SoWiso!

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SoWiso! episodes

  • Zwischen Risiko und Regulierung – Isabel Kusche über KI, Grundrechte und soziologische Perspektiven

    In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Isabel Kusche, Soziologin mit Schwerpunkt auf digitalen Medien und politischer Kommunikation. Im Zentrum steht die Frage:Welche Risiken birgt Künstliche Intelligenz – nicht nur technisch, sondern gesellschaftlich? Isabel erläutert, warum es weniger um dystopische Science-Fiction-Szenarien gehen sollte, sondern um ganz reale Probleme wieDiskriminierung, Intransparenz oder Grundrechtsverletzungen.

    Wir sprechen mit ihr über Risikosoziologie, politische Entscheidungsprozesse und die Frage, wie sinnvoll die EU-KI-Verordnung Risiken adressiert. Außerdem geht es um Deepfakes, Desinformation und wie die Systemtheorie von Niklas Luhmann helfen kann, technologische Debatten differenzierter zu verstehen.

    Eine Folge über künstliche Intelligenz, reale Gefahren und die Grenzen staatlicher Regulierung - für Wissensdurstige und Weiterdenkende gibt’s hier vertiefende Lektüre zudiesen Themen:

    • Kusche (2024): https://doi.org/10.1080/13669877.2024.2350720
    • Narayanan & Kapoor (2025): https://knightcolumbia.org/content/ai-as-normal-technology


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    58 min
  • Hochschulwahl, who cares?! Felix Browarzik (StuPa-Vorsitzender und PoWi-Student) zu den Chancen und Grenzen von Hochschulpolitik

    In dieser Folge sprechen wir mit Felix Browarzik, Vorsitzender des Studierendenparlaments über die aktuell laufende Hochschulwahl und das „very big picture“ von Hochschulpolitik, von 68er-Bewebung bis Bologna-Reform.

    Geht wählen! unter diesem Link: wahlen.uni-bamberg.de

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    48 min
  • Mit Mut und Mission – Hannah Guthmann über soziales Gründen und unternehmerische Verantwortung

    In dieser Folge sprechen wir mit Hannah Guthmann, Studentin an der SoWi und Gründerin des Social Startups CourageousHeart. Ihre Motivation für ein BWL-Studiumwar von Anfang an klar: ein eigenes Unternehmen gründen – mit betriebswirtschaftlichem Fundament und Plan B. Heute nutzt sie ihr Wissen, um anderen zu helfen.

    CourageousHeart unterstützt Frauen in Notlagen mit konkreten Angeboten wie einer digitalen Notfallkarte, Aufklärungsarbeit und Workshops. Der Impuls für die Gründung war ein persönlicher: Hannah spricht offen über ihre eigene Erfahrung mit sexualisierter Gewalt – und darüber, warum gerade Betroffene andere Perspektiven in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen müssen.

    Wir sprechen mit ihr über die Herausforderungen, ein Social Startup zu gründen, über unternehmerisches Denken jenseits von Profitmaximierung – und wie sich Gründertum mit gesellschaftlichem Engagement verbinden lässt. Besonders hilfreich auf dem Weg zur Gründung war für Hannah auch das Angebot des Büros für Innovation und Gründung (BIG) an der Universität Bamberg, das sie mit Workshops und Beratung unterstützt hat.

    Eine Folge über Mut, Verantwortung und darüber, wie aus persönlicher Betroffenheit ein strukturiertes Hilfsangebot entstehen kann.

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    Wenn ihr selbst oder jemand in eurem Umfeld Unterstützung benötigt, findet ihr unter courageousheart.de/notfallkarte eine digitale Übersicht mit bundesweiten Hilfsangeboten.

    Darüber hinaus könnt ihr euch auch an folgende Stellen wenden:

    • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800 116 016
    • Notruf bei sexualisierter Gewalt in Bamberg: 0951 9868730
    • Hilfetelefon des Weißen Rings: 116 006
    • Männerhilfetelefon: 0800 1239900
    • Frauenhaus Bamberg (bei häuslicher Gewalt): 0951 58280
    51 min
  • Von der Werkbank zur Wissenschaft – Carina Schmitt über Sozialpolitik als politisches Werkzeug

    In dieser Folge begrüßen wir Prof. Dr. Carina Schmitt, Inhaberin des Lehrstuhls für Policy Analyse an der Universität Bamberg – und begeisterte Podcast-Hörerin. Ihre Forschung dreht sich um große Fragen: Warum handeln Regierungen so, wie sie handeln? Und welche Rolle spielen eigentlich Konflikte für Sozialpolitik?

