Stolpersteine Berlin - Geschichten verfolgter Homosexueller

Stolpersteine Berlin - Geschichten verfolgter Homosexueller

By Dominic + Paul S .Society & Culture
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Stolpersteine Berlin - Geschichten verfolgter Homosexueller episodes

  • Folge 9: Manfred Lewin

    In der neunten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir die Geschichte von Manfred Lewin – einem jungen jüdischen Mann, der in Berlin aufwächst, sich in der zionistischen Jugendbewegung engagiert und inmitten der Verfolgung seine große Liebe findet: Gad Beck.

    Die beiden begegnen sich im Scheunenviertel, verlieben sich – und kämpfen für ein Stück Freiheit in einer Zeit, die ihnen kaum welche lässt. Als Manfred 1942 mit seiner Familie ins Sammellager kommt, wagt Gad einen mutigen Rettungsversuch...

    Die Geschichte dieser Liebe endet tragisch – doch sie ist ein bewegendes Zeugnis von Mut, Zugehörigkeit und Widerstand. Manfreds Stolperstein in der Max-Beer-Straße 38 erinnert heute an sein Leben.


    Quellen zu Folge 9 – Manfred Lewin

    Für diese Folge haben wir intensiv recherchiert. Die folgenden Quellen haben uns bei der Erstellung unterstützt:

    Biografische Informationen:

    • Stolperstein für Manfred Lewin – Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
    • USC Shoah Foundation – Interview mit Gad Beck über Manfred Lewin (Audioquelle)
    • US Holocaust Memorial Museum – "Do you remember when" (Heft von Manfred an Gad)
    • Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) – Gedenken an Gad Beck

    Zur Hachschara und dem Landwerk Ahrensdorf:

    • Teltow-Fläming – Hachschara-Stätte Landwerk Ahrensdorf
    • Bürgerstiftung Barnim-Uckermark – Jüdische Selbstorganisation und Hachschara
    • NURINST – Hachschara als Lebenswelt junger Juden
    • Juden in Brandenburg – Das Landwerk Ahrensdorf
    • Wikipedia – Kibbuz

    Zur Umgebung & Lebensrealität:

    • Papenpfuhl-Becken – Berliner Stadtplan
    • Wikipedia – Berliner Rieselfelder
    • Berliner Umweltatlas – ehemalige Rieselfelder (PDF)

    Historischer Kontext & Gedenken:

    • bpb – Mahnmal für das Sammellager Große Hamburger Straße
    • Widerstand in Mitte und Tiergarten – Ulis Bücherecke (PDF)

    Weitere Inhalte und begleitende Fotos zur Folge findet ihr wie immer auf Instagram: @stolpersteineberlin.podcast

    24 min
  • Folge 8: Walter Boldt

    In der achten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir die Geschichte von Walter Boldt – einem Mann, der im Berlin der Weimarer Republik zwischen politischem Aufbruch, wirtschaftlicher Not und queerer Subkultur aufwächst. Nach einer Ausbildung zum Maschinenschlosser gerät Walter in eine Abwärtsspirale aus Armut, Kriminalisierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Um zu überleben, verkauft er seinen Körper – eine Strategie, die ihn zugleich schützt und angreifbar macht.Mit der Verschärfung der Homosexuellenverfolgung durch die Nationalsozialisten wird Walter mehrfach verhaftet, schließlich zur Wehrmacht überstellt und an die Ostfront geschickt. Als „homosexueller Hangtäter“ wird er aus dem Militärdienst entlassen und versucht zu fliehen...Sein Stolperstein in der Linienstraße 223 erinnert heute an ein Leben zwischen Überlebenswillen, Verfolgung und dem Wunsch nach Liebe.

    Shownotes – Folge 8: Walter Boldt

    In der achten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir die Geschichte von Walter Boldt – einem Mann, der in den Wirren der Weimarer Republik und unter dem Terror des Nationalsozialismus versucht, ein Leben in Würde, Nähe und Freiheit zu führen. Sein Schicksal steht stellvertretend für viele homosexuelle Männer, die in dieser Zeit ausgegrenzt, kriminalisiert und ermordet wurden.

