Halbwahrheiten, verkürzte Zitate, historische Fehler, das provokante Versprechen, weiterhin religiöse Gefühle zu verletzen, unwissenschaftliche und beleidigende Aussagen - das sind Vorwürfe, die die Fachschaft Theologie der Universität Göttingen gegenüber dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) erhebt. Der Grund ist ein Vortrag eines vom AStA eingeladenen Referenten. So ziehe jener Referent in einer „psychologischen Lebensbetrachtung Luthers“ eine direkte Linie zum Nationalsozialismus und lasse in seiner Argumentation – so die Fachschaft Theologie – 400 Jahre Theologiegeschichte aus. Die Fachschaft hält dem Vortragenden außerdem vor, er bezeichne Luther als „modernen Fundamentalisten“. Unser protestantisch-lutherisch geprägter Uni-Freund Detlev von Gilsa geht in seiner heutigen Glosse daher mit dem Gastredner des AStA auf seine Art „ins Gericht“!