Der Marstek Jupiter C Plus hat mich positiv überrascht. (Bildquelle: GIGA)
Günstig und gut, so würde ich den Marstek Jupiter C Plus nach einigen Wochen im Einsatz beschreiben.
Fazit zum Marstek Jupiter C Plus
Der Marstek Jupiter C Plus hat mich wirklich überrascht. Während alle anderen Hersteller immer mehr Funktionen und Möglichkeiten in ihre Balkonkraftwerk-Speicher integrieren und die Preise entsprechend steigen, fokussiert sich dieses Gerät auf das, was ihr im Alltag wirklich benötigt – einen großen Speicher zum kleinen Preis. Ein Wechselrichter ist hier auch schon integriert. Ihr braucht nur noch die Solarmodule.
Mit den vier MPPT-Ladereglern und bis zu 2.400 Watt Eingangsleistung könnt ihr nicht nur mehr als die maximal erlaubten 2.000 Watt an Solarmodulen anschließen, sondern jedes Watt herausholen. Sobald es hell wird, hat der Balkonkraftwerk-Speicher bereits die erste Energie produziert.
Mir persönlich hat das Display besonders gut gefallen. Ihr könnt darüber alle wichtigen Informationen abrufen und Einstellungen vornehmen. Wenn ihr wollt, müsst ihr gar nicht ins Netz und in die Cloud. Ihr könnt den Speicher als Balkonkraftwerk offline nutzen.
Das volle Potenzial schöpft ihr aber nur in Verbindung mit der App und einem Smart Meter aus. Mein Shelly 3EM wurde leider nicht unterstützt, deswegen konnte ich die Funktion nicht testen. Die konstante Einspeisung mit 50, 100 oder 200 Watt hat aber gut funktioniert. Maximal sind 800 Watt möglich.
Angeschlossen hatte ich zwei Solarmodule mit jeweils 400 Watt und konnte so über den Tag hinweg genug Energie erzeugen, um über die Nacht zu kommen.
Gestört haben mich am Ende nur wenige Dinge. So fehlt mir eine Temperaturanzeige für den Akku, ich habe keine Steckdose zur Verfügung, um bei einem Stromausfall auf den Akku zuzugreifen, und seit Kurzem wird eine 120 Sekunden lange Werbung beim Start der App angezeigt. Das muss in meinen Augen nicht sein.
Der Marstek Jupiter C Plus mit einer Kapazität von 2,56 kWh kostet allein keine 600 Euro.
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Ich habe die Version mit einem Zusatzakku und einer Gesamtkapazität von 5,12 kWh getestet, da das für den Alltag in meinen Augen die ideale Größe ist. Hier liegt ihr bei 999 Euro, was auch wirklich günstig ist.
Marstek Jupiter C Plus mit einem Zusatzakku (5.12 kWh) bei Amazon ansehen
Maximal sind knapp über 10 kWh möglich und das für unter 2.000 Euro (bei Amazon anschauen). Günstiger geht es aktuell nicht.
Vorteile:
All-in-One-DesignDisplay4 MPPT-LadereglerAkku-Speicher erweiterbarEinfache InstallationIP65-ZertifizierungGerüstet für den Winter bis –20 Grad CelsiusNulleinspeisungOffline-Modus
Nachteile:
Keine SteckdoseWerbung in App nervtKeine TemperaturanzeigeSchickes DesignOptisch ist der Marstek Jupiter C Plus ein echter Leckerbissen.
Schon direkt nach dem Auspacken ist mir das gelungene Design des Marstek Jupiter C Plus aufgefallen. Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt, es fühlt sich hochwertig an und macht einen robusten Eindruck.
Kleine Details wie der eingelassene Schriftzug oder die mit Gummi gepolsterten seitlichen Griffe in einer anderen Farbe unterstreichen die Liebe zum Detail.
Die Anschlüsse findet ihr an der Oberseite.
Alle Anschlüsse befinden sich auf der Oberseite. Das finde ich etwas komisch, denn so regnet es direkt auf die Anschlüsse. Marstek hat zwar an den Seiten kleine Abläufe installiert, sodass das Wasser ablaufen kann, doch wenn sich dort Schmutz sammelt, könnte das zum Problem werden.
