
Sign up to save your podcasts
Or


Wenn Produzenten aus ihrem üblichen Kontext ausbrechen wollen um eine andere Seite von sich zu zeigen, dann scheitern viele. Nicht der Niederländer Joris Feiertag. Bekannt für seine clubtauglichen Solo-Produktionen, begibt er sich mit dem Projekt Alexander IV in einen eher introspektiven und cineastischen Raum, in dem er Live-Musikalität, Samples und eine tiefe Liebe zu Soul und Jazz verbindet. Der Multiinstrumentalist öffnet mit seinem Debütalbum Alchemist ein neues Kapitel.
Der Opener „Touch of Gold“ setzt gleich ein Statement. Jazzige Eleganz trifft auf einen tighten Hip-Hop Switch. Danach geht’s weiter durch nächtliche Soundscapes: „All I Have to Say“ liefert eine starke Late-Night-Energie, während „Palau“ und „La Vie“ tief in dubbige, trip-hopige Gefilde eintauchen und „La Parisienne“ die Frauen der französischen Hauptstadt mit einer lässig funkigen Eleganz auf ein Podest hebt.
Auf 13 Tracks entfaltet sich ein warmes, detailverliebtes Klanguniversum zwischen dusty Breakbeats, analogen Texturen und organischer Instrumentierung. Hier trifft crate-digger Ästhetik auf cineastische Tiefe. Auch die Vocal-Features setzen Highlights: Cézanne auf „This Won’t Do“, Oli Hannaford mit soulful Vibes auf „Time of Day“ und Pete Josef auf dem Afrobeat-inspirierten „Long Way from Home“. Ein besonderer Moment: Spoken-Word-Ikone Ursula Rucker auf „Now, Pause…“, ein Track zum Innehalten.
"Alchemist" ist kein lautes Debüt, und genau darin liegt seine Stärke. Es entfaltet sich langsam und wirkt dabei umso nachhaltiger. Ein Album für späte Stunden, offene Fenster und gute Anlagen. Alexander IV, "Alchemist", ist auf Sonar Kollektiv erschienen.
Anspieltipps der Musikredaktion:
By Radio SuperflyWenn Produzenten aus ihrem üblichen Kontext ausbrechen wollen um eine andere Seite von sich zu zeigen, dann scheitern viele. Nicht der Niederländer Joris Feiertag. Bekannt für seine clubtauglichen Solo-Produktionen, begibt er sich mit dem Projekt Alexander IV in einen eher introspektiven und cineastischen Raum, in dem er Live-Musikalität, Samples und eine tiefe Liebe zu Soul und Jazz verbindet. Der Multiinstrumentalist öffnet mit seinem Debütalbum Alchemist ein neues Kapitel.
Der Opener „Touch of Gold“ setzt gleich ein Statement. Jazzige Eleganz trifft auf einen tighten Hip-Hop Switch. Danach geht’s weiter durch nächtliche Soundscapes: „All I Have to Say“ liefert eine starke Late-Night-Energie, während „Palau“ und „La Vie“ tief in dubbige, trip-hopige Gefilde eintauchen und „La Parisienne“ die Frauen der französischen Hauptstadt mit einer lässig funkigen Eleganz auf ein Podest hebt.
Auf 13 Tracks entfaltet sich ein warmes, detailverliebtes Klanguniversum zwischen dusty Breakbeats, analogen Texturen und organischer Instrumentierung. Hier trifft crate-digger Ästhetik auf cineastische Tiefe. Auch die Vocal-Features setzen Highlights: Cézanne auf „This Won’t Do“, Oli Hannaford mit soulful Vibes auf „Time of Day“ und Pete Josef auf dem Afrobeat-inspirierten „Long Way from Home“. Ein besonderer Moment: Spoken-Word-Ikone Ursula Rucker auf „Now, Pause…“, ein Track zum Innehalten.
"Alchemist" ist kein lautes Debüt, und genau darin liegt seine Stärke. Es entfaltet sich langsam und wirkt dabei umso nachhaltiger. Ein Album für späte Stunden, offene Fenster und gute Anlagen. Alexander IV, "Alchemist", ist auf Sonar Kollektiv erschienen.
Anspieltipps der Musikredaktion:

5 Listeners