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Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Time 2 Stop Worrying (Bout the Weird Stuff)
Artist: Ida Nielsen
Label: Marmelade Productions
Ein eingängiger Groove steht und fällt mit der richtigen Bassline. Ida Nielsen ist er sogar noch wichtiger – gerade zu heilig. Dabei vertraut sie stets auf den eigens für sie angefertigten Sandberg California TM4 Signature Bass.
Nielsen’s Karriere verlief relativ normal – wäre da nicht ein Ausnahmekünstler namens Prince gewesen, der sie 2010 nach einem Vorspiel für sich verpflichtete. Bis zu seinem Tod entlockte Ida in des Meisters Bands “The New Power Generation” und “3rdeyegirl” ihrem Instrument funkige Töne und stieg schlussendlich in den Bass Olymp auf.
Auch in “Time 2 Stop Worrying (Bout The Weird Stuff)” ist der Einfluss von Prince nicht zu überhören. Zu subtil für eine Hommage – zu ähnlich um es zu leugnen. Aber wer würde so einen Mentor auch leugnen wollen? Und dennoch: Ida Nielsen ist nicht nur die Bassistin von Prince. Sie liefert ihren eigenen energiegeladenen Oldschool Funk mit guten Vibes, Nusoul und etwas HipHop.
Wie fingerfertig Ida Nielsen ist, zeigt sie auf ihrem zweiten Longplayer, den sie im Rahmen des Jazzfest Wiesen präsentieren wird. Erschienen auf Marmelade Productions.
Musikredaktion
(superfly.fm)
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Happier Than Ever
Artist: Billie Eilish
Label: Interscope Records
Sie stieg in kürzester Zeit vom Selfmade Artist zum weltweiten Pop-Phänomen auf. Billie Eilish ist mittlerweile 19 Jahre alt geworden und zeigt in ihrem 2. Album “Happier Than Ever”, wie sie sich weiterentwickelt hat. Seit Anbeginn an ihrer Seite ist ihr Bruder und Produzent Finneas. Gemeinsam haben sie den unverwechselbaren Whispersound, für den Billie Eilish bekannt geworden ist, reifen lassen.
Der Öffnungstitel beschreibt sehr genau worum es ihr geht: “Getting Older”. Schonungslos ehrlich singt Billie Eilish über den rasanten Aufstieg zum Star und alle damit verbundenen Schrecken. Denn eines war sie immer schon: authentisch.
Die Realität eines Popstars ist von Natur aus meist so surreal, dass sie oft an Fantasie grenzt. Billie kam stets ohne rosarote Sonnenbrille aus. So thematisierte sie ihre psychische Gesundheit, ihr Suchtverhalten und Selbstverletzung. Wie “Happier Than Ever” vermuten lässt, sind die Songs voll von Eingeständnissen, einfach gesungen.
Stimmungstechnisch liegen zwischen ihrem Debüt “When We All Fall Asleep, Where Do We Go?” und ihrem aktuellen Album Welten. Es sind mehr sanfte Sounds, gespickt mit Jazz und Soul. Nicht nur Billie Eilish ist erwachsen geworden, sondern auch ihr Sound.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
(superfly.fm)
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: On My Way
Artist: Gwen McCrae
Label: Atlantic Records
Man muss kein wandelndes Musiklexikon sein, um Gwen McCrae zu kennen. Es reicht, Disco zu lieben oder Radio Superfly einzuschalten. Ihr Album „On My Way“, erschienen 1982, scheint trotzdem irgendwie in Vergessenheit geraten zu sein. Und das, obwohl ihr Hit „Keep The Fire Burning“ darauf ist.
Fest steht: ihr Feuer ist niemals erloschen. Ihr größter und gleichzeitig einziger Hit in den Popcharts war ihre Single „Rockin’ Chair“ von 1975. Es folgten weitere Songs, darunter auch Titel mit ihrem damaligen Ehemann George McCrae. Vergleichbare Erfolge blieben jedoch aus, die Ehe ging in die Brüche. Mit Hilfe des Labels Atlantic Records gelangen ihr Anfang der 80er Jahre dann doch noch weitere Hits. In diese Zeit fällt auch „On My Way“.
Man kennt Gwen Mc Craes Platten – und wir alle lieben sie. Maßgeblich verantwortlich für ihren Sound war Produzent Webster Lewis. Dieser arbeitete unter anderem auch mit Herbie Hancock und Barry White zusammen und hat auch den Superfly Modern Soul Klassiker „Give Me Some Emotions“ geschaffen.
Hier trifft geschmackvoller Südstaaten-Soul auf jede Menge Disco. Aus den glitzernden Hallen der Discoklassiker: „On My Way“ von Gwen McCrae.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
(superfly.fm)
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Private Space
Artist: Durand Jones & The Indications
Label: Dead Oceans
Back together aber trotzdem niemals weg vom Fenster. Nur ein Jahr, nachdem Schlagzeuger und Sänger Aaron Frazer mit seinem Debütalbum „Introducing...“ seinen Alleingang wagte, haben sich Durand Jones & The Indications an neue Songs gewagt. Welcome to the „Private Space“.
Ihr neuer von Discobeats getragener Sound trifft trotz vieler nostalgischer Klänge exakt den Zahn der Zeit - insbesonders „Witchoo“‘. Es ist diese spezielle Leichtfüßigkeit im Groove, die wackelnde Bassline sowie Aaron Frazers und Durand Jones' einnehmenden Gesangsharmonien. Ein Song voller Zuversicht, dass wir endlich bald wieder normal zusammenkommen.
Begeistert waren wir bereits von ihrem letzten Album „American Love Call“. „Private Space“ öffnet nun die Tür zu einer wesentlich breiteren Palette an Klängen: Synthetisch moderner Disco. Natürlich mit jeder Menge Streichern, wie könnte es anders sein.
Durand Jones & The Indications haben, wie so viele, das turbulente Jahr 2020 für einen kleinen Neuanstrich genutzt. Out now auf Dead Oceans in Zusammenarbeit mit Colemine Records.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
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