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Nach unseren je eigenen Odysseen sind wir endlich zurück mit einer neuen Folge. Ganz so viele Qualen mussten wird dabei nicht erleiden, aber konfrontiert mit einer neuen Aufnahmesituation und den vereinten Streitkräften der Nolan-Filmbros kann auch uns nur noch eine List retten. Dafür spannt Xenia den Bogen, zielt, und trifft Nolan an seiner Achilles-Verse: Die flachen Frauenfiguren. Währenddessen schlüpft David ins trojanische Pferd unter den philosophischen Werken und kritisiert Nolans Loblied auf die göttliche Ordnung des Gastrechts durch die Brille der Dialektik der Aufklärung von Adorno und Horkheimer: Anders als der Hollywood-Regisseur denkt, ist nicht die hinterlistige Übertretung des Gesetzes, sondern das Gesetz selbst schon das Problem. Also seid gespannt, schwingt euch auf die Galeere und lauscht unserem Sirenen-Gesang!
Was macht die Macht eigentlich mit dem Körper? In unserer neuen Folge widmen wir uns dem Genre oder, wie wir lernen werden, der Inszenierungstechnik des Body-Horror. Dieser versucht bei den Zuschauerinnen eine Mischung aus Faszination und Ekel zu erregen, indem er dort heranzoomt, wo man normalerweise wegschaut – wo es keucht und fleucht, kriecht und fließt, schleimt und keimt. Drei neuere Filme zeigen uns, wie dieses Spiel mit dem Körper und seinen Säften für feministische Erzählungen eingesetzt wird: Titane von Julia Ducournau, The Substance von Coralie Fargeat und The Ugly Stepsister von Emilie Blichfeldt. Bei der Diskussion dieser „Streifen“ hilft uns der französische Philosoph Michel Foucault zu verstehen, inwiefern Macht und Wissen zusammenwirken, um bestimmte Normen erzeugen, die den Körper disziplinieren und regulieren. Ob wir uns davon am Ende befreien können oder nicht, bleibt genauso offen wie all die Körperöffnungen, in die uns der Body-Horror blicken lässt. Also überwindet eure Abjektion und steigt ein – es wird schlotzig!
Quellen
Die Zwischentöne zur Veranschaulichung der Lehrinhalte sind Filmtrailern und Interviews entnommen.
1. Film4 (2022), Director Julia Ducournau and Cast On Their Award-Winning Film 'Titane', [online] https://www.youtube.com/watch?v=Re-XqplH1Tg&list=WL&index=2&t=21s [24.06.2025].
2. Rotten Tomatoes Trailers (2025), The Ugly Stepsister Exclusive Trailer, [online] https://www.youtube.com/watch?v=52C0rqyZKhg [24.06.2025].
3. Mubi (2024), THE SUBSTANCE | Official Trailer | In Theaters & On MUBI Now, [online] https://www.youtube.com/watch?v=LNlrGhBpYjc&t=1s [24.06.2025].
Literatur
Creed, Barbara (2023): The Monstrous Feminine. Film, Feminism, Psychoanalysis. London & New York: Routledge
Foucault, Michel (2017): Analytik der Macht, 7. Auflage, Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Foucault, Michel (2020): Kritik des Regierens. Schriften zur Politik, 4. Auflage, Berlin: Suhrkamp.
Foucault, Michel (2022): Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses, 22. Auflage, Berlin: Suhrkamp.
Foucault, Michel (2023): Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1, 24. Auflage, Berlin: Suhrkamp.
Kristeva, Julia (1980): Powers of Horror. An Essay on Abjection. New York: Columbia University Press.
Philosophie Magazin (2019): Michel Foucault. Der Wille zur Wahrheit, Sonderausgabe 12, Berlin: Philosophiemagazin.
Sarasin, Philipp (2005): Michel Foucault zur Einführung, Hamburg: Junius.
Stopenski, Carina (2022): Exploring Mutilation: Women, Affect, and the Body Horror Genre, https://www.sic-journal.org/Article/Index/684.
Nett hier. Aber wart ihr schon mal in Westeros? Wir jedenfalls schon. Denn Game of Thrones und mittlerweile auch House of the Dragon gehören zu unseren absoluten Lieblingsserien. Grund genug, uns endlich einmal folgende Fragen zu stellen: Wer ist unser Lieblingscharakter? Warum hat uns die aktuellste Staffel des Drachenepos enttäuscht? Wie ist das darin propagierte Frauenbild zu bewerten? Was haben eigentlich Politik, Macht und Freiheit miteinander zu tun und wie kann uns das der politische Theoretiker Niccolò Machiavelli erklären? Antworten darauf suchen wir in unserer neuesten Folge. Also schwingt euch gemeinsam mit uns auf einen Drachenrücken und bezwingt Fortuna – Dracarys!