    Weitere Informationen und verwendete Quellen:

    • Weimarer Republik – bpb
    • Währungsreform 1923 – Learnattack
    • Dawesplan – Learnattack
    • Weltwirtschaftskrise – Learnattack
    • Zentralmarkthalle Berlin – Veikkos Archiv
    • Fort Zinna Torgau – Stiftung Sächsische Gedenkstätten
    • KZ-Außenlager Wolfen – herbert-naumann.de

    Weitere Quellen & Kontexte:

    • „Das andere Berlin“ – Robert Beachy, Kapitel 7: „Sextourismus und männliche Prostitution im Berlin der Weimarer Zeit“
    • Klaus Mann: Der Wendepunkt
    • Zitat der Autorin Djuna Barnes aus ihrem Berlinbesuch 1921
    • Texte & Recherchen der Initiative Stolpersteine Berlin
    • Historische Aussagen von Christopher Isherwood & Jean Renoir zur queeren Subkultur im Berlin der 1920er/30er

    Begleitmaterial zur Folge:

    Auf Instagram findet ihr begleitende Bilder, Zitate und Zusatzinfos zur Folge unter:
    @stolpersteineberlin.podcast

    Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt.

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    19 min
  • Folge 7: Karl Giese

    Karl Giese war Bibliothekar, Aktivist, Archivar – und der langjährige Lebensgefährte von Magnus Hirschfeld, Gründer des weltberühmten Instituts für Sexualwissenschaft. In dieser ersten Folge der zweiten Staffel von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir von seinem Leben an der Seite Hirschfelds, von der queeren Aufbruchsstimmung der Weimarer Republik, von Verfolgung, Exil und dem Versuch, Forschung und Erinnerung zu bewahren.

    Wir sprechen über Gieses Rolle im Institut, seine Begegnungen mit Christopher Isherwood, die Dreiecksbeziehung mit Tao Li, den Verlust seiner Heimat – und darüber, wie er selbst daran zerbrach. Eine Folge über Treue, Mut, und das, was bleibt.

    📍Sein Stolperstein liegt in der John-Foster-Dulles-Allee 10, Berlin-Tiergarten – direkt vor dem heutigen Haus der Kulturen der Welt.


    Shownotes:

      Bücher: Jens Dobler (Hrsg.): Von anderen Ufern. Geschichte der Lesben und Schwulen in Kreuzberg und Friedrichshain
      Volkmar Sigusch, Günter Grau (Hg.): Personenlexikon der Sexualforschung, Campus 2009, S. 288
      Manfred Herzer: Magnus Hirschfeld. Leben und Werk eines jüdischen, schwulen und sozialistischen Sexologen, Frankfurt/New York 1992, S. 147
      Robert Beachy: Das andere Berlin
      Raimund Wolfert: Charlotte Charlaque. Transfrau, Laienschauspielerin, „Königin der Brooklyn Heights Promenade“, Hentrich & Hentrich, Berlin 2021, ISBN 978-3-95565-475-7, S. 78–79
      Christopher Isherwood: Christopher and His Kind, Methuen Publishing Ltd, 1976

      Historische Dokumente und Online-Ressourcen:
      Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft: Karl Giese
      Stolpersteine Berlin: Karl Giese
      Magnus-Hirschfeld-Stiftung: Stolperstein Karl Giese
      Projektseite: Plünderung des Instituts
      Deutschlandfunk: Sexualwissenschaft und Bücherverbrennung
      bpb: Bücherverbrennungen 1933
      Berlin.de: Bebelplatz
      Spektrum.de: Die erste Transgender-Klinik
      Xtra Magazine: The Mystery of Li Shiu Tong
      Queer-Lexikon: Anders als die Andern
      Wikipedia: Anders als die Andern
      Stiftung Denkmal: Mahnmal zur Bücherverbrennung

    Begleitmaterial auf Instagram:
    Auf Instagram findet ihr begleitende Bilder, Zitate und Zusatzinfos zur Folge unter: @stolpersteineberlin.podcast

    40 min
  • Folge 6: Albrecht von Krosigk

    In der sechsten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir die bewegende und widersprüchliche Geschichte von Albrecht von Krosigk. Er wächst in einer adligen Militärsfamilie auf und tritt zunächst in die Fußstapfen seiner Vorfahren. Nach dem Ersten Weltkrieg schließt er sich der Polizei an und gerät dadurch in die Kreise der Schwarzen Reichswehr - einer geheimen paramilitärischen Organisation, die gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrags verstößt. Doch Albrecht löst sich davon und gerät in die pulsierende, aber gefährliche Unterwelt der Weimarer Republik.

    Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird er wegen seiner Homosexualität verfolgt, mehrfach verhaftet und ins KZ Fuhlsbüttel gebracht. Später hilft er trotz des hohen Risikos seinem jüdischen Freund Nissim Zacouto – ein mutiger Akt, der sein Schicksal endgültig besiegelt. Nach mehreren Haftstrafen wird Albrecht in die NS-Psychiatrie eingewiesen und schließlich in die Tötungsanstalt Bernburg verlegt.

    Sein Stolperstein in der Motzstraße 9 erinnert heute an ein Leben voller Brüche, an Widerstand und Verfolgung.

    StolpersteineBerlin #Erinnerungskultur #QueerHistory #NSVerfolgung #LGBTQPodcast #GegenDasVergessen #BerlinGeschichte #PodcastEmpfehlung #GeschichtenDieBewegen

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    Quellen zu Folge 6 – Albrecht von Krosigk

    Für diese Folge haben wir intensiv recherchiert, um Albrechts Leben und die historischen Hintergründe der NS-Zeit detailliert darzustellen. Hier findet ihr alle Quellen, die uns bei der Erstellung dieser Folge unterstützt haben:

    • Allgemeine Informationen und biografische Kontexte:
    • Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin: Stolperstein für Albrecht von Krosigk
      Deutsche Digitale Bibliothek: Motzstraße 9, Berlin-Schöneberg
      DHM: Biografie von Johann Ludwig Graf von Schwerin von Krosigk
      Hentrich & Hentrich Verlag: Buch über Nissim Zacouto
    • Schwarze Reichswehr und politische Netzwerke:
    • Bundesarchiv: Dokumente zur Schwarzen Reichswehr
      DHM LeMO: Schwarze Reichswehr
      Spiegel Geschichte: Walter Stennes – SA-Führer und Spion für Stalin
      Bernhard Sauer: Marsch auf Berlin – Putschpläne gegen die Republik
      DHM LeMO: Paramilitärische Verbände in der Weimarer Republik
      Historisches Lexikon Bayerns: Die Schwarze Reichswehr
      bpb: Walter Stennes und die SA-Krise
      DIE ZEIT: Zwischen Republik und Diktatur
    • Versailler Vertrag und militärische Folgen:
    • Deutscher Bundestag: Die Bedeutung des Versailler Vertrags
      Süddeutsche Zeitung: Wie der Versailler Vertrag das Militär prägte
    • Haft, Zwangspsychiatrie und Euthanasie:
    • KZ-Gedenkstätte Neuengamme: KZ Fuhlsbüttel
      Hamburg.de: Gedenkstätte Fuhlsbüttel
      Gedenkstätten Hamburg: KZ und Strafanstalten Fuhlsbüttel
      Landesdenkmalamt Berlin: Anstalt Herzberge
      Gedenkstätte Bernburg
      bpb: Erklärung zum Begriff „Euthanasie“

    Begleitmaterial auf Instagram:
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    16 min
  • Folge 5: Herbert Heuer

    In der fünften Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller tauchen wir in das Leben von Herbert Heuer ein. Herbert wächst als talentierter Schüler in Berlin-Kreuzberg auf und brilliert später als engagierter Lehrer, der von seinen Schülern verehrt wird. Doch die Verfolgung aufgrund seiner Homosexualität zwingt ihn zu ständigen Ortswechseln und einem Leben in Isolation.


    Diese Episode führt uns von Herberts Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg bis zu den Schrecken seiner letzten Jahre im Zuchthaus Bernau und Luckau.


    Quellen zu Folge 5 – Herbert Heuer

    Für diese Folge haben wir intensiv recherchiert, um Herberts Leben und die historischen Hintergründe der NS-Zeit detailreich darzustellen. Hier findet ihr alle Quellen, die uns bei der Erstellung dieser Folge unterstützt haben:

