Es bedrückt mich, wenn ich höre, wie ein ehemaliger Landesumwelt- und -verkehrsminister nach Ausstattung mit mehr Macht lieber über Stahl- statt Klimagipfel spricht – und Autobahnen wichtiger findet als neue ICE-Strecken.
Ich schätze Olaf Lies, keine Frage. Aber genau solche Aussagen lassen mich ratlos zurück.
Denn ich ertappe mich immer öfter bei einer Frage:
👉 Gibt es in der Politik noch Menschen, die mit jeder Stufe von Macht das, was sie vorher an Hoffnung gesät haben, auch durchhalten?
👉 Die nicht einknicken, sobald der Druck steigt – sondern die Überzeugungen auch mit größerem Einfluss vertreten?
Wer auf Landes- oder Bundesebene Verantwortung trägt, darf sich nicht in den kleinen Kompromissen verlieren. Wir brauchen Stimmen, die sich nicht scheuen, gegen den bequemen Status quo zu sprechen. Gerade dann, wenn es unbequem wird. Die populär machen, was unbeliebt, aber richtig ist.
Politiker*innen, die Klimagerechtigkeit nicht im Wahlprogramm verstecken, sondern in ihren Entscheidungen leben.
Mehr Rückgrat statt Rückschritte, wenn es um die dringendste Aufgabe unserer Zeit geht.
Den Mut, Autobahnen und Kohle nicht als „wirtschaftsfreundlich“, sondern als klimafeindlich zu benennen.
Denn eines ist klar: Die Klimakrise verhandelt nicht. Sie wartet nicht, bis unsere Ministerien die „richtige Balance“ gefunden haben.
Vielleicht ist es naiv, aber ich hoffe noch immer, dass es diese Menschen in den Ämtern gibt – Menschen, die uns nicht enttäuschen, sondern zeigen: Macht kann auch Haltung bewahren.
Habt ihr Politiker*innen im Kopf, die ihre Haltung auch mit mehr Macht nicht verraten haben?
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