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Hass im Internet ist Alltag. Mehr als ⅔ der Internetnutzer*innen zwischen 16 und 24 Jahren haben schon Hass im Internet wahrgenommen, besonders häufig bezogen auf politische Ansichten, das Aussehen oder die körperliche und psychische Gesundheit. Mit Viet von der Amadeu Antonio Stiftung sprechen wir über den Schutz vor Hate Speech, über den Umgang mit Hasskommentaren und über Lösungen bei eigener Betroffenheit.
Die Amadeu Antonio Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, die deutsche Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu stärken. Die Stiftung bietet Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden gegen Hate Speech an. Viet ist seit 6 Jahren Teil des Teams und engagiert sich gegen Diskriminierung und Rassismus. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Internet und Gaming. Er war Projektleiter des Projekts „debate“, welches die demokratische Debattenkultur fördern sowie Interventionsformen und Methoden gegen Hass und Diskriminierung entwickeln möchte und ist aktuell Teil des Teams "Good Gaming- Well Played Democracy".
Weiterführende Infos:
Instagram Amadeu Antonio Stiftung
Twitter Amadeu Antonio Stiftung
Projekt debate
Twitter Projekt debate
Initiative "ichbinhier"
HateAid
Neue Studie: Hass im Netz nimmt zu
Die eigene Stimme für gesellschaftlichen Wandel nutzen und neue Perspektiven in resistente Machträume einbringen. In dieser Folge sprechen wir mit Innawa über ihr Engagement in verschiedenen Institutionen in Hannover, die sich für Antirassismus, die Mitsprache von BiPoc oder Klimagerechtigkeit engagieren.
Innawa studiert Politikwissenschaften und ist Vorsitzende des Vereins Generation Postmigration. Zudem setzt sich die 21-Jährige im BIPoC* Kollektiv Colors of Climate für dekoloniale Klimagerechtigkeit ein und ist seit Anfang 2024 Teil des von der Landeshauptstadt Hannover ins Leben gerufenen Beirats Dekolonisierendes Erinnerungskonzept.
Weiterführende Infos
Website Generation Postmigration e. V.
Instagram Generation Postmigration e. V.
WIR2.0
Beirat „Dekolonisierendes Erinnerungskonzept“ nimmt Arbeit auf
Colors of Climate
Wie wird muslimische Jugendarbeit gestaltet und welchen Einfluss hat sie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Muslimische Jugendarbeit setzt sich dafür ein, Räume und ansprechende Angebote für muslimische Jugendliche zu gestalten. Dabei liegt der Fokus auf Integration, gesellschaftlicher Teilhabe und der Förderung von Diversität. In Deutschland sind der Diskurs und die Wahrnehmung muslimischer Bürger:innen stärker denn je geprägt von Vorurteilen und Rassismus. Für muslimische Jugendarbeit braucht es daher langfristige finanzielle Unterstützung und Fördermöglichkeiten.
Der Verein "Young Schura Niedersachsen" ist ein seit 2018 etabliertes landesweites muslimisches Jugendnetzwerk. Angesichts der mangelnden Anerkennung und Professionalisierung der muslimischen Jugendarbeit hat sich Young Schura zum Ziel gesetzt, Jugendgruppen in Niedersachsen zu vereinen und über Fördermöglichkeiten zu informieren. Der Verein unterstützt die Jugendlichen nicht nur bei der Finanzierung eigener Projekte, sondern bietet auch gezielte Qualifizierungsangebote, ermutigt zur gesellschaftlichen Teilhabe und fördert die Mitarbeit an regionalen Bildungsprojekten.
Ayşenur Demir hat ihren Bachelor in Soziologie an der Universität Göttingen absolviert und setzt ihr Studium derzeit im Masterstudium “Sozial- und Organisationspädagogik” an der Universität Hildesheim fort. Seit einem Jahrzehnt engagiert sie sich in der muslimischen Jugendarbeit und hat zusammen mit anderen ehrenamtlichen muslimischen Jugendlichen den Verein "Young Schura Niedersachsen" gegründet, um die Interessen der muslimischen Jugendlichen in Instanzen und
Weiterführende Informationen:
Young Schura Instagram
Young Schura Youtube
Muslimische Jugendarbeit
Muslimische Jugendarbeit: „Wir sind nicht so, wie ihr es euch vorstellt“
Wen schützt eigentlich der Verfassungsschutz? Im Gespräch mit Ronen Steinke.