    • Bücher:
    • Jens Dobler (Hrsg.): Von anderen Ufern. Geschichte der Lesben und Schwulen in Kreuzberg und Friedrichshain
    • Historische Dokumente und Online-Ressourcen:
    • Deutschlandfunk: Humboldt-Uni benennt sich nach Humboldt-Brüdern (08.02.1949)
      Deutsche Digitale Bibliothek: Historische Ressourcen
      Humboldt-Universität: Abriss ihrer Geschichte
      Leibniz-Gymnasium Berlin: Geschichte der Schule
      Denkmaldatenbank Berlin: Leibniz-Gymnasium
    • Militärische und historische Kontexte:
    • BMVG: Erklärung zum Eisernen Kreuz
      Süddeutsche Zeitung: „Leutnantdienst tun heißt: seinen Leuten vorsterben“
      Frank Bührmann-Peters: Ziviler Strafvollzug für die Wehrmacht – Militärgerichtlich Verurteilte in den Emslandlagern 1939–1945, Dissertation, Osnabrück 2003
    • Strafanstalt Bernau:
    • Süddeutsche Zeitung: Kritik an Haftanstalt Bernau
      Beck.de: Foltervorwürfe in Bernau
      GG/BO: Kritik an menschenverachtenden Verhältnissen in Bernau
      Roderick Miller: Bernau Prison and Prison Labour Camp, frankfallaarchive.org
    • Zuchthaus Luckau:
    • BLHA: Detail zu Luckau
      Museum Digital: Luckau
      Philipp-Schaeffer-Bibliothek: Zuchthaus Luckau
      Niederlausitzmuseum Luckau
    • Weitere historische Quellen:
    • Denkmaldatenbank Berlin: Hoch- und U-Bahnhof Kottbusser Tor
      Berliner Straßenverzeichnis


    Auf Instagram findet ihr begleitende Bilder, Zitate und Zusatzinfos zur Folge unter: ⁠@stolpersteineberlin.podcast

    21 min
  • Folge 4: Paul Küster & Walter Boldes

    In der vierten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir die bewegende Geschichte von Walter Louis Boldes und Paul Wilhelm Helmut Küster, einem Liebespaar, das in der NS-Zeit zueinanderfand.

    Walter, ein Kaufmann aus Breslau, und Paul, ein junger Berliner mit schwieriger Vergangenheit, begegnen sich 1940 in einer Kneipe am Alexanderplatz. Ihre Beziehung schenkt ihnen kurze Momente des Glücks inmitten der Verfolgung homosexueller Männer durch die Nationalsozialisten. Sie schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft und träumen von einem Leben in Sicherheit.

    Doch ihre Liebe steht unter dem Schatten der NS-Verfolgung: Die Behörden greifen mit brutalen Mitteln ein, und die beiden Männer werden getrennt.

    Quellen zu Folge 4 – Walter Louis Boldes und Paul Wilhelm Helmut Küster

    Für diese Folge haben wir intensiv recherchiert, um das Leben von Walter Boldes und Paul Küster sowie die historischen Hintergründe der NS-Zeit umfassend darzustellen. Hier findet ihr alle Quellen, die uns bei der Erstellung dieser Episode unterstützt haben:

    • Allgemeine Informationen zu Walter Boldes und Paul Küster:
    • Stolpersteine Berlin: Walter Boldes
      Stolpersteine Berlin: Paul Küster
      Gedenkstätte Plötzensee: Walter Boldes
      Gedenkstätte Stille Helden: Biografie von Walter Boldes
    • Scala Varieté-Theater:
    • The Brücke Museum: Scala Variety Theater
      Gedenktafeln in Berlin: Scala
      Berliner Morgenpost: Erinnerung an eine Weltbühne
      taz: Das demokratische Varieté
      DW: Berliner Scala – Gedenken ans Amüsemang
    • Nationalsozialistische Verfolgung und Konzentrationslager:
    • Monatsberichte der Abteilung VI des KZ Sachsenhausen, zitiert in: Stefan Hördler, Ordnung und Inferno. Das KZ-System im letzten Kriegsjahr, Göttingen 2015.
      THF Berlin: KZ Columbia
      Enthüllung eines neuen Erinnerungszeichens am KZ Columbia
      Vortrag von Dr. des. Karoline Georg: Häftlinge im KZ Columbia-Haus (Video)
      Guido Hartmann: Bericht in Columbia-Haus: Berliner Konzentrationslager 1933-1936, hrsg. von Kurt Schilde und Johannes Tuchel, Bezirksamt Tempelhof von Berlin, 1990.
      Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Häftlinge im Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus 1933 - 1936
      Gedenkstätte Brandenburg-Görden: Hinrichtungen
    • Weitere historische Hintergründe und Kontexte:
    • Jason Porter, University of Brighton, The Pink Triangle:The politics of forgetting and remembering the homosexual victims of Nazi persecution (Thesis)
      Queer in Europe during the Second World War, Council of Europe Publishing
      Schwules Museum: Ausstellung Lesbisch, Jüdisch, Schwul
    • Kulturelle Treffpunkte und Zeitzeugnisse:
    • Kulturring Berlin: Schwule und lesbische Treffpunkte
      klar-kommen.de: Materialien zur NS-Verfolgung


    Auf Instagram findet ihr begleitende Bilder, Zitate und Zusatzinfos zur Folge unter: ⁠@stolpersteineberlin.podcast

    22 min
  • Folge 3: Gustav Herzberg

    In der dritten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller widmen wir uns dem Leben von Gustav Herzberg, einem Mann, dessen Geschichte tief in den historischen und gesellschaftlichen Wirren des Nationalsozialismus verwurzelt ist.

