Katrin Rohmanns beruflicher Weg in die Führungsebene begann mit dem Ende des Studiums und dem Mauerfall. Klar ist für sie, dass es um Sichtbarkeit geht, Fleiß allein fällt niemand auf. Wichtig ist, sich zu zeigen und sich nicht davon abhängig zu machen, dass man entdeckt wird. Sie sagt: „Viele stehen sich selbst im Weg, wenn sie sich zu klein machen oder zu selbstkritisch über ihre Leistungen denken“. Im Gespräch mit Marei John-Ohnesorg und Romy Segler geht es um ihren Werdegang als Wirtschaftsprüferin in einer großen Prüfungs- und Beratungsgesellschaft und ihre Neuorientierung als Aufsichtsrätin mit Mitte 50. Sie erzählt, was bei ihr hilfreich war, um sich in einer Debatte durchzusetzen, und was neben der Qualifikation hilft, um eine gute Führungskraft zu sein. Sie plädiert dafür, sich Mentoren und Netzwerke zu suchen und überhaupt einen langen Atem zu haben. Was es mit ‚stillen Allianzen‘ und der gläsernen Decke auf sich hat, welche Rolle Teilzeit spielt und ob man sich als Aufsichtsrätin bewerben kann: Hört selbst.