Der CDU-Wirtschaftsrat hat Position bezogen. In einer neuen Agenda fordert er radikale Einschnitte für die Sozialleistungen in Deutschland, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. So sollen Zahnarztbesuche nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden, sondern von den PatientInnen. Die Rente mit 63 solle gestrichen, das Rentenalter mittelfristig an die Lebenserwartung gekoppelt werde. Für die Pflege müsse jede und jeder einzelne selbst mitvorsorgen. Natürlich gibt es Kritik von SPD und der Linkspartei, der Sozialverband nennt das Papier "unsozial" und "verstörend". Dennoch: Die Kosten für Pflege und Rente steigen angesichts der alternden Mehrheit der Bevölkerung. Unsere Frage an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch: Sind schmerzhafte Einsparungen im Sozialstaat notwendig?