Die Aufgaben des deutschen Verfassungsschutzes sind vielfältig: die Bewahrung der freiheitlich demokratischen Grundordnung, die Beobachtung und Verhinderung terroristischer Aktivitäten sowie der Schutz aller Bürgerinnen und Bürger. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich nicht nur die Zahl der Mitarbeitenden des Verfassungsschutzes verdoppelt, sondern auch die Macht und Einflussnahme sind erheblich gewachsen. Doch wer überprüft eigentlich den Verfassungsschutz? Handelt er im Einklang mit der Verfassung und den demokratischen Prinzipien? Wer entscheidet, welche Gruppen oder Personen unter Beobachtung stehen?
Unser Gast Ronen Steinke hat ernsthafte Bedenken und Zweifel am demokratischen Handeln des Verfassungsschutzes. Angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre und der Möglichkeiten der Einflussnahme zeigt er sich besorgt und fordert eine grundlegende Transformation oder sogar die Abschaffung der Behörde. Doch welche Alternativen könnte es geben? Wir haben nachgefragt.
Ronen Steinke ist Jurist und Autor und setzt sich in seiner Arbeit für Gerechtigkeit vor dem Gesetz ein. Seit 2011 schreibt er als rechtspolitischer Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung und erhielt 2022 den Otto-Brenner-Journalistenpreis für sein Buch “Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich”.
Weiterführende Infos
Autorenseite SZ
Verfassungsschutz - bpb
Bundesamt für Verfassungsschutz
In diesem Herbst beschäftigigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem Thema Ausstieg aus dem Rechtsextremismus. Nach einer erfolgreichen Denkraum-Veranstaltung mit Aussteiger Philip Schlaffer, der von seinen persönlichen Erfahrungen berichtet hat, nehmen wir im Oktober zwei Podcastfolgen auf, um auch Ausstiegsberatungen zu Wort kommen zu lassen. Ziel ist es, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und auch kritische Perspektiven auf die Arbeit mit Aussteiger:innen einzubinden. Den Auftakt bildet heute Aktion Neustart.
Aktion Neustart ist ein staatliches Ausstiegs- und Präventionsprogramm des niedersächsischen Verfassungsschutzes und hilft ausstiegswilligen Extremistinnen und Extremisten bei einem sicheren und nachhaltigen Ausstieg aus der extremistischen Szene. Seit der Gründung im Jahr 2010 unterstützt das Team Ausstiegswillige und hilft dabei, extremistische Einstellungen und Ansichten zu überdenken und eine neue soziale und berufliche Existenz aufzubauen.
Mit unserem Gast Dieter sprechen wir über seine tägliche Arbeit als Leiter von Aktion Neustart. Wie sehen die Angebote und Ansätze des Ausstiegsprogramms aus und was ist nötig, um grundlegendes Denken zu verändern und das eigene Weltbild zu hinterfragen? Wir thematisieren die Vielschichtigkeit und Grenzen von Extremismus und sprechen über Gründe und Ursachen von Radikalisierung und das Abrutschen in die rechtsextreme Szene. Gibt es einen Weg zurück und wie kann gesellschaftliche Akzeptanz für Aussteiger:innen nach einem jahrelangem und zähen Ausstiegsprozess aussehen? Wir haben nachgefragt.
Links und weiterführende Infos:
Kann man sich ändern? Denkraum mit Ex-Nazi Philip Schlaffer
Website und Kontakt Aktion Neustart
Ausstieg Rechtsextremismus - bpb
Ausstieg rechts. Oder: Einmal Nazi, immer Nazi?
Kontaktmöglichkeiten Aktion Neustart
Hotline: +49 172 4444300
Bereits im März 2023 haben wir uns mit der aktuellen Lage in der Ukraine beschäftigt und einen Blick auf die betroffenen Menschen vor Ort gerichtet. Unser Gespräch mit Michael Thumann am 14. Juni 2023 soll einen anderen Blickwinkel des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine beleuchten und einen Fokus auf die politischen und geschichtlichen Zusammenhänge legen. Für die Menschen in Deutschland kam der Angriff Russlands überraschend, aber welche Anzeichen darauf lassen sich im Nachhinein erkennen? Welche Rolle spielt die russische Bevölkerung? Und wie kann es weitergehen?
