
Sign up to save your podcasts
Or


Die Forderung nach einer Spritpreisbremse wird lauter, doch Ökonomen sehen darin mehr Probleme als Nutzen.
Steigende Kraftstoffpreise haben erneut eine Diskussion über staatliche Entlastung für Autofahrer ausgelöst. Mehrere Wirtschaftsforscher warnen jedoch bereits, dass ein neuer Tankrabatt teuer wäre und kaum wirkt.
Ökonomen: Tankrabatt hilft kaumDiesel kostet derzeit deutlich mehr als noch vor Beginn der jüngsten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, auch Benzin ist spürbar teurer geworden. Deshalb mehren sich Forderungen nach einer Entlastung der Autofahrer.
Vertreter mehrerer deutscher Wirtschaftsinstitute sehen eine Senkung der Mineralölsteuer aber äußerst kritisch. Dazu gehören unter anderem das Ifo Institut, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.
Der Präsident des Ifo Instituts, Clemens Fuest, hält einen Tankrabatt jedoch für problematisch. Eine Steuersenkung würde die Haushalte am Ende kaum entlasten, weil die fehlenden Einnahmen im Staatshaushalt später wieder ausgeglichen werden müssten. Die höheren Energiekosten verschwinden dadurch nicht, sie werden lediglich umverteilt.
„Bei jeder Belastung gleich nach dem Staat zu rufen, lässt in Vergessenheit geraten, dass unsere Wirtschaft auf Dauer ohne ein gewisses Maß an Eigenverantwortung nicht funktioniert“, so Fuest weiter (Quelle: Nürnberger Nachrichten)
Tankrabatt: Forscher sehen falsche AnreizeAuch andere Ökonomen bewerten eine Neuauflage der Spritpreisbremse kritisch. DIW-Präsident Marcel Fratzscher bezeichnet einen Tankrabatt als „teuren Fehler“. Statt pauschale Preisnachlässe für Kraftstoffe zu finanzieren, sollte die Politik gezielt Haushalte mit niedrigem Einkommen unterstützen.
Der Energieexperte Manuel Frondel vom RWI verweist zusätzlich auf die Kosten der Maßnahme. Beim letzten Tankrabatt im Jahr 2022 habe der Staat pro Monat rund eine Milliarde Euro aufgebracht.
By Die Forderung nach einer Spritpreisbremse wird lauter, doch Ökonomen sehen darin mehr Probleme als Nutzen.
Steigende Kraftstoffpreise haben erneut eine Diskussion über staatliche Entlastung für Autofahrer ausgelöst. Mehrere Wirtschaftsforscher warnen jedoch bereits, dass ein neuer Tankrabatt teuer wäre und kaum wirkt.
Ökonomen: Tankrabatt hilft kaumDiesel kostet derzeit deutlich mehr als noch vor Beginn der jüngsten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, auch Benzin ist spürbar teurer geworden. Deshalb mehren sich Forderungen nach einer Entlastung der Autofahrer.
Vertreter mehrerer deutscher Wirtschaftsinstitute sehen eine Senkung der Mineralölsteuer aber äußerst kritisch. Dazu gehören unter anderem das Ifo Institut, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.
Der Präsident des Ifo Instituts, Clemens Fuest, hält einen Tankrabatt jedoch für problematisch. Eine Steuersenkung würde die Haushalte am Ende kaum entlasten, weil die fehlenden Einnahmen im Staatshaushalt später wieder ausgeglichen werden müssten. Die höheren Energiekosten verschwinden dadurch nicht, sie werden lediglich umverteilt.
„Bei jeder Belastung gleich nach dem Staat zu rufen, lässt in Vergessenheit geraten, dass unsere Wirtschaft auf Dauer ohne ein gewisses Maß an Eigenverantwortung nicht funktioniert“, so Fuest weiter (Quelle: Nürnberger Nachrichten)
Tankrabatt: Forscher sehen falsche AnreizeAuch andere Ökonomen bewerten eine Neuauflage der Spritpreisbremse kritisch. DIW-Präsident Marcel Fratzscher bezeichnet einen Tankrabatt als „teuren Fehler“. Statt pauschale Preisnachlässe für Kraftstoffe zu finanzieren, sollte die Politik gezielt Haushalte mit niedrigem Einkommen unterstützen.
Der Energieexperte Manuel Frondel vom RWI verweist zusätzlich auf die Kosten der Maßnahme. Beim letzten Tankrabatt im Jahr 2022 habe der Staat pro Monat rund eine Milliarde Euro aufgebracht.