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Diesmal ist ein vertrauter und sehr geschätzter Gast erneut dabei: Siegfried Bockmann, Verkehrsexperte und Unfallforscher. Er bringt eine neue, umfassende Metastudie mit – zum hoch diskutierten Thema Tempo 30.
Für die einen ist Tempo 30 ein Symbol vermeintlicher Bevormundung, für die anderen ein zentraler Baustein moderner Verkehrssicherheit. Doch was sagen die Daten wirklich? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Einzelstudien aus einzelnen Städten oft nur begrenzt aussagekräftig sind, was eine Metastudie leisten kann – und welche Effekte Tempo 30 tatsächlich hat: auf Unfallzahlen, die Schwere von Unfällen, Personenschäden, Verkehrsfluss und Umweltbelastung.
Außerdem diskutiert Béla Anda mit Siegfried Brockmann, wie ein belastbarer Modellversuch in Deutschland aussehen müsste – und warum es beim Thema Verkehr letztlich nicht um Ideologie, sondern um Fürsorge, Sicherheit und pragmatische Lösungen geht.
Warum eine neue Studie zu Tempo 30?
Metastudie: Was wurde ausgewertet?
Welche Effekte wurden betrachtet?
Durchschnittsgeschwindigkeit
Unfallhäufigkeit
Unfallschwere / Personenschäden (insbesondere schwere Verletzungen)
teils: Luftschadstoffe (u. a. NOx, Feinstaub), Lärm, Bürgerbefragungen
Zentrale Ergebnisse (Kernaussagen aus der Aggregation)
Unfälle und vor allem schwere Personenschäden gehen in den Studien, die das messen, deutlich zurück – in der Spitze bei schweren Personenschäden über 30 %.
Durchschnittsgeschwindigkeit ist als Kennzahl nur begrenzt aussagekräftig, u. a. weil Stausituationen (z. B. London) Effekte „verdecken“ können.
Bockmann betont zusätzlich die Bedeutung von Geschwindigkeitsspitzen (Peaks) – sie wurden selten direkt gemessen, sind aber für Risiko und Sanktionierung relevant.
Verkehrsfluss und Reisezeiten: Entwarnung
Tempo 30 in Deutschland: Warum Modellversuche jetzt realistischer sind
Regel-Ausnahme-Umkehr: 30 als Standard, 50 als Ausnahme?
Warum Tempo zählt: Physik & Reaktionsweg
Kinder, Laufräder und unterschätzte Risiken
Perspektive Rettungsdienst
Takeaways
Tempo 30 ist in der Gesamtbetrachtung kein „Symbolthema“, sondern eine Maßnahme mit messbaren Sicherheitsgewinnen.
Für die politische Debatte in Deutschland wäre ein gut kontrollierter, polizeilich begleiteter Modellversuch zentral.
Verkehrssicherheit ist keine Frage individueller Freiheit, sondern auch staatlicher Fürsorgepflicht.
By ABC CommunicationDiesmal ist ein vertrauter und sehr geschätzter Gast erneut dabei: Siegfried Bockmann, Verkehrsexperte und Unfallforscher. Er bringt eine neue, umfassende Metastudie mit – zum hoch diskutierten Thema Tempo 30.
Für die einen ist Tempo 30 ein Symbol vermeintlicher Bevormundung, für die anderen ein zentraler Baustein moderner Verkehrssicherheit. Doch was sagen die Daten wirklich? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Einzelstudien aus einzelnen Städten oft nur begrenzt aussagekräftig sind, was eine Metastudie leisten kann – und welche Effekte Tempo 30 tatsächlich hat: auf Unfallzahlen, die Schwere von Unfällen, Personenschäden, Verkehrsfluss und Umweltbelastung.
Außerdem diskutiert Béla Anda mit Siegfried Brockmann, wie ein belastbarer Modellversuch in Deutschland aussehen müsste – und warum es beim Thema Verkehr letztlich nicht um Ideologie, sondern um Fürsorge, Sicherheit und pragmatische Lösungen geht.
Warum eine neue Studie zu Tempo 30?
Metastudie: Was wurde ausgewertet?
Welche Effekte wurden betrachtet?
Durchschnittsgeschwindigkeit
Unfallhäufigkeit
Unfallschwere / Personenschäden (insbesondere schwere Verletzungen)
teils: Luftschadstoffe (u. a. NOx, Feinstaub), Lärm, Bürgerbefragungen
Zentrale Ergebnisse (Kernaussagen aus der Aggregation)
Unfälle und vor allem schwere Personenschäden gehen in den Studien, die das messen, deutlich zurück – in der Spitze bei schweren Personenschäden über 30 %.
Durchschnittsgeschwindigkeit ist als Kennzahl nur begrenzt aussagekräftig, u. a. weil Stausituationen (z. B. London) Effekte „verdecken“ können.
Bockmann betont zusätzlich die Bedeutung von Geschwindigkeitsspitzen (Peaks) – sie wurden selten direkt gemessen, sind aber für Risiko und Sanktionierung relevant.
Verkehrsfluss und Reisezeiten: Entwarnung
Tempo 30 in Deutschland: Warum Modellversuche jetzt realistischer sind
Regel-Ausnahme-Umkehr: 30 als Standard, 50 als Ausnahme?
Warum Tempo zählt: Physik & Reaktionsweg
Kinder, Laufräder und unterschätzte Risiken
Perspektive Rettungsdienst
Takeaways
Tempo 30 ist in der Gesamtbetrachtung kein „Symbolthema“, sondern eine Maßnahme mit messbaren Sicherheitsgewinnen.
Für die politische Debatte in Deutschland wäre ein gut kontrollierter, polizeilich begleiteter Modellversuch zentral.
Verkehrssicherheit ist keine Frage individueller Freiheit, sondern auch staatlicher Fürsorgepflicht.