    Carina zeigt, dass Sozialpolitik weit mehr ist als nur Armutsbekämpfung: Oft verfolgen Staaten mit ihren Maßnahmen politische oder wirtschaftliche Ziele – sei es die Stabilisierung des Systems, der Aufbau von Humankapital oder die Sicherung politischer Loyalität. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Sozialpolitik kann integrativ wirken, aber auch ausgrenzend sein. Und auch wenn politische Prozesse heute oft in der Kritik stehen – an der Wirksamkeit von Sozialpolitik ändert das meist wenig, wie Carina betont.

    Persönlich blickt Carina auf einen ungewöhnlichen Werdegang zurück – als ausgezeichnete Schreinerin, die ursprünglich ihre eigene Werkstatt eröffnen wollte, bevor sie sich für eine wissenschaftliche Laufbahn entschied. Warum Möbelbauen und Forschen gar nicht so weit auseinanderliegen, was sie aus ihrer Zeit als Harvard Fellow mitgenommen hat und wieso Bildungsprivilegien mehr Wertschätzung verdienen – auch das erzählt sie uns in dieser Folge.

    Und zum Schluss wartet wieder eine Quizfrage mit lokalem Twist – diesmal aus dem Bamberger Fußballkosmos!

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    57 min
  • Was kostet die Welt – und wer zahlt den Preis? Björn Ivens (BWL) über Eigenverantwortung, Marktmechanismen und staatliche Eingriffe im nachhaltigen Wirtschaften

    In dieser Folge begrüßen wir Prof. Dr. Björn Ivens, Inhaber des Lehrstuhls für Vertrieb und Marketing und „grüner BWLer“, der sich leidenschaftlich für ein verantwortungsbewusstes Wirtschaften einsetzt. Gemeinsam sprechen wir über die großen Spannungsfelder moderner Unternehmensführung: Nachhaltigkeit zwischen Eigenverantwortung, politischer Regulierung und ökonomischem Überleben.

    Langfristig müssen Unternehmen danach streben, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung vereinen – die sogenannte Triple Bottom Line. Doch genau hier entstehen oft Dilemmata: Wie weit kann Selbstregulierung gehen, bevor der Staat eingreifen muss? Welche Verantwortung tragen Unternehmen wirklich – und wo liegt die Grenze zwischen ernsthaftem Engagement und Greenwashing? Auch das Pricing stellt Unternehmen vor Herausforderungen: Wie viel darf ein nachhaltiges Produkt kosten – und welche Verantwortung tragen Konsument*innen, wenn sie sich bewusst für günstigere Produkte entscheiden? Komplexe Fragen, zu deren Durchdringung und Lösung der neue Studiengang Strategy and Sustainability zukünftige Expert*innen befähigen soll.

    Eine Folge über Nachhaltigkeit als unternehmerische, gesellschaftliche und politische Verantwortung – und die Frage, wie weit Eigenverantwortung in einer globalisiertenWelt wirklich tragen kann.

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    55 min
  • Von der Feki ins Rathaus - Jonas Glüsenkamp über datenbasierte Politik und den Wert kommunaler Beteiligungskultur

    In der Auftaktfolge zur dritten Staffel begrüßen wir Jonas Glüsenkamp, Bürgermeister der Stadt Bamberg und Alumnus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Vom VWL-Studium direkt in die Regionalpolitik – oder genauer: von WG-Plänen und Abenden auf der Unteren Brücke hin zur Verantwortung für soziale Themen, Umwelt und Personal im Bamberger Rathaus.

