Heute ist der Gedenktag von Esther. Sie ist die Hauptperson des nach ihr benannten Buches Esther in
der Bibel, zu finden zwischen Nehemia und Hiob.
Die 10 Kapitel dieses Buches im Alten Testament nehmen uns zunächst in ganz unterschiedliche und
auch befremdliche Welten hinein. Nehmen wir diese Welten zunächst einfach einmal wahr, ohne
gleich den Versuch unternehmen, sie irgendwie auf uns heute zu beziehen oder gar einen eigenen
Wie so oft: Jesus ist es, der mit seinen Jüngern genau diesen – für damalige Verhältnisse allemal
revolutionären - Führungsstil praktiziert. „Ich nenne euch Freunde und nicht mehr Diener. Denn ein
Diener weiß nicht, was sein Herr tut; ich aber habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater
gehört habe.“ (Johannes 15,15) „Ihr aber sollt euch nicht ›Rabbi‹ nennen lassen, denn nur einer ist
euer Meister, und ihr alle seid Brüder. 9 Auch sollt ihr niemand hier auf der Erde ›Vater‹ nennen,
denn nur einer ist euer Vater, der Vater im Himmel. 10 Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrer‹ nennen
lassen, denn nur einer ist euer Lehrer: Christus. 11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein. 12
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht
werden.“ (Matthäus 23, 8-12) Mit diesen Worten gibt Jesus das Grundmuster vor, in dem wir als
Christen miteinander umgehen sollen: Beziehungen so gestalten, dass es in ihnen kein Gefälle von
oben und unten, groß und klein, vorne und hinten gibt. Das klassische Wort dafür ist: Beziehungen in
Liebe – ebenfalls ein Wort, das in der Esthergeschichte nicht vorkommt…
So befremdlich die Welten im Buch Esther sind, manch eine Situation kam uns darin vielleicht doch
vertraut vor – wenn auch nicht in dieser Ausprägung. Unsere Welt braucht Menschen, die es wagen,
Freundschaften zu leben und nicht-hierarchische Beziehungen. Jesus befähigt und beauftragt uns