Für ein besseres Verständnis der Ursachen und Dynamiken des Konflikts betrachten wir die historischen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründe. Aber wir wagen auch ein Blick in die Zukunft. Wie sind die Aussichten für die Beziehungen zwischen Russland und Europa? Was muss passieren, um eine gute Entwicklung einzuschlagen? Klar ist, kaum einer kennt Russland besser als Michael Thumann, der seit über 25 Jahren aus Osteuropa für die ZEIT berichtet.
Michael Thumann ist renommierter Journalist, Buchautor und Experte für die Außenpolitik Deutschlands und Europas. Von Auftritten bei Markus Lanz und im Podcast Ostausschuss bis zu seiner Arbeit als außenpolitischer Korrespondent bei Die Zeit ist er aktuell einer der gefragtesten Expert:innen zum Thema.
Links:
Michael Thumann – Die Zeit
Weiterführende Infos:
bpb – Krieg in der Ukraine
Krieg in der Ukraine – wie geht es den Menschen vor Ort?
Michael Thumann: "Moskaus Machthaber schuf das bedrohlichste Regime der Welt"
Hat sich die Gesellschaft an die Situation an den europäischen Außengrenzen gewöhnt? Wie ist die rechtliche Grundlage für Seenotrettung? Was sagt die Situation im Mittelmeer über unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt aus? Und was können wir tun?
Kein Mensch sollte bei der Einreise über die Seegrenzen Europas sterben müssen. Dafür setzt sich die Organisation Sea-Watch ein und leistet seit der Gründung im Jahr 2014 zivile Seenotrettung.
Die Forderung von Sea-Watch ist klar: Die Implementierung legaler und sicherer Einreisewege für Schutzsuchende sowie Diskussionen über Seenotrettung auf rechtlicher und internationaler Ebene.
Hinweis: Dieser Podcast wurde Anfang Juli 2023 aufgenommen. Die im Gespräch thematisierten Verhandlungen zwischen der EU und Tunesien über das Migrationsabkommen sind mittlerweile abgeschlossen und entschieden. Hintergründe und weitere Informationen zu den Verhandlungen haben wir euch unten verlinkt.
Weiterführende Informationen
Die geheimen Dates von Frontex und der Rüstungsindustrie | ZDF Magazin Royale
Frontex Files – ZDF Magazin Royale
EU-Deal mit Tunesien "höchst problematisch"
Flüchtlingskrise Mittelmeer – UNO Flüchtlingshilfe
Exklusiv: Was geschah auf der Sea-Watch 3? | STRG_F
Missing Migrants Projekt
Mehr über Sea-Watch
In dieser Episode haben wir Oksana Jansen, Gründerin und Vorsitzende des Ukrainischen Vereins in Niedersachsen e. V., zu Gast. Gemeinsam werden wir einen tiefen Einblick in die bedeutende Arbeit des Vereins gewinnen und verstehen, warum diese in der aktuellen Situation der Ukraine von so großer Bedeutung ist. Seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine konnte der Ukrainische Verein bereits über 800 Tonnen Hilfsgüter sammeln. Wir sprechen mit Oksana über die aktuelle Situation in der Ukraine, über Solidarität und über Gewöhnungseffekte des Krieges. Was brauchen die Menschen in der Ukraine aktuell? Kann es Alltag im Krieg geben? Und was genau können wir gerade tun, um zu unterstützen?
Ursprünglich aus der Ukraine stammend, lebt Oksana seit 20 Jahren in Deutschland und ist seit 13 Jahren mit Herz und Seele im ehrenamtlichen Engagement für die migrantische Bevölkerung in Hannover tätig, insbesondere für ihre ukrainischen Landsleute. Gegründet 2015 in Hannover als gemeinnütziger Verein, setzt sich der Ukrainischen Verein in Niedersachsen e.V. für den Erhalt der ukrainischen Kultur, Bildung, Unterstützung von Landsleuten in Not und die Integration von Neuankömmlingen ein. Der Verein arbeitet eng mit anderen Organisationen zusammen und steht für Neutralität, Toleranz und Verständigung.