Ich selbst habe den Speicher in meiner Akku-Hütte stehen. Dort ist das Gerät vor Umwelteinflüssen geschützt. Nur auf die Temperatur des Akkus hätte ich gerne Zugriff, damit ich weiß, ob ich die Lüftung in der Hütte aktiveren muss. Andere Hersteller bieten diese Funktion.
Funktionales DisplayDas Display des Marstek Jupiter C Plus zeigt alle wichtigen Informationen an.
Was mir am Marstek Jupiter C Plus wirklich sehr gut gefällt, ist das integrierte Display. Es wird im Grunde genau das angezeigt, was ihr in der App auch seht.
Ihr könnt über das Display so gut wie alle Einstellungen direkt vornehmen und theoretisch auf die App und Cloud verzichten.
Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass ihr theoretisch auf die App und somit Cloud-Dienste verzichten könnt. Der Akku-Speicher funktioniert sofort. Ihr müsst nur die Solarmodule anschließen und könnt direkt loslegen. Alle Einstellungen, beispielsweise zur Einspeiseleistung, könnt ihr direkt über das Display einstellen.
Ohne Firmware-Update wurde der Zusatzakku nicht erkannt.
Ich musste die App am Ende doch installieren, denn der Zusatzakku wurde zunächst nicht erkannt. Erst nach mehreren Firmware-Updates, die ihr in der Nähe des Akku-Speichers per Bluetooth machen müsst, wurde der zweite Akku erkannt und die Kapazität verdoppelt.
App mit Werbung120 Sekunden Werbung beim Start der App sind mir etwas zu viel.
Als ich den Speicher vor einigen Wochen erhalten habe, hat die App noch keine Werbung angezeigt. Erst seit einigen Tagen taucht hin und wieder eine Werbung auf, die mit einem 120-Sekunden-Timer läuft. Ihr könnt die Werbung überspringen, indem ihr die App schließt und noch einmal öffnet. 120 Sekunden warten – das geht nicht.
Alle wichtigen Informationen im Überblick in der App.
Ansonsten ist die App selbsterklärend. Ihr bekommt alle wichtigen Informationen zur aktuellen Leistung jedes Solarmoduls, den aktuellen Ertrag des Tages, der Woche, des Monats und des Jahres.
Zudem könnt ihr wählen zwischen einer manuellen und automatischen Einspeisung. Die Änderungen über die App werden schnell vom System übernommen.
Nicht kompatibel mit meinem Smart MeterMein Shelly 3EM wird leider nicht unterstützt.
Normalweise kann ich Akku-Speicher immer mit meinem Shelly 3EM verbinden. Dieser wird beim Marstek Jupiter C Plus leider nicht unterstützt. Ihr könnt zwischen den folgenden Modellen wählen:
Shelly Pro 3EM P1 Meter EcoTracker Shelly EM Gen3 Shelly Pro EM-50
Wieso nicht einfach alle Shelly-Smart-Meter unterstützt wird, erschließt sich mir nicht. Vielleicht kann hier ein Firmware-Update helfen. Am Ende dürfte der Zugriff bei allen Shelly-Modellen sehr ähnlich sein. Der Shelly 3EM ist ja eigentlich ein sehr beliebtes Modell.
Ich kann entsprechend nicht sagen, wie schnell das System auf sich verändernden Strombedarf des Haushalts über einen Smart Meter reagiert. Das wäre noch ein wichtiger Punkt, der die Kaufentscheidung beeinflussen kann.
Keine AusfälleDer Akku-Speicher hat ohne Probleme funktioniert.
Der Test des Marstek Jupiter C Plus war recht langweilig – und das meine ich im absolut positiven Sinne. Der Speicher hat einfach funktioniert und genau das gemacht, wofür er vorgesehen ist – Sonne tanken und gespeicherte Energie wieder abgeben.
Der Akku-Speicher war über drei Wochen im Einsatz und hatte nicht einen Ausfall. Alles lief reibungslos. Auch wenn ich ihm verboten hatte, überschüssige Energie einzuspeisen, hat er genau das nicht gemacht. Eine Nulleinspeisung ist damit also ohne Probleme möglich.