Stammzellforschung (SD 640)

Stammzellforschung (SD 640)

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Stammzellforschung (SD 640) episodes

  • Ethische Probleme der Stammzellforschung 2007/2008
    In der ethischen Diskussion um die Stammzellforschung steht die Frage nach dem experimentellen Umgang mit embryonalen Stammzellen im Mittelpunkt: Dürfen embryonale Stammzellen und damit Frühformen menschlichen Lebens manipuliert oder gar zerstört werden? Diese Frage ist deshalb kompliziert, da es hier nicht nur um ethische Begründungen geht, sondern vor allem auch darum, ob embryonale Stammzellen überhaupt Gegenstände ethischer Begründungen sein können und wenn ja, in welcher Hinsicht. Im Vortrag werden die Zusammenhänge zwischen philosophischer Ethik und ihren anthropologischen Voraussetzungen dargelegt und davon ausgehend die Bedingungen angegeben, denen eine vernünftige Antwort auf die gestellte Frage gehorchen muss.
    48 min
  • Stammzellforschung: Therapeutische Perspektiven neuraler Stammzellen 2007/2008
    Viele Erkrankungen des zentralen Nervensystems lassen sich mit den heutigen Therapie-Standards nur unzureichend bzw. gar nicht behandeln. Durch die rasante Entwicklung der Stammzellforschung könnten sich hier für in Zukunft neue Möglichkeiten eröffnen. So wäre z.B. bei Morbus Parkinson aufgrund des sehr umschriebenen Nervenzellausfalls die Transplantation von Stammzellen möglich, um den Verlust des Signalbotenstoffes Dopamin selektiv zu ersetzen. Eine andere Erkrankungsform wäre die Multiple Sklerose. Hier fehlt dem Gehirn an mehreren Stellen eine Zellpopulation von sog. Oligodendrozyten (Stützzellen), welche durch Transplantation von Stammzellen zumindest im Tiermodell derzeit bereits ersetzbar wäre. Eine dritte Option stellt die traumatische Schädigung des Gehirns bzw. des Rückenmarkes dar. Aufgrund der aktiven Behinderung von Zellregeneration im Erwachsenengehirn bzw. Rückenmark käme hier eine Option durch Transplantation von Stammzellen durchaus in Betracht. Die Möglichkeiten der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Ansatzwege sollen in dem Vortrag angesprochen und kritisch diskutiert werden.
    30 min
  • Therapeutische Perspektiven hämatopoietischer Stammzellen 2007/2008
    Viel wird über Gewebestammzellen und ihren denkbaren zukünftigen Einsatz in der regenerativen Medizin berichtet, aber viele dieser Berichte sind noch optimistische Zukunftsvisionen. Die einzigen Gewebestammzellen, die derzeit bereits routinemäßig und nutzbringend in der Klinik transplantiert werden, sind die Stammzellen des blutbildenden Systems, die hämatopoietischen Stammzellen (HSZ). Die besonderen Eigenschaften dieser Zellen werden diskutiert und ihr Einsatz in der Leukämietherapie be-schrieben. Die Grenzen ihrer Einsatzmöglichkeiten werden auf-gewiesen und die Transplantation von Plazenta-Restblut-Stammzellen als Möglichkeit erörtert, um diese Grenzen zumindest zum Teil zu überwinden. Die Plazenta-Restblutbank des Universitätsklinikums Erlangen wird vorgestellt, einer von nur 3 zugelassenen Banken im universitären Sektor in Deutschland, einem herausragenden Alleinstellungsmerkmal unserer Universität. Zum Schluß wird verdeutlicht, daß Erkenntnisse der Forschung über die HSZ zur unerwarteten Entdeckung analoger Tumor-Stammzellen bei verschiedenen Tumortypen geführt haben und zu neuen Möglichkeiten, diese gezielt abzutöten. Daraus ergeben sich neue Perspektiven, um bestimmte Leukämien und andere schwertherapierbare Tumorformen nicht nur kurzfristig sondern möglicher-weise auch langanhaltend heilen zu können. Am Ende steht ein kurzer Überblick über die Einrichtungen und Forschungsverbünde an unserer Universität, die die Tumorforschung, Stammzellforschung und Immuntherapie von Tumoren vorrangig betreiben.
    29 min