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Wir sprechen über den Gebäudetyp E und ein außergewöhnliches Wohnungsbauprojekt in Ingolstadt: ein Haus fast ohne Heizung. Das bayerische Konzept soll Bauen einfacher, schneller und vor allem günstiger machen – indem auf nicht zwingend erforderliche Standards, aufwendige Technik und unnötige Ausstattung verzichtet wird.
Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt hat gemeinsam mit dem Architekturbüro nbundm ein Wohngebäude realisiert, das ohne Keller, Tiefgarage, klassische Zentralheizung und konventionelles Wärmedämmverbundsystem auskommt. Stattdessen nutzt das Haus vor allem Sonneneinstrahlung, interne Wärmegewinne durch Elektrogeräte und die Körperwärme der Bewohner. Für besonders kalte Tage stehen ergänzend 24-Volt-Elektroheizfolien zur Verfügung.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wohnungsbau_nbsp_in_Ingolstadt_nbsp_von_nbundm__10415367.html?wt_mc=nla.2026-09-08.meldungen.cid-10415367&context=2239
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über die Schweizer Architektin Barbara Buser, eine Pionierin der zirkulären Architektur und leidenschaftliche Verfechterin des Bauens im Bestand. Ihre Überzeugung: Wir müssen aufhören, wertvolle Gebäude und Materialien abzureißen und wegzuwerfen, nur um anschließend mit hohem Ressourcenverbrauch neu zu bauen.
Geprägt durch ihre Arbeit in Tansania entwickelte Barbara Buser einen anderen Blick auf Architektur. Sie gründete eine der ersten Bauteilbörsen der Schweiz und zeigt mit Projekten wie dem Franck Areal und der Markthalle Basel, wie ehemalige Industrie- und Gewerbestandorte zu lebendigen Orten für Arbeit, Kultur und Gemeinschaft werden können. Dabei dreht sie den klassischen Planungsprozess um: Erst schauen, was vorhanden ist – und dann daraus Architektur entwickeln.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.bauwelt.de/rubriken/aktuell/Barbara-Buser-eine-Architektin-praegt-die-Zukunft-des-Bauens-4396753.html
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über ein Forschungsprojekt der RWTH Aachen und des Büros Almannai Fischer im Leipziger Stadtteil Grünau. Im Mittelpunkt steht eine spannende Frage: Wie lässt sich der millionenfach gebaute Plattenbau an heutige und zukünftige Wohnbedürfnisse anpassen, ohne ihn abzureißen?
In einem Reallabor wird ein bestehender Plattenbau des Typs WBS 70 transformiert. Das Konzept arbeitet mit sogenannten Nuklei: Jede Wohnung besitzt einen festen privaten Kern mit Küche, Bad und Wohnbereich. Weitere Räume können flexibel hinzugeschaltet oder wieder abgegeben werden. Wohnungen können dadurch im Laufe der Zeit wachsen und schrumpfen – passend zu den Lebensphasen ihrer Bewohner.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://nukleuswohnen.site/index.html
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über ein ungewöhnliches Wohn- und Gewerbeprojekt in Köln des Architekturbüros Damrau Kusserow. Die Ausgangslage klingt zunächst wenig attraktiv: ein extrem schmales Grundstück, eine stark befahrene Straße und zusätzlich ein nahegelegenes Straßenbahndepot. Trotzdem ist hier durch intelligente Nachverdichtung neuer Wohnraum entstanden.
Der 132 Meter lange Baukörper übernimmt dabei selbst die Funktion einer Schallschutzwand. Ein sandfarbener Sockel nimmt elf Gewerbeeinheiten und soziale Nutzungen auf, darüber liegt ein salbeigrüner Wohnaufsatz mit fünf unterschiedlichen Wohntypen. Durch ausgeklügelte Grundrisse, geschützte Schlafräume, festverglaste Fenster und schallgedämpfte Loggien reagiert die Architektur unmittelbar auf die schwierigen Bedingungen des Ortes.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://damrau-kusserow.de/projekt/langhaus-koeln-braunsfeld/
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über den Wohnpark Alt-Erlaa in Wien, entworfen vom Architekten Harry Glück – und über ein Wohnungsbauprojekt, das auch 50 Jahre nach seiner Entstehung erstaunlich aktuell wirkt.
