Der Krieg gegen Iran ist längst mehr als ein militärischer Schlagabtausch, er droht die Weltwirtschaft zu erschüttern. Zugleich verschärft sich der Ton in Teheran. In seiner ersten Botschaft seit der Machtübernahme kündigte Irans neuer oberster Führer Modschtaba Chamenei Vergeltung für die Kriegsopfer an. Außerdem will das Regime die Schließung der Straße von Hormus weiterhin als Druckmittel gegen den "Feind" einsetzen. Sie ist eine wichtige Lieferroute für Gas und Öl. Das Ziel des Regimewechsels in Iran scheint indes in weiter Ferne. Währenddessen steigt die Zahl der zivilen Opfer, mehr als drei Millionen Menschen befinden sich nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCRs seit Kriegsbeginn innerhalb Irans auf der Flucht. Unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie lautet: Sollte der Nahost-Krieg jetzt beendet werden?