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Louis kommt aus Wellington in Neuseeland und hat sich für die Platte in sein Homestudio in Titahi Bay verzogen, direkt am Meer. Zwei Jahre lang, alles selbst geschrieben, arrangiert und produziert, so allein hat er das vorher eigentlich noch nie gemacht. Zwischendurch hat er auch noch selbst renoviert ...Sägespäne hört man nicht, dafür die Siebziger. Curtis Mayfield, Al Green und Gil Scott-Heron nennt Baker als Vorbilder. Das Ganze klingt, als hätte man ein altes Band gefunden und es erstmal in der Sonne Neuseelands reifen lassen.
Hinter “Trouble“ stecken zwei bewegte Lebensjahre. Baker war mit Fat Freddy’s Drop auf Tour, musste sich von Freund*innen verabschieden und hat Gewohnheiten verändert, um im Endeffekt ein gesünderes Leben zu führen. In Interviews beschreibt er das Album passend als Momentaufnahme seines Lebens in den Dreißigern. Trauer, Zusammenhalt und die Frage, wie man eigentlich mit sich selbst umgeht, finden hier ihren Platz.
Früher sei er bei gemeinsamen Aufnahmen oft zu perfektionistisch gewesen, inzwischen vertraut er stärker seinem Gefühl. Das passt zu einer Platte, die bei aller Sorgfalt so angenehm entspannt klingt. Man hört gerne genauer hin und lässt sich genauso gerne einfach mitziehen. Louis Baker mit “Trouble“ deswegen unser Album der Woche.
Anspieltipps:
Im Gespräch erklärt Elke Müller, warum es Marienkron darum geht, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur zu vermitteln, sondern für die Gäste unmittelbar erleb- und im Alltag nutzbar zu machen. Das Interview gibt damit auch Einblicke in die Frage, wie sich Gesundheitsurlaub verändert, weg von der klassischen Kur, hin zu einem zeitgemäßen Verständnis von Prävention, bewusster Lebensweise und langfristiger Lebensqualität.
Entstanden ist die Platte gemeinsam mit Josh Lloyd-Watson und Lydia Kitto von Jungle. Die drei trafen in Kopenhagen aufeinander und merkten schnell, dass das musikalisch äußerst gut funktioniert. Statt Songs ewig zu zerdenken, arbeiteten sie aus dem Moment heraus. Ein Groove, eine Idee, eine Melodie und am Ende jedes gemeinsamen Studiotages sollte ein fertiger Track stehen.
Die zwölf Songs leben von der Bewegung. Sei es Afrobeat der auf brasilianische und lateinamerikanische Rhythmen trifft, oder Soul mit R&B und Disco mit warmen elektronischen Sounds verschmilzt. Mit dabei ist auch Bass-Legende Pino Palladino. Über allem liegt natürlich die unverkennbare, samtige Stimme von Leon Bridges.
Leon Bridges geht es nicht darum, schlechte Tage einfach wegzulächeln. Glück ist für Bridges nichts, dem man ständig hinterherlaufen muss. Gerade wenn die Welt einfach zu überwältigend wirkt, möchte er mit seiner Musik ein bisschen Licht hineinbringen. Sein neuestes Album „Happiness Anytime“ ist sein musikalischer Versuch dafür.
Anspieltipps:
Im Interview spricht Jasmine Myra über ihren musikalischen Werdegang, die Suche nach dem eigenen Sound und darüber, was es bedeutet, als junge Musikerin in der heutigen Jazzszene seinen eigenen Weg zu gehen. Dabei geht es auch um Inspiration, Zusammenarbeit und die Frage, wie viel Raum Musik braucht, um sich wirklich entfalten zu können.
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