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Immer wieder wird behauptet, die ach so schicken Bushaltestellen in Hamburg seien nur wegen der Werbung "möglich".
Richtig ist: die Bushaltestellen sind zur Zeit tatsächlich durch Verträge mit einem Global Player des sogenannten OOH[1] (teil)finanziert.
Falsch ist: diese Art der Finanzierung ist alternativlos.
Für uns zeugt die Unfähigkeit, Bushaltestellen ohne Werbung überhaupt nur zu denken, von politischer Visions- und Phantasielosigkeit. Bushaltestellen gab es in Hamburg auch vor den Verträgen mit JCDecaux und Ströer, es wird sie auch hinterher geben.
Hamburg ist eine reiche Stadt und könnte, wenn es wollte, einen Weg finden, die Werbeerlöse zu ersetzen.
Es ist eben nur bequemer so: für die Politik. Nicht für die Fahrgäste.
Denen ist es durch den aufdringlichen Bewegungsreiz der Werbung de facto verwehrt, an den ach so schicken Bushaltestellen beim Warten zu entspannen und z.B. ein Buch zu lesen - sie zahlen die Rechnung von Politik und Werbekonzernen. In Aufmerksamkeit und Lebensqualität.
Wir kommen beim Nachrechnen (Bushaltestellen und sonstige Beiträge zum Stadthaushalt) übrigens auf eine Größenordnung von ca. 5€ pro Hamburger:in pro Jahr, für die unsere Aufmerksamkeit an Werbekonzerne und deren zahlende Kunden verschleudert wird.
Dieser Betrag ist nicht vernachlässigbar, ließe sich aber durchaus ersetzen - einen Vorschlag, über die Tourismustaxe, haben wir gemacht. Es liegt an der Politik, diesen Vorschlag umzusetzen - oder selber einen vernünftigen Vorschlag zu machen.
Eine Public Private Partnership mit Werbekonzernen sehen wir jedenfalls nicht als ein sinnvolles Finanzierungsmodell. Eine Stadt ist keine Dauerwerbesendung!
Unser Gesetzentwurf erlaubt weiter Werbung an Bushaltestellen, allerdings dezent: in der Art einer klassischen Litfaßsäule - nicht bewegt, nicht hinterleuchtet, und mit einer Quote für Kultur- und Veranstaltungswerbung.
Folglich würden die Einnahmen ohnehin höchstens teilweise wegfallen, nicht komplett!
[1] OOH = Out of Home = Euphemismus für aggressive, allgegenwärtige Außenwerbung
By Immer wieder wird behauptet, die ach so schicken Bushaltestellen in Hamburg seien nur wegen der Werbung "möglich".
Richtig ist: die Bushaltestellen sind zur Zeit tatsächlich durch Verträge mit einem Global Player des sogenannten OOH[1] (teil)finanziert.
Falsch ist: diese Art der Finanzierung ist alternativlos.
Für uns zeugt die Unfähigkeit, Bushaltestellen ohne Werbung überhaupt nur zu denken, von politischer Visions- und Phantasielosigkeit. Bushaltestellen gab es in Hamburg auch vor den Verträgen mit JCDecaux und Ströer, es wird sie auch hinterher geben.
Hamburg ist eine reiche Stadt und könnte, wenn es wollte, einen Weg finden, die Werbeerlöse zu ersetzen.
Es ist eben nur bequemer so: für die Politik. Nicht für die Fahrgäste.
Denen ist es durch den aufdringlichen Bewegungsreiz der Werbung de facto verwehrt, an den ach so schicken Bushaltestellen beim Warten zu entspannen und z.B. ein Buch zu lesen - sie zahlen die Rechnung von Politik und Werbekonzernen. In Aufmerksamkeit und Lebensqualität.
Wir kommen beim Nachrechnen (Bushaltestellen und sonstige Beiträge zum Stadthaushalt) übrigens auf eine Größenordnung von ca. 5€ pro Hamburger:in pro Jahr, für die unsere Aufmerksamkeit an Werbekonzerne und deren zahlende Kunden verschleudert wird.
Dieser Betrag ist nicht vernachlässigbar, ließe sich aber durchaus ersetzen - einen Vorschlag, über die Tourismustaxe, haben wir gemacht. Es liegt an der Politik, diesen Vorschlag umzusetzen - oder selber einen vernünftigen Vorschlag zu machen.
Eine Public Private Partnership mit Werbekonzernen sehen wir jedenfalls nicht als ein sinnvolles Finanzierungsmodell. Eine Stadt ist keine Dauerwerbesendung!
Unser Gesetzentwurf erlaubt weiter Werbung an Bushaltestellen, allerdings dezent: in der Art einer klassischen Litfaßsäule - nicht bewegt, nicht hinterleuchtet, und mit einer Quote für Kultur- und Veranstaltungswerbung.
Folglich würden die Einnahmen ohnehin höchstens teilweise wegfallen, nicht komplett!
[1] OOH = Out of Home = Euphemismus für aggressive, allgegenwärtige Außenwerbung