    Jonas spricht mit uns über die Rolle wissenschaftlicher Denkweisen in der politischen Praxis: Datenbasiertes Entscheiden, analytisches Denken und strukturiertes Problemlösen sind für ihn zentrale Werkzeuge im politischen Alltag – auch wenn die Realität oft zeigt, dass gute Argumente nicht immer Mehrheiten schaffen. Warum ideologischer Widerstand manchmal stärker ist als Fakten, aber Offenheit für sachliche Argumente Voraussetzung guter Politik bleiben muss, erklärt er ebenso wie die besonderen Herausforderungen kommunaler Entscheidungsprozesse – denn gerade auf regionaler Ebene spielen auch subjektive Wahrnehmungen, Emotionen und lokale Identitäten eine wichtige Rolle. Deshalb ist Jonas überzeugt: Die besten Ideen für die Stadt entstehen nicht im Rathaus, sondern draußen in der Gesellschaft. Eine Folge über pragmatische Visionen, politische Verantwortung und die Kunst, zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu vermitteln.

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    52 min
  • Ob ihr wirklich richtig liegt, seht ihr, wenn die Volkswirtschaft floriert - Christian Proaño über das Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft

    In dieser Folge begrüßen wir Prof. Dr. Christian Proano, Professor für Makroökonomie und Internationale

    Finanzmärkte. Geboren in Ecuador und aufgewachsen in einer Familie von Volkswirten hatte Christian schon früh Berührungspunkte mit den großen wirtschaftspolitischen Fragen – Gespräche am Abendbrottisch drehten sich oft um die Themen, die heute seinen Berufsalltag prägen.

    Ein zentrales Thema seiner Forschung ist das fragile Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft. Fehlende

    Regulierung kann Krisen begünstigen, während politische Maßnahmen jedoch auch maßgeblich beeinflussen, wie diese bewältigt werden. Ob Ukraine-Krieg, die Bankenkrise in Ecuador oder Inflationssteuerung durch die Europäische Zentralbank – Christian erklärt, warum flexible Fiskalpolitik und gezielte Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Gesundheit essenziell sind und er eine pauschale Schuldenbremse kritisch sieht.

    Wäre er nicht in der Forschung, wäre er möglicherweise Politiker geworden – ein Plan, den er für die Zukunft nicht ausschließt. Ob an der Uni oder auf der Straße wie einst beim Occupy-Wall-Street-Protest: Christian setzt sich mit Herzblut dafür ein, Wirtschaft und Gesellschaft gerechter zu gestalten. Kein Wunder, dass er mit Begeisterung an der Uni lehrt und forscht, während er gleichzeitig aktiv in der Politikberatung tätig ist. Christian sieht seine Arbeit als eine Möglichkeit, Ungleichheiten anzugehen, die seiner Meinung nach zentrale Herausforderungen unserer Zeit sind. Sein Ziel: gleiche Startchancen für alle – besonders für Kinder – in einem System, das faire Spielregeln bietet.

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    47 min
  • The Real Deal in Education – Silvia Annen (Wirtschaftspädagogik) über berufliche Bildung und internationale Perspektiven

    In dieser Folge sprechen wir mit Silvia Annen, Professorin für Wirtschaftspädagogik. Nach ihrer Bankausbildung entdeckte sie ihre Leidenschaft für berufliche Bildung und Forschung und fand an der Uni Bamberg „das echte Ding“: praxisnahe Forschung, die tatsächlich Wirkung zeigt. So bietet die Wirtschaftspädagogik vielseitige Möglichkeiten, von der Aus- und Weiterbildung in Unternehmen über die Arbeit an berufsbildenden Schulen bis hin zu Positionen im Bildungsmanagement und der Bildungspolitik. Diese „polyvalenten“ Möglichkeiten machen das Studium der Wirtschaftspädagogik besonders attraktiv.

    In ihrer Forschung setzt sich Silvia intensiv mit der Anerkennung von beruflichen Kompetenzen auseinander, insbesondere im internationalen Vergleich. Sie betont, wie wichtig es ist, zwischen qualifizierter Zuwanderung und Asyl zu unterscheiden: Während qualifizierte Zuwanderung den Arbeitsmarkt stärkt, geht es bei Asyl um humanitäre Hilfe. Diese Themen vermischen sich im öffentlichen Diskurs oft, da viele Asylsuchende in Deutschland auch in den Arbeitsmarkt integriert werden möchten. Silvia zeigt auf, wie gezielte Maßnahmen beiden Gruppen helfen können, Zugang zu Arbeit und Qualifikationen zu finden.

