Mit Wilhelm Blumberg (legal data) https://legaldata.law/Wilhelm-Blumberg/ und
Georg Schröder (legal data) https://legaldata.law/dr-georg-schroeder-experte-fuer-datenschutzrecht/
In dieser Episode nehmen wir euch mit durch die wichtigsten Datenschutz-Entscheidungen und Entwicklungen der letzten beiden Wochen – und zeigen, was sie konkret für Unternehmen bedeuten.
Im Fokus steht ein aufsehenerregendes Urteil des Oberlandesgericht Jena gegen Meta: Schadensersatz wegen datenschutzwidriger Tracking-Praktiken – selbst bei Nicht-Nutzern. Ein klares Signal für alle, die Tracking-Tools einsetzen.
Auch das Bundesverwaltungsgericht setzt Grenzen: Private Krankenversicherer dürfen sensible Diagnosedaten nicht ohne Einwilligung für eigene Zwecke auswerten. Wirtschaftliche Interessen treten hier klar hinter dem Schutz der Versicherten zurück.
Auf europäischer Ebene sorgt der Europäischer Gerichtshof für Klarheit: Der Auskunftsanspruch nach Art. 15 DSGVO ist kein strategisches Werkzeug – missbräuchliche Nutzung kann Ansprüche zunichtemachen.
Dazu werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen aus der Aufsicht:
- Kritik am Einsatz von Microsoft 365 im Schulkontext durch die österreichische Datenschutzbehörde
- Neue Prüfaktionen zu Transparenzpflichten bei Personalvermittlern
- Der aktuelle Tätigkeitsbericht aus Bayern mit Einblicken in typische Verstöße
Und auch politisch bleibt es spannend:
Diskussionen um den Umgang mit IP-Adressen, neue Initiativen zur Datenschutzbildung und Forderungen nach einem „Digital Fitness Check“ zeigen, wohin sich der Datenschutz entwickelt.
💡 Das nehmt ihr mit
- Warum Tracking ohne saubere Einwilligung zum echten Haftungsrisiko wird
- Wo die Grenzen bei sensiblen Gesundheitsdaten liegen
- Wie der EuGH den Auskunftsanspruch neu einordnet
- Welche Themen die Aufsichtsbehörden aktuell besonders im Blick haben
(c) legal data Schröder Rechtsanwaltsgesellschaft, www.legadata.law