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“Tschüß” und los? Eher nicht. Wir geben uns sehr viel Mühe, eine Verabschiedung einzuleiten, denn Verabschiedungen sind heikel. Niemand soll sich genötigt fühlen, aus einer Interaktion aussteigen zu müssen. Selbst die kleinsten Small Talks auf der Straße werden sanft in Richtung Verabschiedung bewegt und dabei agieren wir sehr systematisch: Wir liefern Gründe, warum wir gehen müssen oder verabreden uns auf ein anderes Mal. In dieser Episode gehen wir dem sozialen Verhalten dieses Rituals auf den Grund und klären, welche Rolle Handtaschen und Schlüssel bei Verabschiedungen spielen, was passiert, wenn man sich umschwänglich verabschiedet hat und sich danach an der U-Bahn trifft und welche sozialen Erwartungen mit Verabschiedungen verbunden sind. Außerdem sprechen wir über Autofahren und Abschiedsrituale, Verabschiedungen bei Datings und Loriot darf natürlich auch nicht fehlen.
Unsere Songs zum Thema findet Ihr hier:
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https://open.spotify.com/playlist/6TSeZS7jnVQDZBzor3V8xj?si=1dbb10bb7d8f493d
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https://music.apple.com/de/playlist/talking-bodies-podcast-playlist/pl.u-EdAVeP3T8gakr
Alle Quellenangaben findet Ihr unter www.talkingbodies.de. Hier könnt Ihr uns auch gern Fragen, Kommentare und Anregungen hinterlassen.
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Ach, naja, egal - unsere Ablehnung, Abwertung oder Desinteresse drücken wir nicht nur sprachlich, sondern auch mit einer Geste aus. In dieser Folge nehmen wir eine typisch deutsche Geste unter die Lupe, die Abwinkgeste. Wir sprechen darüber, warum wir diese Geste im Alltag so häufig nutzen, welche interkulturellen Unterschiede es gibt und warum wir sie nicht in sogenannten Gestenratgebern finden. Wir klären, was winken, werfen und schlagen mit der Geste zu tun hat. Und wir verraten, wie Gestenforscherinnen eigentlich Gesten beschreiben und um den Namen einer Geste ringen, was ein Apfelgriebs mit der Abwinkgeste zu tun hat und warum eine von uns Norbert Röttgen verfolgt.
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Nicht nur beim bekannten Kaffeeklatsch, zufälligen Begegnungen am Gartenzaun oder institutionalisiert in Form der yellow press, Klatsch wird gern praktiziert. Er ist heikel, rufschädigend und hat selbst einen schlechten Ruf. Öffentlich geächtet und doch lustvoll praktiziert, stellt er ein typisches Alltagsgespräch dar und findet sich in unterschiedlichen Medien wieder. Geklatscht wurde schon im alten Rom, doch man schreibt diese Gattung häufig weiblicher Kommunikation zu. In dieser Folge von Talking Bodies klären wir, warum das immer noch so ist und welche sozialen Funktionen mit dem Austausch privater Informationen verbunden sind. Wir beschreiben, warum wir auf eine Klatscheinladung erst einmal verhalten reagieren, obwohl wir gern geheime Neuigkeiten austauschen und warum Klatsch taktloser ausfällt, je weniger wir eine Person kennen. Freut Euch auf einen bunten Ausflug in die Welt der Klatschkommunikation, von Diderot bis Miley Cyrus.
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In dieser Episode von Talking Bodies nehmen wir Euch mit in die faszinierende Welt der bildenden Kunst und erkunden, wie Gesten in historischen Gemälden verwendet wurden. Wir zeigen Euch, dass Künstler Sprechende und Hörende tatsächlich über Gesten markiert haben und klären, welche Rolle Gestencodes im Mittelalter spielten. Außerdem besprechen wir, wie Gesten auf Gemälden eingesetzt wurden, um geschickt die Blicke der Betrachtenden zu lenken und warum uns visuelle Darstellungen aus Ägypten heute etwas komisch erscheinen, aber durchaus eine Funktion hatten. Auch die Hand Gottes, angebliche satanische Gestencodes und sogar E.T. finden sich in dieser Episode wieder.
Die besprochenen Gemälde findet Ihr hier:
1. Rosenkranzmadonna von Caravaggio: https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranzmadonna_(Caravaggio)
2. Matthäus und der Engel (Caravaggio) (I): https://arthive.net/res/media/img/ox800/work/67a/633388.jpg
3. Matthäus und der Engel (Caravaggio) (II): https://www.deutsche-digitale- bibliothek.de/item/OGTZY3EDRMIEBM75WSSEDZJJ47LIZVXP
4. Rubens und Isabella Brant in der Geißblattlaube: https://de.wikipedia.org/wiki/Rubens_und_Isabella_Brant_in_der_Geißblattlaube
5. Transfiguration (Raffael): https://artsandculture.google.com/asset/the- transfiguration/bwGD-l9vT6Z6Yw
6. Johannes der Täufer (da Vinci): https://www.wikiart.org/de/leonardo-da- vinci/johannes-der-taufer-1515
7. Das letzte Abendmahl (da Vinci): https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Abendmahl_(Leonardo_da_Vinci)
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Witze, Spott, Scherze, Frotzelei, Ironie oder Sarkasmus. Humor begegnet uns im Alltag sehr häufig, denn wir nutzen ihn in ganz unterschiedlichen Situationen für diverse Zwecke. Wir machen Witze, um die Stimmung aufzuhellen, um eine Situation zu entspannen oder um uns in einem besonders guten Licht dastehen zu lassen. Doch nicht immer kommt der Humor bei allen an. Was für die einen lustig ist, kann für die anderen unpassend oder sogar beleidigend sein und dann folgt auf einen Witz eine ernsthafte Diskussion. In dieser Folge von Talking Bodies erklären wir Euch, wofür Humor eingesetzt wird. Warum erzählen sich Frauen gern Peinlichkeiten? Wandelt sich Humor? Und was hat Humor mit Macht zu tun? Wir besprechen, dass wir Humor nutzen, um Normen und Werte anderer höflich zu kritisieren, Gruppenzugehörigkeit zu etablieren oder angestaute Emotionen abzubauen. Jana und Silva erheitern sich auch darüber, was passiert, wenn nach einem Witz keiner lacht.