Großzügige bepflanzbare Terrassen, weitläufige Grünanlagen, Schwimmbäder und eine umfassende soziale Infrastruktur verbinden hohe Wohndichte mit einer bemerkenswerten Lebensqualität. Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Freizeitangebote liegen direkt im Quartier. Hinzu kommt eine robuste und wirtschaftliche Bauweise, die für eine außergewöhnliche Langlebigkeit steht. Alt-Erlaa zeigt damit, dass sozialer Wohnungsbau, Dichte und Wohnqualität keine Gegensätze sein müssen.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnpark_Alterlaa
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über einen neuen, kontroversen Vorschlag für die Randbebauung des Tempelhofer Feldes in Berlin. Architekten, Investoren und die IHK bringen ein Konzept ins Spiel, das auf etwa einem Drittel der Fläche rund 21.400 neue Wohnungen vorsieht – überwiegend in klassischen Blockrandstrukturen.
Der zentrale Teil des Tempelhofer Feldes soll dagegen als großer Freiraum erhalten und durch eine gemeinnützige Stiftung dauerhaft geschützt werden. Doch der Vorschlag rührt an einen zentralen Konflikt der Berliner Stadtentwicklung: Beim Volksentscheid 2014 sprach sich eine Mehrheit gegen eine Bebauung aus. Kann und darf man diese Entscheidung angesichts der heutigen Wohnungsnot neu diskutieren?
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Zur_Debatte_um_eine_Randbebauung_des_Tempelhofer_Feldes_in_Berlin_10321590.html
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über eine Kurzstudie des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel zur Lage auf den deutschen Wohnungsmärkten. Die zentrale These: Der Wohnungsmangel ist längst nicht mehr nur ein soziales Problem – er entwickelt sich zunehmend zu einem Problem für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://bauen-und-wohnen-in-deutschland.de/wp-content/uploads/2026/08/BAU-MONITOR-Kurzstudie-zur-PK-August-2026.pdf
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über einen Handlungsleitfaden zur Initiierung komplexer Bauvorhaben – und damit über eine Phase, die über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden kann, noch bevor die eigentliche Planung beginnt.
Der Leitfaden strukturiert diese frühe Projektphase in 17 Aufgabenfelder: von der Klärung der Ausgangslage und der Projektziele über Organisation, Finanzierung und Entscheidungswege bis zum Risikomanagement. Eine besondere Rolle spielt dabei der „Faktor Mensch“. Denn nicht nur technische oder wirtschaftliche Fragen entscheiden über den Projekterfolg, sondern auch Kommunikation, Zusammenarbeit und eine offene Projektkultur.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.baufachinformation.de/handlungsleitfaden-initiierung/253235
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über die 24 neuen Stadtquartiere Berlins, die bis 2040 Wohnraum für mehr als 120.000 Menschen schaffen sollen. Auf rund 1.700 Hektar will die Hauptstadt nicht einfach nur neue Wohnungen bauen, sondern lebendige, nachhaltige und sozial gemischte Nachbarschaften entwickeln.
Die Leitlinien setzen deshalb auf die Verbindung von Wohnen, Arbeiten, Kultur, sozialer Infrastruktur und Grünräumen. Klimaneutrale Energiekonzepte, neue Mobilitätsangebote und eine effiziente Flächennutzung sollen von Anfang an mitgedacht werden. Projekte wie das Schumacher Quartier oder die Wasserstadt Berlin-Oberhavel zeigen, wie diese Ansprüche konkret umgesetzt werden sollen.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/neue-stadtquartiere/
🎧 Transparenzhinweis:
Wir sprechen über die Transformation von King’s Cross in London – von einer lange vernachlässigten Industrie- und Bahnfläche zu einem der bekanntesten Beispiele moderner Quartiersentwicklung. Über zwei Jahrzehnte entstand ein neues Stadtviertel, bei dem öffentlicher Raum, Nachhaltigkeit und Nutzungsmischung eine zentrale Rolle spielen.
Besonders spannend ist der Umgang mit dem Bestand: Getreidespeicher, Gasometer und andere historische Industriebauten wurden nicht abgerissen, sondern in das neue Quartier integriert. Gleichzeitig entstanden Wohnungen, Arbeitsplätze, Kultur- und Freizeitangebote. Bezahlbarer Wohnraum und die Beteiligung der Nachbarschaft sollen dafür sorgen, dass King’s Cross nicht nur ein attraktiver Unternehmensstandort, sondern ein Stück Stadt für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bleibt.
Was ihr mitnehmt:
… und für den Deep Dive ins Rabbit Hole: https://www.kingscross.co.uk/about-the-development
🎧 Transparenzhinweis:
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