, wird frei von der Jagd nach mehr und frei zur Grosszügigkeit. Christliche Einfachheit bedeutet nicht Verzicht, sondern Vertrauen, Freiheit und mehr Raum für Gott.
Oft erleben wir in der Stille Gottes Offenbarung als allmächtigen und liebenden Gott. In der Gemeinschaft mit ihm erkennen wir immer mehr seine Grösse und Kraft und werden uns bewusst, was er uns in seiner Liebe geschenkt hat. Die Erkenntnis seiner Kraft an unserer Seite, die wir durch den neuen Bund haben, schenkt uns Ruhe und Kraft.
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