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Radio Superfly's Buchtipp
Titel: Jeder Mensch
Autor/in: Ferdinand von Schirach
Verlag: Luchterhand Verlag
Jeder Mensch hat das Recht …Mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789 in Frankreich wurden die Grundsteine für unsere moderne Gesellschaft gelegt, für unsere Freiheit und unsere unveräußerlichen Rechte. Das Erstaunliche an diesen Deklarationen ist, dass sie nicht die Wirklichkeit widerspiegelten. Die großen Manifeste der Menschheit verlangten eine Ordnung der Gesellschaft, die es noch nicht gab. Es waren Utopien.
Heute stehen wir vor ganz neuen Herausforderungen. Globalisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Klimawandel: Die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind, waren vor 200 Jahren noch nicht einmal vorstellbar. Wir brauchen deshalb neue, zusätzliche Menschenrechte.Heute müssen wir wieder über unsere Gesellschaft entscheiden – nicht wie sie ist, sondern so, wie wir sie uns wünschen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Ist das nicht die eigentliche Aufgabe unserer Zeit?
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Times
Artist: SG Lewis
Label: EMI Records
Eine der Superfly Neuentdeckungen hat nun endlich ihr Debütalbum veröffentlicht. SG Lewis mit „Times“.
Nach über einem Jahr geschlossener Clubs schafft der britische Musiker etwas, das in Zeiten von Lockdowns nicht nur Sehnsucht, sondern auch Hoffnung weckt. Die Lyrics von „Times“ bringen dies auf den Punkt: "There was harmony in the music, there was harmony in the behavior of the people, and we had a good time.“
Mit Lewis’ Sound ist man zuversichtlich: Die guten Zeiten kommen wieder, ganz bestimmt. Und mit der beeindruckenden Gästeliste an Kollaborateuren zieht sein Album direkt auf einen vollen, verschwitzten Dancefloor. Dort tummeln sich bekannte Gesichter: Rhye, Lucky Daye und Disco Legende Nile Rodgers. Schlussendlich macht SG Lewis aber mehr als reine Tanzmusik. Seine Skills und Liebe fürs Detail in der Produktion bringen Energie - und da könnte es durchaus passieren, dass die Küchenlampe zur Discokugel mutiert. "Times", erschienen auf EMI Records.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
(superfly.fm)
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Straight From The Decks, Vol. 2 (Guts Finest Selection From His Famous DJ Sets)
Artist: Various Artists (compiled by Guts)
Label: Heavenly Sweetness
Nicht das erste und bestimmt auch nicht das letzte Mal, dass Guts abliefert. Wir haben das typische MAMBO-Artwork entdeckt und sofort gewusst, wohin die Reise geht. "Straight From The Decks, Vol. 2 (Guts Finest Selection From His Famous DJ Sets).
Guts, DJ der alten Schule, weiß worum es geht. Es ist der Appetit auf das Graben, die Suche nach einer Neuheit oder einer vergessenen Rarität, die ein DJ-Set zu etwas Einzigartigem macht. Egal welcher Titel, welcher Stil und welche Herkunft - die Qualität der Musik liegt im Vordergrund. Seine Selection kann sich - wie zu erwarten - sehen bzw hören lassen. Afrotropical durch und durch hat Guts einige echte Raritäten auf seine Compilation gepackt. Tatsächlich sind exklusive Remixes sowie Titel, die bisher nur in ihren digitalen Formaten erhältlich waren, nun erstmals auf Vinyl gepresst.
Guts hat ein weiteres Mal seinen ausgeprägten Musikgeschmack und seine Liebe zum Diggen bewiesen. Was für eine Compilation!
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
AURELIO – Nando
PAT KALLA – Canette (Bosq Remix)
BANDE-GAMBAO - Pe Di Bissilon (Dam Swindle Remix)
VOILAAA - Limye-a (feat. David Walters, Lass, Pat Kalla)
PUPKULIES & REBECCA – Saude
THE DUTCH BENGLOS - Shabi Bi Di Do
(superfly.fm)
Radio Superfly's Buchtipp
Titel: Mein Leben sieht genauso aus wie ich
Autor/in: Katharina Manojlovic & Kerstin Putz
Verlag: Jung & Jung Verlag
Die Zwischenkriegszeit war in vielen Bereichen eine Zeit des Aufbruchs, der Neuerung,der Absage an überkommene Vorstellungen. Auch und vor allem, was die gesellschaftliche Rolle und das Selbstverständnis von Frauen betrifft.
