SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Aus Twitter wird X – "Das Rebranding ist kommunikativ schlecht gemacht"
    Der Kurznachrichtendienst Twitter heißt jetzt X. Das ist eine weitere Entscheidung des skurrilen Multimilliardärs Elon Musk, der das Unternehmen Ende Oktober 2023 gekauft hat. Twittern für Kurznachrichten schreiben ist längst in den Sprachgebrauch übergegangen. Was bitte soll man jetzt sagen? Und auch sonst stellt sich die Frage, wie umgehen mit dem Kurznachrichtendienst X, der früher einmal Twitter hieß. Die Politikberaterin und SPD-Stadträtin Johannah Illgner aus Heidelberg sagte in SWR Aktuell, dass ein Verzicht aufs Twittern für sie trotzdem nicht in Frage käme: "Zu sagen – alle jetzt runter von der Plattform – die Haltung kann man haben. Aber das ist nicht meine Haltung." Denn das bedeute auch, sich von allen Informationen und Debatten abzuschneiden, die über diesen Kurznachrichtendienst geführt werden. Was die Politikberaterin darüber hinaus vom Twitter-Rebranding hält, darüber hat Johannah Illgner mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    6 min
  • Sorgen ums Kindeswohl: Hilft die Kindergrundsicherung?
    Im vergangenen Jahr sind bundesweit mehr als 62.000 Fälle von Kindeswohlgefährdung registriert worden – so viele wie noch nie zuvor.
    Von Kindeswohlgefährdung wird ausgegangen, wenn die Lebensumstände für einen jungen Menschen so schlecht sind, dass sie sich absehbar negativ auf die Entwicklung auswirken oder sogar das Leben massiv gefährden. Klaus Peter Lohest ist Vorsitzender des Kinderschutzbundes in Rheinland-Pfalz. Er sagte im SWR: "Es ist gut, dass die Öffentlichkeit aufmerksamer geworden ist. Dazu tragen Kinderschutzgesetze der Länder und des Bundes bei." Andererseits seien die Familien nach Corona, Ukraine-Krieg und Inflation erschöpft. Das alles sei mit großen Ängsten verbunden. "Und wir wissen, dass es immer dann auch zu Kinderschutzfällen kommen kann." Deshalb sei es wichtig, dass die Kindergrundsicherung umgesetzt wird. "Das wäre eine strukturelle Maßnahme gegen Kinderarmut", sagte Klaus Peter Lohest im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Ralph Hecht. "Es ist ein Drama, dass es in dieser Bundesregierung nicht gelingt, sich auf eine ordentliche Kindergrundsicherung zu verständigen, obwohl es so im Koalitionsvertrag steht." Die Kindergrundsicherung soll nach dem Entwurf des Bundesbildungsministeriums aus zwei Teilen bestehen. Aus einem fixen Grundbetrag und einem flexiblen Zusatzbetrag. Der Grundbetrag soll dabei mindestens dem aktuellen Kindergeld entsprechen. Das sind derzeit 250 Euro im Monat für jedes Kind.
    7 min
  • Katholischer Weltjugendtag in Lissabon: "Das Tollste ist das Gemeinschaftserlebnis"
    Portugals Hauptstadt Lissabon ist Gastgeber des Weltjugendtages der katholischen Kirche. Unter den hunderttausenden meist jungen Menschen, die das Event besuchen, ist auch Luca Rusch aus Nordrhein-Westfahlen – ein echter Fan, denn er ist schon zum dritten Mal bei einem Weltjugendtag dabei. Er sagte in SWR Aktuell, dass das Gemeinschaftserlebnis dabei für ihn das Wichtigste sei: "Hier kommen so viele Menschen aus den verschiedensten Ländern zusammen und man sich kann sich austauschen. Da gibt es keine Barrieren." Wie seine Freunde daheim auf seine Begeisterung für den Weltjugendtag reagieren, unter anderem darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex mit Luca Rusch gesprochen.
    4 min
  • Erdüberlastung: Grüne fordern Maßnahmen statt Zielmarken
    Wenn wir jedes Jahr genau die Ressourcen verwenden würden, die uns pro Jahr zur Verfügung stehen, dann würden sie bis zum 31. Dezember reichen - das ist eine ziemlich einfache Rechnung. Tatsächlich aber verbraucht die Menschheit viel mehr, deshalb sind im weltweiten Durchschnitt schon heute alle Ressourcen fürs ganze Jahr aufgebraucht. Das hat - wie jedes Jahr - das amerikanische Netzwerk "Global Footprint Network" ausgerechnet und den 2. August zum "Erdüberlastungstag" erklärt. Klar ist: Das muss sich ändern. Wie sich das ändern kann, daran scheiden sich häufig die Geister. Über die Ideen von Bündnis 90/Die Grünen hat SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern mit Jan-Niclas Gesenhues gesprochen. Er ist umweltpolitischer Sprecher der Fraktion im Bundestag.
    6 min
  • Steuererklärung: "Besondere Belastung" durch Krankheit geltend machen?
    Anfang August beginnt bei vielen Menschen in Deutschland der Countdown für die Steuererklärung. Spätestens am 2. Oktober 2023 muss die Erklärung für 2022 eingereicht sein. Die Steuerlast senken kann man mit Werbungskosten, aber auch mit der Angabe für außergewöhnliche Belastungen. Das können zum Beispiel Krankheitskosten sein. Also, wenn Sie zum Beispiel Corona hatten, in Kur mussten und dadurch große Kosten entstanden sind. Was genau kann ich bei der Steuererklärung angeben – und was nicht? Das erklärt Jörg Leine, Steuer-Experte beim Geldratgeber "Finanztip", im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    4 min
  • Erd-Ressourcen aufgebraucht: Wie Plastikmüll-Sammeln hilft
    Heute ist nach Berechnungen der Umweltorganisation "Global Footprint Network" der "Erdüberlastungstag". Ab heute lebt die Menschheit also auf Kosten aller folgenden Generationen. Um nachhaltig mit unseren Ressourcen umzugehen, wären umgerechnet 1,7 Planeten notwendig. Leben alle Menschen so wie wir in Deutschland, wären drei Erden nötig – am 4. Mai war bereits der deutsche Erdüberlastungstag. Einerseits sind Ressourcen knapp, andererseits gehen wir verschwenderisch damit um. Das zeigt sich auch im Urlaub am Strand, wo es keinen Flecken mehr auf der Erde gibt, wo nicht Plastikmüll herumliegt. Umweltverbände fordern die Bundesregierung auf, gegenzusteuern. Eine ganz konkrete Form des Meeresschutzes kann es sein, diesen Plastikmüll einzusammeln. Das ist schon gut – noch besser aber könnte es für die Erde sein, diesen Müll an Andrea Büttner zu schicken. Sie ist Chemikerin und Professorin für Aroma- und Geruchsforschung an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Was sie an diesem Plastikmüll erforscht und wie das helfen kann, unser Ressourcen-Management zu verbessern, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.
    6 min
  • General a.D. Domröse ist dafür, der Ukraine Taurus-Marschflugkörper zu liefern
    Der General a.D. Hans Lothar Domröse ist dafür, dass Deutschland der Ukraine Marschflugkörper vom Typ Taurus liefert. Domröse sagte im SWR: "Wir liefern immer too little too late. Die einen nennen das zögerlich, die anderen bedachtsam. Und wenn die Partner liefern, werden wir auch liefern." Das gelte spätestens, wenn die USA Kampfjets vom Typ F-16 bereitstellen. Domröse geht davon aus, dass es um Weihnachten so weit sein werde. "Wenn der F-16 kommt, fliegt der ja nicht zum Sightseeing herum. Er muss schießen und dazu braucht er Raketen." Schließlich gehe es um das nackte Überleben der Ukraine. Domröse sieht keine Gefahr, dass die Ukraine die deutschen Raketen mit einer Reichweite von rund 500 Kilometern einsetzen könnte, um russische Städte zu beschießen. "Das wäre in etwa die Distanz von Dnipro auf die südliche Krim." Man könne vertraglich vereinbaren, dass die Waffensysteme nicht für Angriffe auf russisches Gebiet eingesetzt werden, sagte Domröse im Gespräch mit SWR2 Moderatorin Constance Schirra.
    9 min
  • Trotz digitalem Büro: Der Papierverbrauch steigt weltweit an
    Obwohl sich das digitale Büro immer stärker durchgesetzt hat, ist der Papierverbrauch in Deutschland nicht weniger geworden. Laura Prill von der Umweltschutz-Organisation World Wide Fund for Nature erklärt das in SWR Aktuell so: "Der Verbrauch von Duckerpapier ist dank der Digitalisierung in Deutschland tatsächlich zurückgegangen. Dem gegenüber steht aber ein immenser Anstieg des Verbrauchs an Verpackungspapier, der nicht zuletzt durch den Boom beim Online-Versandhandel zu erklären ist." Laura Prill weist darauf hin, dass der Papierverbrauch weltweit sogar weiter steige. Dabei sei besonders problematisch, dass Papier oft aus illegal abgebautem Holz stamme. Der Verbraucher bekomme über die Herkunft des Papiers aber kaum Informationen. Woran wir Papier aus unbedenklichen Quellen erkennen und wie wir unseren Papierverbrauch weiter einschränken können, darüber hat Laura Prill vom WWF mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    6 min
  • Start ins neue Lehrjahr: Was Auszubildende sich erlauben können – und was nicht
    In vielen Berufsbranchen hat das Ausbildungsjahr begonnen. Dabei gilt es für die neuen Lehrlinge viele Fettnäpfchen zu umschiffen. Stefanie Voss, Karierre-Coach und Kommunikationsexpertin, sagt in SWR Aktuell, dass die Position der Auszubildenden heute stärker sei, als es Sprüche, wie „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ erahnen ließen: "Die Nachfrage nach Auszubildenden ist gleichbleibend hoch. Aber das Angebot ist nicht mehr so groß. Ich habe den genannten Spruch noch nie gemocht. Denn Lernen ist eigentlich etwas sehr Freudvolles." Was sich Auszubildende heute erlauben können – und was nicht, darüber hat Stefanie Voss mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.
    6 min
  • Freiburgs OB Horn will mehr Geld von Bund und Land für Sozialen Wohnungsbau
    Ein "Sondervermögen" ist in Zeiten knapper Kassen eine beliebte Möglichkeit, Geld auszugeben und gleichzeitig den Haushalt zu schonen. Damit finanziert der Bund zum Beispiel dann seine laufenden Ausgaben. Der Rest, wie Investitionen, wird aus Sondervermögen finanziert. Genau so ein Sondervermögen fordert der Mieterbund. Es soll Geld für den Sozialen Wohnungsbau bereitstellen: 50 Milliarden Euro. Wie Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn das einschätzt und warum er froh ist, dass ein Bürgerentscheid in Freiburg Schlimmeres in Sachen städtischer Wohnungen abgewendet hat, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Ralf Hecht.
    7 min

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