Große vielfarbige Banner markieren in Friedland das Mahnmal zum Gedenken an die Deutschen Opfer des 2. Weltkriegs: Ein Denkmal wird bunt. Die Banner sind in Graffiti-Workshops mit Geflüchteten im Grenzdurchgangslager und SchülerInnen der Carl-Friedrich-Gauß Schule entstanden, um ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen. Auch der historische Kontext des Denkmals, das nicht nur die jüdischen Opfer des NS-Terrors an diesem Erinnerungsort weg blendet, wird mit diesem Kunstprojekt „Ein Denkmal wird bunt“ kritisch befragt: Und das besonders mit Blick die aktuellen Debatten um Flucht, Vertreibung und Ausgrenzung. Tina Fibiger hat mit Angela Steinhardt, der Bildungsreferentin des Museum Friedland und dem Künstler Thomas Deisel über diese nachhaltige Kunstaktion gesprochen.