Maike Roeber, Trier, ev. Kirche: Sich auf den Kopf stellen, die Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen – führt manchmal an ganz neue Orte… (Verkündigungssendung)
Ab und zu stelle ich gerne mal was auf den Kopf. Hin und wieder sogar mich selbst. Manchmal hilft es aber auch schon, die Dinge einfach mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten…
Wenn ich zum Beispiel am Schreibtisch sitze und Termine plane… Und versuche, möglichst allem auf die beste Weise gerecht zu werden. Da füllt sich der Kalender und ich habe auf einmal habe ich das Gefühl, dass vor lauter Terminen schon jetzt fast nix mehr vom Jahr übrig bleibt.
Ich könnte mich aber doch auch einfach mal auf den Kopf stellen und so auf den Terminkalender schauen. Zuerst sehe ich dann vielleicht nur ein wildes Getümmel von Buchstaben, dann ein dichtes Netz von Worten, Aufgaben und Herausforderungen – aber hey, plötzlich wird mir klar - dahinter stecken auch jede Menge schöne Begegnungen quer durchs ganze Jahr.
Und auf einmal erscheint mir das Jahr wie eine spannende Reise, die es zu bestehen gilt. Der amerikanische Schriftsteller Henry Miller hat mal gesagt: „Das Ziel einer Reise ist nie ein Ort. Das Ziel einer Reise ist eine neue Art, die Dinge zu betrachten.“–
Zum Beispiel das Jahr als eine Reise – und ja, ich habe manchmal vielleicht keine Ahnung, wohin sie geht. Aber eines weiß ich: wenn ich mich darauf einlasse, kann ich eine neue Welt entdecken.
Wenn ich ab und zu mal alles auf den Kopf stelle. Und mir erlaube, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Das Jahr als Reise – dafür braucht es eigentlich dann nur noch einen Reisesegen. Einen, den ich besonders schön finde, möchte ich Ihnen jetzt gerne mit auf Ihre Reise durch das Jahr mitgeben. Er geht so:
Geh mit Gottes Segen. Er halte schützend seine Hand über dir, bewahre deine Gesundheit und dein Leben und öffne dir Augen und Ohren für die Wunder der Welt. Gott schenke dir Zeit, zu verweilen, wo es deiner Seele bekommt. Er schenke dir Muße, zu schauen, was deinen Augen wohl tut. Gott schenke dir Brücken, wo der Weg zu enden scheint und Menschen, die dir in Frieden Herberge gewähren. Gott mache dein Herz froh, deinen Blick weit und deine Füße stark.