Im Fokus dieses Bandes stehen Körperbilder und Geschlechterdiskurse in der Literatur österreichischer Autorinnen der Zwischenkriegszeit. Wie erscheint die »Neue Frau« in der Öffentlichkeit? Wie blicken Schriftstellerinnen auf die Inszenierung von Frauen in beruflichen Kontexten, in der Presse, in der Werbung, in der Unterhaltungsindustrie und im Film? Wie schlägt sich die Berufstätigkeit von Frauen, ihre wachsende wirtschaftliche, gesellschaftliche Autonomie und die daraus folgende Eroberung vormals männlich besetzter Räume in der Inszenierung weiblicher Körper nieder? Und wie reflektieren literarische Texte zeitgenössische Diskurse rund um Androgynität und das Überschreiten von Geschlechtergrenzen?
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: The Vision
Artist: The Vision
Label: Defected Records
Von London über Boston bis nach Ibiza und darüber hinaus – diese Platte macht selbst aus den größten Tanzmuffeln Tanzwütige. Weil wenn Ben Westbeech und Kon gemeinsame Sache machen, dann ist das Ergebnis stets fabelhafte Tanzmusik, irgendwo zwischen Klassik und Moderne. The Vision mit ihrem Debütalbum “The Vision”.
Seit ihrer ersten Kostprobe, einer White Label Maxi Single, die an bekannte DJs verteilt wurde, haben die beiden mit ihrem genreübergreifenden, multiinstrumentalen und ultramodernen Sound immer wieder neue Wellen geschlagen.
Singles wie "Heaven" und "Mountains", beide mit Andreya Triana, zeigten ihr Ethos, komplett eigene Musik zu produzieren: vom Songwriting über die Aufnahme von Live-Instrumenten bis hin zur akribischen Produktion. Ihr Rezept ist ein Mix aus Soul, Disco, House und Funk. Mit Gästen wie Roy Ayers, Andreya Triana, Honey Dijon, u.v.w. konnten sie verdienterweise einige A-List-Kollaborateurinnen für sich gewinnen.
Das Album “The Vision” präsentiert das breite Spektrum und die musikalischen Disziplinen, die Ben Westbeech und Kon beherrschen. Tanzflächenfreundliche Stücke voller Funk und Soul – The Vision lässt einfach nichts unversucht. Erschienen auf Defected Records.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
Wasting (feat. Ben Westbeech & Roy Ayers)
Satisfy (feat. Ben Westbeech, Honey Dijon & Andreya Triana)
Paradise (feat. Ben Westbeech)
Down (feat. Dames Brown)
Missing (feat. Andreya Triana & Ben Westbeech)
Heaven (feat. Andreya Triana)
(superfly.fm)
Radio Superfly's Album der Woche
Titel: Navegar
Artist: Joáo Selva
Label: Underdog Records
Joáo Selva hat sich vom tropisch warmen Wind treiben lassen und kehrt nun mit seinem zweiten Album zurück. Es ist ein Reisetagebuch durchzogen mit Funk, Jazz und Disco. “Navegar” von Joáo Selva.
Dieses überschwängliche Reisetagebuch des Botschafters der brasilianischen Musik in Frankreich hat etwas Nostalgisches an sich: Es ist süß und bitter zugleich. Das mag wohl am aktuellen Kontext zu Brasilien liegen: Angesichts der politischen und sozialen Lage seines Herkunftslandes setzt er auf eine Botschaft voller Resilienz und Toleranz. Er verliert die Hoffnung nicht aus den Augen.
In “Navegar” huldigt João Selva die Creole-Culture und den Tropicalismo. Dabei helfen ihm KünstlerInnen wie Flavia Coelho oder der Multiinstrumentalist Bruno Patchworks, die sich beide mit an Bord befinden.
Gerade in einer Zeit, in der Reisen fast paradox erscheint, ist “Navegar” Balsam für die Seele. João Selva nimmt einen auf eine Kreuzfahrt in die Karibik, Kapverden und Angola mit, folgt dabei den unwiderstehlichen Rhythmen von Forró, Kompa, Funaná oder Semba und bringt uns die kulturellen Bande zwischen diesen Orten näher. Erschienen auf Underdog Records.
Musikredaktion
Anspieltipps der Musikredaktion:
Navegar
Cadê Você
Meu Mano (feat. Flavia Coelho)
(superfly.fm)
Radio Superfly's Buchtipp
Titel: Der große Sommer
Autor/in: Ewald Arenz
Verlag: Dumont Verlag
Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim gestrengen Großvater muss er lernen.
Doch zum Glück gibt es Alma, Johann - und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt Ewald Arenz von den Momenten, die uns für immer verändern.
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