Dass im Mittleren Osten das Staatengefüge durcheinandergerät, hat sich schon mit dem amerikanischen Einmarsch in den Irak abgezeichnet. Mit dem Beginn des Syrischen Bürgerkrieges vor zehn Jahren wurde es zur Gewissheit und mittlerweile ist es eine Realität, die kaum noch zu überblicken ist. Wenig beachtet von den Hauptnachrichtenströmen hat sich zum Beispiel in Nord-und Ostsyrien die selbstverwaltete Zone Rojava gebildet. Sie ist kurdisch dominiert, versteht sich aber als ein demokratisches Gemeinwesen, das gegenüber allen Ethnien und Religionen offen ist. Die Türkei sieht in Rojava eine militärische Bedrohung. Seit dem 19 November fliegt die türkische Luftwaffe Angriffe auf das Gebiet. Um darauf aufmerksam zu machen und Solidarität einzufordern hatten heute Vertreter der Kampagne „Defend Kurdistan“ spontan das Büro der Göttinger SPD besetzt. Dabei wurde deutlich, dass es um mehr geht, als nur um ein Ende der Angriffe. Hören Sie dazu einen Beitrag von Marco Mellinger und Roman Kupisch: