SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Mehr Schutz fürs Bundesverfassungsgericht geplant – aber warum?
    Die demokratischen Parteien in Deutschland wollen das Bundesverfassungsgericht besser schützen. Sie wollen verhindern, dass extremistische Parteien bei einem Machtgewinn die Justiz unter ihre Kontrolle bekommen. Laut Medienberichten gibt es jetzt einen ersten Arbeitsentwurf für ein Gesetz. Klaus Hempel aus der SWR-Redaktion "Recht & Justiz" hält das für einen guten Schritt. "Verfassungsrechtler diskutieren das schon seit Jahren. Man hat in Polen gesehen, wie schnell es passieren kann, dass die Unabhängigkeit eines Verfassungsgerichtes de facto beseitigt wird", so Hempel. Und in Deutschland könnte das zurzeit theoretisch auch recht schnell gehen. "Der Großteil zu dem Thema ist im Bundesverfassungsgerichts-Gesetz geregelt. Und das ist ein einfaches Gesetz, kann also auch mit einer einfachen Mehrheit außer Kraft gesetzt werden," sagt Hempel. Warum besonders die Wahlen von Richterinnen und Richtern geschützt werden müssen, erklärt Hempel im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier.
    6 min
  • Kino-Kritik: "Kleine schmutzige Briefe"
    Kleine Vorwarnung: In diesem Film wird geflucht was das Zeug hält. "Kleine schmutzige Briefe" kommt heute in die Kinos. Der Untertitel ist dabei bezeichnend: "Höflichkeit wird überbewertet". Ein Film über einen Nachbarschaftsstreit der etwas anderen Art und er basiert auf einer wahren Begebenheit. Filmkritikerin Anna Wollner findet den Film gut, aber sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch trotzdem: "Vielleicht muss man sich am Ende mal die Ohren auswaschen."
    4 min
  • Wer hilft den Soldaten im Krieg, Bischof Felmberg?
    Durch den Ukraine-Krieg hat sich vieles verändert, auch die Aufgaben der Bundeswehr. Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg sieht deshalb auch die Militärseelsorge vor neuen Herausforderungen. Sie müsse sich darauf vorbereiten, für einen "Großschadensfall" handlungsfähig zu sein. Für den Begriff "kriegstüchtig" zeigt er Verständnis, die Kirchen müssten sich aber auch dafür einsetzen, friedenstüchtig zu sein. Das Interview der Woche hat SWR-Redakteur Mark Kleber geführt.
    25 min
  • Der lange Schatten von Corona: Sind die Kirchen zu Ostern leer?
    Ostern ist vor allem für die christlichen Kirchen in Deutschland ein wichtiges Fest. Sie hoffen, dass an den Feiertagen viele Menschen in die Gottesdienste kommen. Aber auch noch vier Jahre nach der Corona-Pandemie sind die Erwartungen etwas gedämpft. Viele Kirchengemeinden haben nicht mehr den gleichen Zulauf wie vor der Pandemie. Das Corona-Virus hatte damals auch das spirituelle Leben lahmgelegt, sagt Christian Weisner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Weisner ist Mitglied im Bundesteam der Reformbewegung "Wir sind Kirche" und sagt: "Die Menschen mussten selber ihr Glaubensleben in die Hand nehmen." Welche Auswirkungen die Pandemie bis heute hat, erklärt er im Interview.
    6 min
  • Kabelfernsehen wird teurer – das ist der Grund
    Kabelfernsehen wird für einige Mieterinnen und Mieter bald teurer. Der Grund: ab Juli dürfen Vermieter die Kosten für das Kabelfernsehen nicht mehr über die Nebenkosten abrechnen, dieses sogenannte "Nebenkostenprivileg" wird abgeschafft. Wer bislang also Kabelfernsehen automatisch im Mietvertrag mit drin hatte, muss sich ab Juli selbst drum kümmern. Was sich jetzt genau für Mieterinnen und Mieter ändern und wann sie selbst aktiv werden müssen, erklärt Saidi Sulilatu, Chefredakteur des Geld-Ratgebers "Finanztip", im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    4 min
  • Mehr Cybermobbing gegen Kinder: "Gibt keine Pause mehr"
    Jedes sechste Schulkind in Europa wird Opfer von Cybermobbing – das zeigt ein neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO. Diese Zahlen bestätigen auch die Erfahrungen von Hannah Lichtenthäler, Fachreferentin für Medien und Digitales beim Kinderschutzbund. "Kinder bekommen immer früher Zugang zu internetfähigen Geräten und damit oft auch unbegrenzten und unbegleiteten Zugang zum Netz. Und genau dort potenziert sich die Gefahr von digitaler Gewalt, wie zum Beispiel Cybermobbing", so Lichtenthäler in SWR Aktuell. Das Schlimme sei: es gebe keine Pause mehr. "Die Mobber*innen können die Kinder rund um die Uhr erreichen", erklärt die Fachreferentin. Warum gerade auch KI ein großes Problem für Betroffene von Cybermobbing ist, bespricht Lichtenthäler im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    7 min
  • "Generation arbeitsunfähig": Kunden statt Arbeitnehmer?
    "Generation arbeitsunfähig" – so lautet der provokante Titel des neuen Buches von Rüdiger Maas. Er ist Psychologe, Philosoph und Generationenforscher und er sagt: es hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. "Das Schimpfen über die Jüngeren gab es zwar schon immer, aber jetzt werden die jüngeren Menschen viel ernster genommen, deshalb fallen uns manche Dinge mehr auf", so Maas in SWR Aktuell. Auch der Arbeitsmarkt habe sich verändert: "Die Babyboomer gehen in Rente, es rückt eine viel kleinere Generation nach. Die können sich den Arbeitsplatz jetzt aussuchen und machen das auch. Und wir biedern uns ihnen an. Dadurch wird diese Generation gar nicht mehr zum Arbeitnehmer, sondern eher zum Kunden." Die Schuld dafür sieht Maas auch bei den Arbeitgebern: "Arbeitgeber geben sich wahnsinnig Mühe, um junge Menschen zu kriegen. Aber: Wer eine Vier-Tage-Woche anbietet, muss sich nicht wundern, wenn er dann eine Person bekommt, die auch nur vier Tage arbeiten will. Das heißt: das, worüber jetzt viele Ältere schimpfen, haben sie mehr oder weniger mitproduziert." Wie der Arbeitsmarkt aus dieser Situation wieder rauskommen kann, erklärt Maas im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    6 min
  • Nach Katastrophe in Baltimore: Wie sicher sind deutsche Brücken?
    In der US-Stadt Baltimore hat es einen tödlichen Brückenunfall gegeben: ein Schiff ist gegen einen Brückenpfeiler gerammt und hat die Brücke damit zum Einsturz gebracht. Könnte das auch hier in Deutschland passieren? Der Brückenexperten Professor Manfred Curbach (Technischen Universität Dresden) ist zuversichtlich: "Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas in Deutschland passiert, ist nie Null – aber sie ist sehr, sehr gering." Man wisse aus statistischen Untersuchungen, dass es ungefähr bei zwei Millionen Schiffspassagen es zu einem Anprall komme, aber noch nie gab es deshalb in Deutschland Verletzte oder Tote. "In anderen Ländern sieht das anders: den wohl schlimmsten Unfall mit 176 Toten gab es 1983, als in Russland über der Wolga eine Brücke eingestürzt ist. Und genau solche Unfälle haben dazu geführt, dass man immer mehr Anprall-Schutzvorrichtungen gebaut hat", erklärt Curbach. Allerdings könnte auch das anprallende Boot selbst eine Gefahr darstellen – warum, erklärt der Brückenexperte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    5 min

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