    Gustav wächst in einer Gastronomiefamilie im Harz auf und lebt später in Bayern, wo er auf dem idyllischen Staubachhof eine scheinbar glückliche Zeit erlebt. Doch mit der Emigration des Besitzers und dem aufkommenden NS-Regime verändert sich Gustavs Lebenssituation. Wir folgen seiner Spur nach Berlin, wo er in der queeren Szene Anschluss sucht, bevor er 1941 wegen seiner Homosexualität verhaftet und in Lager wie Wuhlheide, Buchenwald und Ravensbrück deportiert wird.

    Diese Episode beleuchtet nicht nur Gustavs bewegtes Leben, sondern auch die brutalen Bedingungen der Arbeitserziehungslager und Konzentrationslager, die er durchlebte. Wir reflektieren über seine Verzweiflung, die in einem gescheiterten Fluchtversuch gipfelte, und über die systematische Verfolgung von homosexuellen Männern in der NS-Zeit.

    Gustavs Stolperstein in Berlin erinnert uns daran, dass hinter jedem Stein ein Schicksal steht, das nicht vergessen werden darf.

    Quellen zu Folge 3 – Gustav Herzberg

    Für diese Folge haben wir intensiv recherchiert, um Gustavs Geschichte und sein Leben in der NS-Zeit zu rekonstruieren. Hier findet ihr alle Quellen, die uns bei der Erstellung dieser Folge unterstützt haben:

    • Allgemeine Informationen zu Stolpersteinen und Gustav Herzberg:
    • Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin: Informationen zum Stolperstein für Gustav Herzberg
    • Historische Dokumente und Archive:
    • Arolsen Archives: Deportationsunterlagen und Dokumente aus den Konzentrationslagern
    • Schwul-lesbische Treffpunkte in Berlin:
    • Charlottenburg-Wilmersdorf
      Mitte
    • Stocknägel und Wandertradition:
    • Wikipedia: Stocknagel
    • Röhm-Putsch (30. Juni 1934):
    • Historisches Lexikon Bayerns: Röhm-Putsch
    • Vorname Alwinus:
    • Bedeutung des Vornamens Alwinus
    • Literatur:
    • Beachy, Robert – Das Andere Berlin: Die Erfindung der Homosexualität. Eine Deutsche Geschichte 1867-1933, Siedler Verlag, 2015.
    • Besonderer Dank:
    • Ein herzlicher Dank geht an Xenia Trost, die uns ihre umfangreiche Recherche, historische Fotos und persönliche Einsichten zur Verfügung gestellt hat und diese Folge durch ein Treffen bereichert hat.

    Auf Instagram findet ihr begleitende Bilder, Zitate und Zusatzinfos zur Folge unter: ⁠@stolpersteineberlin.podcast

    24 min
  • Folge 2: Richard Barnack

    In unserer zweiten Folge von Stolpersteine Berlin erzählen wir die Geschichte von Richard Barnack, einem talentierten Tänzer und Akrobaten, der in den 1920er-Jahren Berlins queere und künstlerische Szene prägte. Wir folgen seinem Leben von den glanzvollen Bühnen der Hauptstadt bis zu seinem tragischen Schicksal im KZ Sachsenhausen.Richards Stolperstein vor seiner letzten Wohnadresse in der Friesenstraße 18 in Kreuzberg erinnert an einen Mann, der trotz seiner Talente und seines Lebensmuts den grausamen Repressionen des NS-Regimes ausgesetzt war.Lasst uns gemeinsam die Geschichte hinter dem Stolperstein von Richard Barnack entdecken und in sein Leben in Berlin eintauchen.