Links:
Website Ukrainischer Verein
Aktuelle Spendenliste Ukrainischer Verein
Weiterführende Infos:
Kann man sich an Krieg gewöhnen? Leben in der Ukraine
bpb: Krieg in der Ukraine
Nach der Präsidentschaftswahl in der Türkei am 14. Mai 2023 bleibt Amtsinhaber Recep Tayyip Erdoğan nach der Stichwahl Präsident der Türkei. Auch in Deutschland waren Menschen wahlberechtigt - rund 67,5 Prozent der 1,5 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland gaben ihre Stimme für Erdoğan ab.
Im Gespräch mit Dr. Zeynep Yanasmayan und Dr. Özgür Özvatan werfen wir einen Blick auf die Auswirkungen der Wahlergebnisse und die Integration der türkischen Community in Deutschland aus wissenschaftlicher Perspektive. Wir sprechen über den Beitrag dieser Community zur kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt des Landes, über die Vielschichtigkeit von Identität und über den Stellenwert von Integration. Wie können die Potentiale von Migration besser genutzt werden? Und welche Forderungen sollten wir an die Politik stellen? Die beiden sind sich einig: Nur durch Migration und Integration können Gesellschaften funktionsfähig bleiben.
Dr. Zeynep Yanasmayan ist Leiterin der Abteilung für Migration im Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung. Sie ist Sozialwissenschaftlerin mit Fokus auf der Migrationsforschung und studierte unter anderem in Istanbul, Brüssel und Wales. 2019 veröffentlichte sie das Buch The Migration of Highly Educated Turkish Citizens to Europe: From Guestworkers to Global Talent.
Dr. Özgür Özvatan ist Politischer Soziologe und stellvertretender Abteilungsleiter des Lehrbereichs Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt Universität. Sein Fokus liegt auf der Gesellschaftsforschung, speziell in den Bereichen Integrations-, Extremismus-, Umwelt- und Demokratieforschung.
Links:
Dr. Özgür Özvatan
Weiterführende Informationen:
Türkei-Stichwahl entschieden: Was bedeutet der Erdogan-Sieg für die Türkei?
Heimat Almanya: Die deutsch-türkische Migration
Ronen Steinke setzt sich in seiner Arbeit als Jurist, Journalist und Autor für Gerechtigkeit vor dem Gesetz ein. Als wir ihn gefragt haben, welches Thema ihn aktuell bewegt, war die Antwort eindeutig: der Umgang mit der letzten Generation.
Mit dem Pariser Klimaabkommen haben wir uns in der Bundesrepublik Deutschland auf ein Klimaschutzziel geeinigt, das wir nach aktuellem Stand nicht einhalten werden. Die “letzte Generation” versucht mit ihren Aktionen auf diesen Rechtsbruch der Regierung aufmerksam zu machen. Sollten es so kommen, gefährden wir laut Verfassungsschutz das Grundrecht auf Freiheit. Doch statt dem Staat stehen die Menschen vor Gericht, die das Klima schützen wollen. Statt das Klima zu schützen, streitet sich die Gesellschaft darüber, wie man protestieren darf. Wie kann das sein?
Während die meisten Gespräch an Küchentischen und auf Twitter von allen Seiten sehr emotional und aufgeladen sind, gibt uns Ronen einen kurzen, aber umfassenden Überblick zur Rechtslage der Situation. Ist das Strafmaß gerechtfertigt? Darf man sich gegen Straßenblockaden auf Notwehr berufen? Und was hat all das mit zivilem Ungehorsam zu tun?
Mehr über Ronen Steinke:
https://www.sueddeutsche.de/autoren/ronen-steinke-1.1143337
Kontakt
Instagram: https://www.instagram.com/ronensteinke/
Weiterführende Informationen:
“Das BVerfG erklärt die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens mit seinem Urteil letztlich für verfassungsrechtlich verbindlich.”
Pressemitteilung des Verfassungsschutzes vom 29. April 2021
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