    Privat kann man Silvia auch mal beim Feiern in der Sandstraße treffen – höher sind die Chancen jedoch in Toronto, Kanada, wo ihr Partner lebt. Der internationale Austausch und das Arbeiten mit verschiedenen Kulturen bereichern sie beruflich und persönlich. Ihre Studierenden sollen sich inspiriert fühlen – wie Silvia selbst es einst durch einen Seminarleiter erlebte.

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    49 min
  • Wissenschaft mit Herz und Verstand – Micaela Großmann (Politikwissenschaft) über die Kunst des Lehrens und Forschens

    In dieser Folge begrüßen wir Micaela Großmann, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft. Micaela erzählt, wie sie als „stille Maus“ im Studium eher zufällig zur Promotionsstelle kam und zunächst unsicher war, ob sie den Anforderungen der Studierenden stets gewachsen sei. Heute jedoch genießt sie die Lehre und den Austausch, hat für ihre Kurse sogar den „Preis für gute Lehre“ erhalten und schätzt die Selbsterfüllung, die der Beruf ihr bietet. Micaela ist überzeugt, dass Authentizität und ein wertschätzendes Miteinander der Schlüssel sind. Ihre Seminare fördern Offenheit und kritisches Denken – etwa bei Diskussionen über das politische System Chiles.

    In ihrer Forschung widmet sie sich dem politischen Populismus und beleuchtet, wie das subjektive Klassenbewusstsein und die Wahrnehmung sozialer Ungleichheit das politische Verhalten stärker prägen können als objektive Faktoren. Hierbei gibt Micaela auch einen Einblick in die Herausforderungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes: Zeitdruck und befristete Verträge sind ein ständiger Begleiter, die die Attraktivität einer akademischen Laufbahn mindern. Deshalb ihr Appell an die Studierenden: Sagt was im Seminar! – alles ist besser als nichts, denn Lehre ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

    Abseits der Wissenschaft genießt die Halb-Peruanerin die Vorzüge ihrer Wahlheimat Berlin, besonders das kulinarische und kulturelle Angebot. Mit einem Augenzwinkern stellt sie fest, dass man in den Clubs der Hauptstadt wirklich rund um die Uhr tanzen kann – eben auch „altersfreundlich“ am Samstagnachmittag!

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    53 min
  • Statistik für (fast) alle Lebenslagen – Christian Aßmann über die Kunst der fundierten Entscheidung

    In dieser Folge begrüßen wir den Statistiker Christian Aßmann, der seine norddeutsche Heimat hinter sich ließ und für seine Forschung nach Bamberg kam – hier gehalten haben ihn dann die fränkische Frohnatur und das milde Klima!

    Christian erzählt, wie er einst selbst kein großer Fan der Statistik war, bevor er über sein VWL-Studium zur Statistik fand. Heute fasziniert ihn die Möglichkeit, mit Statistik fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei betont er, dass Universitäten mehr als nur Formeln vermitteln sollten, damit wissenschaftliche Prozesse zugänglicher werden. Demnach kann Statistik laut Christian fast alles abbilden - wenn die Datenbasis stimmt. Zur Veranschaulichung bringt er ein spannendes Beispiel aus der Bildungsforschung mit: Die Entscheidung für eine bestimmte Schule hängt von weit mehr als nur den Noten ab. Dabei erfahren wir auch, wie Datenerhebung und -analyse für solche Studien ablaufen und wie die Statistik sogar fehlende Daten sinnvoll ergänzen kann. Für die komplizierten Stellen im Gespräch hat Ho(r)st Simon deshalb ein Safeword: „Häh?“ – für die Momente, in denen die statistischen Fachbegriffe wie „Likelihood“ oder „multiple Imputation“ zu abstrakt werden.

    Damit auch die fränkische Mundart ihren Platz hat, gibt’s in dieser Folge die brandneue Rubrik: Fränkisch für ForscherInnen“ – für alle, die nicht nur Daten, sondern auch Dialekte lieben!

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    41 min

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