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Musikalisch ist das Album dabei weitgehend eine Solosache. Benny Sings hat einen Großteil der Songs in seinem eigenen Home-Studio aufgenommen. Nach dem 2023 erschienenen Album „Young Hearts“, das gemeinsam mit Kenny Beats entstand, wirkt „22 Durnham Dew“ dadurch persönlicher und unmittelbarer.
Ganz allein bleibt Benny allerdings nicht. Mit dabei sind unter anderem Baby Rose, Elijah Fox, Tune-Yards und Ana Tijoux. Besonders familiär wird es beim Titelsong: Dort ist auch seine Tochter zu hören. Seine Frau ist wiederum auf „You Love Me“ und im dazugehörigen Video vertreten.
„22 Durnham Dew“ ist damit weniger ein Album über die große weite Welt als über das, was direkt vor der eigenen Haustür passiert. Über Familie, Alltag und die Frage, wie sich das eigene Leben verändert, wenn man plötzlich nicht mehr nur Musiker ist, sondern eben auch Partner, Vater, Hausbesitzer und jemand, der noch immer mitten in der Renovierung steckt.
Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Schlagwort. Sie stellt Unternehmen vor die Frage, wie Produkte entstehen, welche Ressourcen dafür benötigt werden und welche Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette übernommen wird. Besonders die Modebranche steht dabei im Fokus. Ein Unternehmen, das sich seit Jahren mit diesen Fragen auseinandersetzt, ist ARMEDANGELS. Die deutsche Modemarke verfolgt den Anspruch, Kleidung unter möglichst sozial und ökologisch verantwortungsvollen Bedingungen herzustellen und damit zu zeigen, dass Mode und Nachhaltigkeit zusammengedacht werden können. Wir wollten das hinterfragen und mehr dazu wissen. Hört rein!
Coltrane starb 1967, mit gerade einmal 40 Jahren. Seine Lebenszeit war kurz. Seine musikalische Zeitrechnung nicht. Denn 100 Jahre nach seiner Geburt ist John Coltrane noch immer kein Musiker, den man einfach „abschließt“. Vielleicht ist das die schönste Vorstellung für einen imaginären 100. Geburtstag: Coltrane sitzt nicht irgendwo am Ende der Jazzgeschichte. Er spielt noch immer. Und wir hören noch immer hin!
Hier treffen unterschiedliche Biografien, Sprachen, Lebensrealitäten und Vorstellungen davon aufeinander, wie eine Stadt funktionieren sollte. Nicht immer harmonisch. Aber Gemeinschaft ist schließlich auch nicht das Ergebnis davon, dass alle plötzlich derselben Meinung sind. Sie beginnt dort, wo Menschen einander überhaupt begegnen. Genau an diesem Punkt setzt Favorite Fall an. Von 21. bis 27. September wird Favoriten eine Woche lang selbst zur Bühne. Musik, Kunst, Theater, Diskussionen und Performances ziehen dabei nicht bloß in klassische Kulturräume ein, sondern an unterschiedlichste Orte im Bezirk. Dorthin, wo das tägliche Leben stattfindet und Kultur nicht erst feierlich eröffnet werden muss, weil sie längst da ist. Hier geht's zum Programm!
Das diesjährige Motto „How to unite in dividing times“ klingt zunächst nach einer jener Fragen, auf die Gegenwartskongresse gerne sehr lange Antworten geben. Tatsächlich ist der Gedanke dahinter ziemlich konkret: Was kann Kultur leisten, wenn gesellschaftliche Gräben größer werden? Kann sie Menschen verbinden, ohne Unterschiede glattzubügeln?
Die einfachste Möglichkeit, sich selbst ein Bild davon zu machen: hinfahren. Vielleicht nicht, um Favoriten anschließend schönzureden. Aber zumindest, um genauer hingesehen zu haben.
Hinter dem Titel steckt mehr. Für Frontman und Drummer Femi Koleoso steckt darin eine Frage: Warum klingt so viel schwarze Musik, die aus Schmerz entstanden ist, trotzdem so voller Freude? Seine Antwort lautet: Hoffnung. Sie wollen nicht so tun, als wäre immer alles gut, sondern anerkennen, dass zwischen Schmerz und Freude etwas liegt, das einen weitermachen lässt.
Dafür haben Ezra Collective das Album wie eine musikalische Reise durch all ihre kulturellen Einflüsse aufgebaut. Dazu kommen Features wie der britisch-gambische Rapper Pa Salieu, die jamaikanische Sängerin Lila Iké oder Leona Lewis. Am Ende sind aus der musikalischen Reise 17 Tracks entstanden.
Das Album “Here Because Of Hope” sieht die Hoffnung nicht als kitschiges Happy End, sondern mehr als Haltung. Veränderung und Hoffnung entstehen dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenkommen und gemeinsam etwas Neues erschaffen. So wie Ezra Collective eben auch selbst damals zur Band wurde.
Anspieltipps der Musikredaktion:
Bevor Leon Bridges zum Soul-Star wurde, war er Tänzer. An der Uni beschäftigt sich Bridges zunächst mit Tanz, von Hip-Hop über Ballett bis Jazz. Dann kommt die Gitarre dazu. Ein paar einfache Akkorde, eigene Texte und irgendwann die ersten Open-Mic-Abende. Damals nennt er sich noch „Lost Child“. 2010 schmeißt Bridges das College, um seine Mutter zu unterstützen. Er arbeitet als Service-Kraft in Restaurants und spielt nebenbei weiter seine Songs. Einer davon heißt „River“. Ein anderer, „Lisa Sawyer“, ist seiner Mutter gewidmet und wird zum frühen Schlüssel für seinen Sound.
Dann geht plötzlich alles schnell: Austin Jenkins und Joshua Block von White Denim hören Bridges, produzieren mit ihm erste Aufnahmen auf Vintage-Equipment und 2014 landet „Coming Home“ auf SoundCloud. Kurz darauf Columbia Records. Der Rest klingt fast zu perfekt: Debütalbum, Grammy-Nominierung, Auftritte bei SNL und im Weißen Haus. Doch Bridges bleibt nicht im Retro-Soul stehen. Und genau da liegt vielleicht sein größtes Talent: Leon Bridges bewahrt seine Wurzeln, ohne darin stecken zu bleiben.
Sammy Lorenz für Radio Superfly
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