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Professor Klaus Heine von der Erasmus School of Law in Rotterdam warnt: Kinder sind formbarer als Erwachsene, und kommerzielle Plattformen nutzen das aus. Schon ihre Interaktionen im Klassenraum fließen ins Training der Systeme – „Ist das das, was wir in der Gesellschaft wollen, dass Kinder bereits Trainingsmaterial für den kommerziellen Erfolg von KIs sind?" Die Regulierung müsse deshalb an den Plattformen ansetzen, nicht am Einzelfall: „Die Organisation oder die Architektur der Plattform an sich kreiert die Probleme." [08:35]
Christoph Heusgen, früherer UN-Botschafter, hat Deutschlands letzten Sicherheitsrats-Wahlkampf orchestriert. Heute fällt wieder die Entscheidung, ob Deutschland einen Sitz im höchsten Gremium der Staatengemeinschaft bekommt: Portugal und Österreich sind die Konkurrenten. Heusgen geht davon aus, dass bei der Wahl in New York ein Vorwurf eine größere Rolle spielen wird: „Uns wird Doppelstandard gerade im Hinblick auf den Nahen Osten vorgeworfen." [12:34]
Generalleutnant Holger Neumann, Inspekteur der Luftwaffe, erklärt im Gespräch mit Gabriel Bub, warum 2029 für die Rüstung „quasi übermorgen“ ist. Neumann zeigt sich offen für eine Beschaffung weiterer F-35-Kampfjets aus den USA. „Natürlich gibt es Überlegungen in der Luftwaffe, eine höhere Anzahl zu beschaffen, es gibt aber keine mir bekannten Pläne im Verteidigungsministerium.“ Die Entscheidung über die F-35 hängt auch davon ab, wie es mit Future Combat Air Systems (FCAS) weitergeht, das ja wegen Abstimmungsproblemen zwischen Deutschland und Frankreich ins Stocken geraten ist. Neumann sieht keine größeren Probleme, falls die USA nun doch keine Tomahawks in Deutschland stationieren. Solche Deep-Precision-Strike-Fähigkeiten (DPS) müssten nicht allein bodengestützt abgebildet werden, sagt Neumann. „Solche Fähigkeiten können auch von See oder aus der Luft bereitgestellt werden.“ [07:14]
Der Rentenbeitrag steigt. Ab 2028 soll er laut interner Berechnung der Rentenversicherung auf 19,9 Prozent klettern, ein Jahr später auf 20 Prozent. Bei einem Jahreseinkommen von 102.000 Euro bedeutet das knapp 700 Euro mehr pro Jahr. Die Rentenkommission soll am 30. Juni ihren Entwurf vorlegen – die Erwartungen sind hoch, die Skepsis in der CDU auch. [04:10]
Friedrich Merz und Hendrik Wüst haben sich im Sauerland getroffen. Ein Treffen, das schon länger geplant war, aber nach den Spekulationen der vergangenen Wochen an Bedeutung gewonnen hatte. [01:30]
Wolfgang Kubicki hat den Bundesvorsitz der FDP übernommen – mit 59,3 Prozent, allerdings knapper als erwartet. Marie-Agnes Strack-Zimmermann war spontan aus der Deckung gekommen und machte deutlich: Diese FDP ist gespalten. Der erhoffte Neustart der Liberalen ist alles andere als geglückt. [01:35]
Johannes Volkmann, das jüngste Mitglied der CDU/CSU-Gruppe im Deutschen Bundestag, sieht keine Alternative zur schwarz-roten Koalition – allein schon wegen der außenpolitischen Lage. Großbritannien, Frankreich, Spanien, Polen: Volkmann zählt auf, wie viele europäische Regierungen gerade nicht handlungsfähig sind. Ob er wirklich glaubt, dass Schwarz-Rot bis 2029 hält? „Das ist der Wählerauftrag." Zur Wirtschaftswende sagt er klar: „Wenn das nicht gelingt, wird es sehr, sehr schwer, die politische Stimmung in diesem Land nochmal zu drehen." [11:16]
Lars Klingbeil hat bei einem Treffen der Finanzminister der sechs größten EU-Volkswirtschaften Fortschritte bei der Kapitalmarktunion erzielt – gemeinsame Standards für Finanzmarktaufsicht und Marktintegration. [09:12]
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Table Today – Spezialausgabe vom Wirtschaftsforum NEU DENKEN in Palma de Mallorca. Rund 250 Gäste aus Politik und Wirtschaft debattieren, ob Europa als Kontinent eine selbstbestimmte, wettbewerbsfähige Zukunft hat. Michael Bröcker spricht mit zwei Stimmen, die das deutsche Comeback aus Wissenschaft und Mittelstand beleuchten.
