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Sparkasse lenkt ein: Das ändert sich für euch schon 2026


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Sparkasse will endlich reagieren. (Bildquelle: IMAGO / mix1 / Bearbeitung: GIGA)

Ab 2026 ändert sich für Millionen Sparkassen-Kunden eine wichtige Funktion.

Die Sparkassen machen einen großen Schritt auf ihre Kunden zu und vereinfachen den Wertpapierhandel grundlegend. Ab 2026 wird es möglich sein, Aktien und ETFs direkt über die bekannte Banking-App zu kaufen und zu verkaufen. Damit entfällt die Notwendigkeit, auf zusätzliche Anwendungen oder umständliche Prozesse auszuweichen, was den Einstieg in die Geldanlage für Millionen Nutzer erheblich erleichtern dürfte.

Sparkasse zieht endlich nach

Dieser Vorstoß ist eine direkte Antwort auf die wachsende Konkurrenz durch Neobroker, die mit günstigen Preisen und benutzerfreundlichen Oberflächen vor allem bei jüngeren Anlegern punkten. Neben dem direkten Handel mit Einzelwerten sollen auch ETF-Sparpläne vollständig in die App integriert werden. Zusätzlich plant die Sparkassengruppe, ab Mitte 2026 auch den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen und ihr Angebot damit weiter auszubauen.

Entscheidend für den Erfolg wird die neue Preisgestaltung sein. Bislang sind die Gebühren bei den Sparkassen im Vergleich zu Online-Brokern hoch – Orderkosten von zehn Euro sind keine Seltenheit, während Neobroker oft nur einen Euro pro Trade verlangen. Sparpläne sind oft kostenlos. Es wird erwartet, dass die Sparkassen ihre Ordergebühren und möglicherweise auch die jährlichen Depotkosten senken werden, um wettbewerbsfähig zu sein. Ob die Depots künftig komplett kostenlos angeboten werden, ist intern allerdings noch umstritten.

Kosten-Flickenteppich erwartet

Letztendlich wird jede der regionalen Sparkassen ihre eigenen Konditionen festlegen. Ob sich das neue Angebot lohnt, hängt also stark von den Gebühren vor Ort ab. Anleger, die ihre gesamten Finanzen – vom Girokonto bis zum Depot – gerne bei einem Institut bündeln und Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner legen, könnten profitieren.

Für aktive Trader, die sehr häufig handeln, werden die Kosten aber weiterhin der ausschlaggebende Faktor bleiben. Kunden sollten die konkreten Angebote daher im Frühjahr 2026 genau prüfen, bevor sie eine Entscheidung über einen Depotwechsel oder eine Neueröffnung treffen (Quelle: Focus).

Sparkasse verlassen

Als ich vor Jahren bei meiner Sparkasse genau das gefordert habe, hat man mich ausgelacht. Es sei zu gefährlich und man brauche ein aktiv gemanagtes Portfolio – mit entsprechend hohen Kosten. Direkt nach dem Termin habe ich Trade Republic installiert und seitdem mehrere tausend Euro Profit mit meinem ETF-Sparplan gemacht. Mittlerweile habe ich die Sparkasse ganz verlassen, weil die Gebühren für mein Girokonto zu hoch geworden sind. Trotzdem finde ich es gut, dass die Sparkasse jetzt mitzieht. Einen Weg zurück gibt es für mich zwar nicht, vielleicht bleiben dadurch aber mehr Kunden dort.

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