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Serien wie “Lie to me” fußen auf der Annahme, dass Lügen an körperlichen Zeichen
erkennbar ist: Sei es ein bestimmtes Lachen, eine unbedachte Selbstberührung,
eine erhöhte Stimmlage oder auch das Abwenden des Blicks. Doch zahlreiche
psychologische Studien demonstrieren einhellig, dass es keine universellen
physischen Anzeichen gibt, die sichtbar machen, ob jemand die Wahrheit sagt oder
nicht. Trotzdem ist die Annahme immer noch weit verbreitet, dass sich in unserem
Körper das eigentlich Gemeinte ausdrückt und sich in ihm unser Innerstes, unsere
eigentlichen Absichten offenbaren. In dieser Folge von Talking Bodies greifen wir
diesen Mythos auf und und schlüsseln die wahren Gründe auf, warum Menschen
sich beim Sprechen ins Gesicht fassen oder die Kleidung zurechtzupfen. Wir
besprechen, warum Lügendetektoren in Deutschland verboten sind, welche
interkulturelle Unterschiede es im vermeintlichen Lügen gibt und warum die Idee der
Mikroexpressionen im Gesicht ins Leere läuft. Außerdem befragen wir ChatGPT
zum Lügen.
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“Wir brauchen eine gesichtswahrende Lösung.” Ein Satz, den man in der Politik in schwierigen Situationen häufiger hört. Doch nicht nur in der Politik, sondern auch im Alltag spielt das Konzept von "face" eine entscheidende Rolle, denn das Gesicht gilt in vielen Kulturen als Ausdruck innerer Zustände und ist Symbol für soziales Ansehen. In dieser Folge von Talking Bodies erforschen wir, welche Rolle es für soziale Bedürfnisse und Gefährdungen spielt und was es heißt, das Gesicht zu verlieren, zu bedrohen oder zu wahren. Dabei sprechen wir über Gesten in politischen Diskursen, gesichtswahrende Strategien in Sport-Interviews und die Stilisierung von Fitness in Erzählungen älterer Frauen. Wir verraten Euch auch, warum es heikel mit Freund*innen über die Paarbeziehung zu sprechen.
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Warum liegen Deine Klamotten immer noch rum? Sollte das Paket nicht schon längt abgeschickt sein? Solche oder ähnliche Vorwürfe begegnen uns in unserem Alltag recht häufig. In dieser Folge von Talking Bodies sprechen wir darüber, warum Vorwürfe eine Form des Moralisierens sind, welche sozialen Funktionen sie erfüllen und warum wir sie so häufig im Frageformat formulieren. Wir sprechen auch darüber, was Vorwürfe mit Streit oder Bewertungen zu tun haben und warum Vorwurfsaktivitäten häufig als Frotzeleien daherkommen. Und natürlich kommt auch die vorwurfsvolle Stimme zur Sprache, die besondere Art des Sprechens, wenn wir jemandem einen Vorwurf machen wollen.
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Warum nehmen uns Ereignisse im Leben öffentlicher Personen so stark mit, obwohl
wir sie gar nicht kennen? Wie kann es sein, dass wir gefühlt am Leben von
Influencer*innen teilnehmen, obwohl wir nur ihre Stories auf Instagram schauen? In
dieser Folge von Talking Bodies widmen wir uns dem Phänomen der parasozialen
Beziehung und erklären Euch, was passieren muss, damit Ihr eine solche Beziehung
eingeht. Wir verraten Euch auch, was Medienfiguren und Influencer*innen alles
anstellen, um Euch an sie zu binden. Und wir sprechen über öffentlich inszenierte
Beichten von Schauspieler*innen, Prinz Charles und Lady Diana und warum die
Frisur von Thomas Gottschalk Gesprächsthema sein kann.
Die Serie "The Affair" findet Ihr hier: https://www.amazon.de/Affair-Staffel-dt-OV/dp/B011831O16
Die Serie "The Crown" findet Ihr hier: https://www.netflix.com/de/title/80025678
Wer "Wetten dass...?" nicht kennt, kann hier reinschauen: https://www.zdf.de/show/wetten-dass
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Hartnäckig hält sich die Annahme, dass die Bedeutung einer Botschaft zu 55% über den Körper, zu 38 % durch die Stimme und nur zu 7% über Wörter kommuniziert wird. Daher, so die Aussage vieler rhetorischer Ratgeber, sollten wir beim Sprechen besonders auf unsere Gestik und Mimik achten, denn diese seien beim Sprechen das eigentlich Entscheidende.
In dieser Folge von Talking Bodies klären wir auf, dass die Überhöhung des “Nonverbalen” aus einer verzerrten Darstellung von zwei Studien des Psychologen, Albert Mehrabian, entstanden ist. Es ist keinesfalls so, dass Körperbewegungen die Hauptlast in der Kommunikation tragen. Außerdem zeichnen wir nach, wie eine solche Urban Legend entstehen konnte und wir erklären Euch, welche Rolle der Körper wirklich in der Kommunikation spielt.
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