    Quellen zu Folge 2 – Richard Barnack

    Für diese Folge haben wir umfangreich recherchiert, um Richards Geschichte und das queere Leben im Berlin der 1920er und 30er Jahre einzuordnen. Hier findet ihr die wichtigsten Quellen:

    • Allgemeine Informationen zu Stolpersteinen und Richard Barnack:
    • Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin: Stolperstein Richard Barnack
      Pfad der Erinnerung Berlin – Tafel 2
    • Historische Dokumente und Archive:
    • Landesarchiv Berlin – Personenstandsregister 1876–1945
      Arolsen Archives – Deportationsunterlagen und KZ-Dokumente
    • Tingel-Tangel-Theater und Friedrich Hollaender:
    • Theater Senftenberg: Tingel-Tangel-Revue
      Archive.org: Allez Hopp! Tingel-Tangel-Theater 1932
      Frederick Hollander Music: Biografie
    • NS-Verfolgung und KZ Sachsenhausen:
    • Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten: KZ Sachsenhausen
      Müller, Joachim & Sternweiler, Andreas: Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Männerschwarm Verlag, 2015
    • Markthallen in Berlin:
    • Markthalle Neun GmbH: Geschichte
      Marheineke Markthalle: Historie
    • Weitere Hintergründe:
    • Telefunken Electronics: Unternehmensgeschichte
      Günter Möschner: 5. August 1890 – Erster Berliner Arbeiterturnverein, in: Edition Luisenstadt, Berlinische Monatsschrift, Heft 8/1996

    📸 Ergänzende Bilder und Archivmaterial findet ihr wie immer auf unserem Instagram-Kanal:

    22 min
  • Folge 1: Hermann Holzheim

    In unserer ersten Folge von Stolpersteine Berlin – Geschichten verfolgter Homosexueller erzählen wir die bewegende Geschichte von Hermann Holzheim, einem schwulen, jüdischen Mann im Berlin der 1920er und 30er Jahre. Hermanns Stolperstein liegt in der Wolliner Straße 3 in Berlin-Mitte, und seine Geschichte zeigt das Leben in einer Stadt, die damals ein Sehnsuchtsort für queere und jüdische Menschen war – bis die Nationalsozialisten durch Verfolgung und Diskriminierung eine harte Wende herbeiführten.

    Wir tauchen ein in Hermanns Kindheit in Neustettin, den schwierigen Weg seiner Familie nach Berlin und die Hoffnungen, die sich dort für ihn und viele andere in der pulsierenden queeren Szene Berlins fanden. Erfahrt, warum Hermann trotz der Bedrohung durch das NS-Regime an seinem Leben in der Stadt festhält – bis er schließlich selbst Opfer der Verfolgung wird.

    Diese Folge beleuchtet Hermanns Geschichte im Kontext der antisemitischen und homophoben Verfolgung im Dritten Reich und erinnert an die vielen Opfer, die durch die Stolpersteine unvergessen bleiben.

    Quellen zu Folge 1 – Hermann Holzheim

    Für diese Folge haben wir umfangreich recherchiert, um Hermanns Geschichte und das queere Leben in Berlin historisch einzuordnen. Hier findet ihr alle Quellen, die uns bei der Recherche unterstützt haben:

    • Allgemeine Informationen und biografische Kontexte:
    • Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin: Stolperstein für Hermann Holzheim
      Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin: Stolperstein für Alfred Holzheim
      Anderes Berlin – Artikel über die „Synagoge Beth Zion“
      Verwaltungsgeschichte.de: Neustettin – Hermanns Heimatort
    • Homosexuellenverfolgung und §175:
    • Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Informationen zum §175
      VisitBerlin: Geschichte der Homosexualität in Berlin
      Beachy, Robert – Das Andere Berlin: Die Erfindung der Homosexualität. Eine Deutsche Geschichte 1867–1933, Siedler Verlag, 2015
    • Archive und Datenbanken:
    • Arolsen Archives – Deportationsunterlagen und Dokumente aus Konzentrationslagern
      Berliner Adressbücher 1910–1942
      Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern – Adressbuch Neustettin
      Jüdisches Adressbuch Berlin 1929
      Bundesstiftung Magnus Hirschfeld: Ausstellung „Gefährdet Leben“
    • Personenstandsregister und lokale Geschichte:
    • Landesarchiv Berlin – Personenstandsregister und historische Dokumente:

      • Personenstandsregister 1876–1945
      • Östliche preußische Provinzen, Polen, Personenstandsregister 1874–1945
      • Berlin, Heiratsregister 1874–1936
      • Berlin, Sterberegister 1874–1986
      • Deutschland, ausgewählte Geburten und Taufen 1558–1898

    Begleitmaterial auf Instagram:
    Auf Instagram findet ihr begleitende Bilder, Zitate und Zusatzinfos zur Folge unter: @stolpersteineberlin.podcast

    20 min

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In diesem Podcast erzählen wir die bewegenden und oft unbeachteten Geschichten homosexueller Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.