Es beginnt mit einem langen Schweigen. Gebrochen wird es zunächst nur durch das metallische Rascheln von Kronkorken. Zu hunderten sind sie über das Bühnenbild im Deutschen Theater verteilt. An der Bühnenrückwand bilden sie einen glänzenden, mäandernden Strom, der sich an manchen Stellen wölbt und an anderen einfach abbricht. Das geschieht auch, wenn jetzt die ersten Sätze in Philipp Löhles Szenario „Der Hund muss raus“ kursieren. Spontane und abgelagerte Gedankensplitter kreuzen sich, sie handeln vom Drogenalltag, der therapeutischen Enklave in der gemeinsamen WG und dem Tod eines Mitbewohners. Zusammen bilden sie eine Sammlung von Bruchstücken, die der Dramatiker für sein „Drogenstück“ erforscht und auf der DT.2 Bühne inszeniert hat. Von der Premiere berichtet Tina Fibiger.