Software Testing & Qualität - Testautomatisierung, KI & Agilität

So testet Stiftung Warentest - Johannes Stiller


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Wie Stiftung Warentest Zahnbürsten prüft – und was Software-Tester davon lernen

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„Es kommt durchaus häufiger vor, dass wir da die Überbringer der schlechten Nachricht sind." - Johannes Stiller

In dieser Episode spreche ich mit Johannes Stiller von der Stiftung Warentest darüber, wie eine der bekanntesten Verbraucherorganisationen Deutschlands testet – und wo die Parallelen zu unserem Software Testing liegen. Johannes gibt Einblick, wie bereits anderthalb Jahre vor Veröffentlichung entschieden wird, welche Produkte geprüft werden, wie verdeckte Einkäufer Zahnbürsten und Laptops anonym beschaffen und warum subjektive Kriterien wie "Handlichkeit" trotzdem messbar werden. Besonders spannend: die Rolle crossfunktionaler Teams, der Verifikationsprozess kurz vor Go-Live und der Umgang mit Herstellern, die manchmal nicht gerade begeistert auf Testergebnisse reagieren. Wer wissen will, wie Objektivität, Transparenz und Unabhängigkeit in der Praxis aussehen, sollte reinhören.

Johannes Stiller schloss 2016 seine Promotion im Bereich der nuklearen Kern- und Teilchenphysik in Heidelberg ab. Während dieser Zeit arbeitete er intensiv vor Ort am CERN am ALICE-Experiment. Aufgrund seiner Expertise in Tracking-Algorithmen wechselte er anschließend in die Softwareentwicklung der Automobilindustrie. Ein wesentlicher Meilenstein war seine maßgebliche Beteiligung an den Sicherheitsbremssystemen für das autonome Parkshuttle-System Parkshuttle Rivium. Nach seinem Umzug nach Berlin widmete er sich im VW-Konzern der Serienentwicklung von Fahrassistenzsystemen wie dem Emergency Assist und dem Travel Assist, inklusive der ASPICE-konformen Entwicklung, Prüfung und Freigabe. Seit August 2025 bekleidet Johannes Stiller eine leitende Funktion bei der Stiftung Warentest, wobei ihn besonders die Möglichkeit motiviert, vielseitige Themen auf wissenschaftlich fundierter Basis zu bearbeiten.

Highlights:

  • Objektive Tests brauchen Blindheit: Produktnamen abkleben, Reihenfolge wechseln, Tester nicht informieren.
  • Stiftung Warentest plant Tests anderthalb Jahre im Voraus – Spontanität tötet Vergleichbarkeit.
  • Subjektive Kriterien werden messbar durch geschulte, stabile Teams über Jahre hinweg.
  • Hersteller erfahren Testergebnisse erst kurz vor Veröffentlichung – keine Chance zur Manipulation.
  • Verdeckter Einkauf am echten Markt statt Herstellerlieferungen sichert Realitätsnähe der Prüfung.
  • Weitere Links zur Episode:

    • Stiftung Warentest - YouTube
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      Software Testing & Qualität - Testautomatisierung, KI & AgilitätBy Richard Seidl - Experte für Software-Entwicklung und Testautomatisierung