Frage: Wie viel Flaschen Wein muss man verkaufen, um einen Blockbuster zu finanzieren? Antwort: Mehr als der anschließende Ticketverkauf an Einnahmen verspricht.
Zumindest dann, wenn es sich bei besagtem Blockbuster um das „Alterswerk“ von Francis Ford Coppola handelt, Weinpate und Film-Legende in einem. Mit seinem neuen, privat finanzierten Mammutprojekt Megalopolis landete Coppola jüngst einen beachtlichen Flop. Daran schuld ist nicht etwa die Wokeness, sondern die simple Tatsache, dass der Film megaschlecht ist. Warum das so ist und was das mit Demokratie, Republikanismus und Cicero zu tun hat, wollen wir ebenso in den Blick nehmen, wie die Produktionshölle, aus der der Film überhaupt erst hervorgegangen ist. Also schnallt euch an, denn diese Folge ist flotter als jedes Flughafenrollband. Das muss sie auch sein, schließlich haben wir nicht mehr viel Zeit: Die Republik ist dem Untergang geweiht – res publica amissa.
Wir sind spät dran. Der Hype um Dune Part Two ist längst im Sande verlaufen (pun intended) und trotzdem widmen wir der Geschichte rund um unseren allerliebsten Antihelden Paul nochmal eine ganze Folge. Warum auch nicht? Schließlich bearbeitet Denis Villeneuves filmische Neuauflage von Frank Herberts Science-Fiction Klassiker die ganz aktuellen Fragen: Von dem Umgang mit der Natur über Technikkritik und Machtpolitik bis hin zum antikolonialen Kampf. Aus dieser Ideenfülle konzentrieren wir uns besonders auf einen Aspekt: Das fatale Verhältnis zwischen Individuum, Gemeinschaft und Struktur in Dune, an dem sich alle Akteure auf die ein oder andere Weise abarbeiten. Besonders Pauls Herrschaftsprojekt scheitert am Ende an dem Anspruch, als einzelner Held die Kontrolle über die unkontrollierbaren Strukturen zu erhalten, unter denen alle gemeinsam leben sollen. Was das genau heißt, welche Lektion wir daraus lernen können und was das mit Max Webers Herrschaftstypologie und Jürgen Habermas' unvollendeter Moderne zu tun hat, nehmen wir genauso in den Blick wie Überlegungen zur Willensfreiheit im Dune Universum. Davon abgesehen, stellen wir uns natürlich auch die wirklich wichtigen Fragen: Wie lange brauchte Stellan Skarsgård für sein Make-Up in der Rolle des Barons der Harkonnen? Und wie konnte er mit diesem Aufzug auf die Toilette gehen? Wenn euch das genauso brennend interessiert wie uns, dann schwingt euch auf den Rücken unseres Ohrwurms und reitet aufmerksam – euch erwartet eine spannende Folge.
I don't like sand. It's coarse, and rough, and irritating, and it gets everywhere .
– Lisan al Gaib, 2024 AD
Weihnachten ist zwar schon vorbei, doch wir können noch nicht loslassen – wir haben unser Herz an Willy Wonka verschenkt, zuckersüß gespielt von Timothée Chalamet im neuen Kinofilm "WONKA". Doch handelt es sich bei der neuen Vorgeschichte zu dem kinderfreundlichen Saw-Verschnitt „Charlie und die Schokoladenfabrik“ wirklich um den besinnlichen Familienfilm schlechthin? Oder nicht doch um eine hochideologische Produktion, die überhaupt nicht weiß, was für eine ökonomische Gesellschaftsform sie darstellen will? Oder gar um eine Ästhetisierung kolonialer Ausbeutung?
Diese und weitere Fragen stellen wir unserer neuesten Folge. Dabei hangeln wir uns an der Unterscheidung von Feudalismus und Kapitalismus, an Karl Marx‘ Analyse der Warenform und des Warenfetischismus und an Roald Dahls problematischer Darstellung der Oompa Loompas entlang. Außerdem blicken wir mit eulengleichen Augen auf ein erfülltes Filmjahr zurück, geben euch Empfehlungen mit auf den Weg und freuen uns gemeinsam auf das nächste Jahr im Podcasttaxi!
Also holt die verbliebenen Reste an klebriger Weihnachtsschokolade aus dem Schrank, macht es euch gemütlich und fangt an zu wonken.