Ann-Kristin Achleitner, Professorin an der TU München und stellvertretende Vorsitzende des Investitions- und Innovationsbeirats im Bundesfinanzministerium, verortet Deutschlands Problem nicht im Erkennen, sondern im Umsetzen. Hightech-Agenda, Quantentechnologie und agentische KI seien echte Chancen – auch für den bestehenden Mittelstand –, wenn Bund und Länder fokussieren statt sich gegenseitig zu duplizieren. „Ob es dann gut wird oder nicht, hängt maßgeblich von uns ab", sagt sie. [01:31]
Torsten Toeller, Gründer und Mehrheitseigentümer der Tierbedarfskette Fressnapf, würde sein Unternehmen trotz aller Standortklagen wieder in Deutschland gründen und investiert weiter, zuletzt rund 80 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum. Er fordert einen schlankeren Staat und ein Ende des Märchens vom anstrengungslosen Wohlstand: „Es wird gefordert, was nicht finanziert werden kann; es wird verteilt, was nicht erwirtschaftet wurde." [11:44]
Die Diskussionen um Hendrik Wüst und Friedrich Merz nehmen kein Ende. Nach wie vor wird im politischen Berlin gerätselt, ob und wie der NRW-Ministerpräsident ins Bundeskanzleramt strebt. Begonnen haben die Spekulationen nach Wüsts Polen-Reise. Alisha Mendgen, Hauptstadtkorrespondentin des Focus, hat ihn dabei begleitet – und mit ihrer Berichterstattung den Stein ins Rollen gebracht. Was genau ist besprochen worden? Was sind Fakten, was ist reine Spekulation? Michael Bröcker hat Mendgen eingeladen. [06:02]
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche war in China – mit einer großen Wirtschaftsdelegation und dem Auftrag, über Handels- und Marktbarrieren sowie staatliche Subventionen zu sprechen. Jörn Petring, China-Korrespondent bei Table.Media, berichtet von einem freundlichen, aber nüchternen Empfang: Reiche traf Handelsminister Wang Wentao und Vizeministerpräsident He Lifeng, lobte Chinas wirtschaftliche Dynamik – und legte dann die Probleme auf den Tisch. [13:23]
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Die Reaktionen auf die Gerüchte um Hendrik Wüst fallen überraschend scharf aus. Die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Wüst nach Berlin seien eine „naive Idee" und „gefährliche Lust an der Zündelei", heißt es aus dem Umfeld des Bundeskanzlers: „Wer diese Spekulationen anstellt, betreibt das Geschäft der AfD und raubt der politischen Mitte die Autorität." [01:08]
Aminata Touré, Sozialministerin und Vize-Ministerpräsidentin in Schleswig-Holstein, tritt als Spitzenkandidatin der Grünen zur Landtagswahl 2027 an. Touré macht klar, dass die schwarz-grüne Zusammenarbeit in Kiel besser funktioniert als das schwarz-rote Bündnis im Bund.
Die NASA hat Pläne für Mondmissionen, die an Science Fiction erinnern. 81 Starts mit 73 Mondlandungen sind geplant, und auf dem Mond soll eine dauerhafte Basis entstehen. [21:27]
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Die Wirtschaftsweisen senken ihre Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent für dieses Jahr – gegenüber dem letzten Jahresgutachten ein Minus von 0,4 Prozentpunkten. Warenexporte sinken das dritte Jahr in Folge, private Investitionen sind rückläufig. [01:43]
H.R. McMaster, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater in Trumps erster Amtszeit, sieht die transatlantische Partnerschaft nicht am Ende: Die große Mehrheit der Amerikaner stehe hinter dem Bündnis, und Deutschland gewinne durch seine Verteidigungsausgaben an Gewicht. Den Abzug der 5.000 US-Soldaten hält er für eine schlechte Idee.
Die Verstimmungen zwischen Donald Trump und Friedrich Merz aber würden nicht von Dauer sein. Trump werde nicht ewig wütend sein: „I think he's going to stay angry for another couple of weeks and then it'll get better." [10:13]
In München beginnt Manfred Webers Brief seine Wirkung zu entfalten: Der Brief habe denen eine Stimme gegeben, die sich öffentlich noch nicht trauen, Söder zu kritisieren. Spekulationen gibt es auch um Henrik Wüst. [05:14]Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, hat wenig Geduld mit der Bundesregierung – aber noch nicht alle Hoffnung aufgegeben. Das letzte Jahr sei „eher unbefriedigend" gewesen, die Unternehmerschaft enttäuscht. Kampeter fordert kein Diskutieren, sondern ein Reformbild: „Veränderungen, die eingebettet sind in ein Reformbild als Weg zu einer Verbesserung, werden nicht als Zumutung, sondern als Chance für eben diese Verbesserung empfunden." Das geplante Treffen im Juni hält er für ein gutes Signal – aber kein Allheilmittel. [10:34]
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