Stellen Sie sich vor, Sie leben von wenigen hundert Euro im Monat und müssen davon Miete, Versicherungen, Kleidung und Essen bezahlen. Vielleicht müssen Sie dieses Szenario noch nicht einmal vorstellen, sondern kennen es bereits aus eigener Erfahrung. Verzichten lässt sich vielleicht noch auf neue Anschaffungen wie eine neue Jeans. Anders sieht das aber beim Essen aus. Für viele bedürftige Menschen ist dann die Tafel erste Anlaufstelle. Dort erhalten sie gegen einen kleinen Obolus Lebensmittel. Doch auch die Tafeln ächzen inzwischen unter zunehmenden Belastungen. So sehr, dass die Osteroder Tafel nun Aufnahmestopps in ihren zehn Ausgabestellen verhängen musste. Was das für bedürftige Menschen bedeutet, warum der Aufnahmestopp nötig war und wie es weitergehen soll, sind Fragen, die Jennifer Bullert mit Luise Schrader erörtert hat. Sie ist Schatzmeisterin der Osteroder Tafel, die zurzeit rund 350 Familien versorgt.