Diese Folge ist für alle, die den Barbie-Film lieben und für alle, die ihn hassen. Der neue Blockbuster der gefeierten Regisseurin Greta Gerwig spaltet nicht nur die Kulturkämpfer im Internet, sondern lässt womöglich ganze Beziehungen in die Brüche gehen. Denn wer will schon mit jemandem zusammen sein, der einem unangenehm intensiv in die Augen schaut, während er gitarrespielend Der Pate erklärt? Diese und weitere Fragen stellen wir uns, wenn wir in einem ersten Schritt die feministische Sozialkritik hinter Barbie diskutieren. In einem zweiten Schritt versuchen wir, den philosophischen Gehalt des Films herauszufiltern, indem wir die Theorieschule des Existenzialismus darauf anwenden. (Das ist nur passend, denn Jean-Paul Sartre hat Simone de Beauvoir bestimmt noch nie etwas auf der Gitarre vorgespielt). Dabei finden wir heraus, dass der Film womöglich gar nicht puren Männerhass predigt, sondern im Gegenteil, Freiheit für ausnahmslos alle. Diese schockierende ErKENntnis müssen wir unbedingt mit Euch teilen. Also KENnalisiert Eure KENergie und schwingt Euch auf den Rücksitz des Podcast-Taxis – selbstverständlich sitzt Xenia diese Folge wieder am Steuer.
Time-Stamps
In diesem zweiten Teil unserer Doppelfolge zur Männlichkeit wechseln wir die Perspektive – weg von den toxischen Männern und hin zu den Frauen, die sich gegen dieses Gift zur Wehr setzen. Wir besprechen Promising Young Woman (Emerald Fennell, 2020), Men (Alex Garland, 2022) und Don’t Worry Darling (Olivia Wilde, 2022). In allen drei Filmen werden die Protagonistinnen von männlichen Tätern bedroht, die sie entweder auf Partys ausnutzen, in einsamen Ferienhäusern auf dem Land terrorisieren, oder in eine digitale Matrix der 50er Jahre einsperren. Wie die Protagonistinnen versuchen, sich von diesen patriarchalen Szenarien zu emanzipieren und was für eine strukturelle, feministische Kritik dahinter steckt, besprechen wir in dieser Folge. Seid also dabei, wenn wir Travis aus dem Fahrersitz kicken und das Taxisteuer übernehmen – euch erwartet eine befreiende Fahrt.
Falls ihr direkt zu den einzelnen Filmen springen wollt, hier die Timestamps:
Promising Young Woman: 00:00 - 33:50 min
Men: ab 33:50 min
Don't Worry Darling: ab 01:02:15 min
- Disclaimer: Wir reden in diesem Podcast durchweg von Frauen und Männern, womit wir jedoch keine biologische Essenzen, sondern bestimmte, kulturell geprägte Formen von Geschlecht bezeichnen, die ebenso eine Vielfalt nicht-binärer Formen inkludiert -
In unserer neuen Doppelfolge stellen wir uns der Frage aller Fragen: Sind Männer Schweine? Die Antwort darauf findet ihr nicht etwa in dem Songtext irgendeiner zweitklassigen Rockband, sondern in sechs erstklassigen Filmen.
In diesem ersten Teil besprechen wir drei davon: Taxi Driver (Martin Scorsese, 1976), American Psycho (Mary Harron, 2000) und Drive (Nicolas Winding Refn, 2011). Diese Filme verbindet ein bestimmter Mythos von Männlichkeit, der einerseits dargestellt und andererseits einer deutlichen Kritik unterzogen wird. Was das genau für ein Mythos ist, wie er mit bestimmten ideologischen, politischen und sozioökonomischen Kontexten zusammenhängt und inwiefern besonders Frauen darunter zu leiden haben, erfahrt ihr bei uns. Also werft euch eure Skorpion-Jacke oder einen teuren Anzug über und steigt ein in das Taxi – keine Sorge, wir fahren friedlicher als Travis.
Falls ihr zu den einzelnen Filmen springen wollt:
Taxi Driver: ab 09:42 min
American Psycho: ab 46:00 min
Drive: ab 01:13:18 min
Was verbindet Pornos, Slasher-Horror und diesen Podcast? Nacktheit, Schreie und der Film X von Ti West, den wir für mal genauer unter die Lupe genommen haben. Darin geht es um eine Gruppe junger Menschen, die mit einem heimlichen Pornodreh auf der abgelegenen Farm eines alten Ehepaars durchstarten wollen. Doch die Alten kommen dem buchstäblichen Treiben der Protagonist*innen allmählich auf die Spur - und bereiten ihm einen blutigen Höhepunkt.
Was dieser Generationenkonflikt mit unserer Gesellschaft zu tun hat, welche systemischen Sünden dahinterliegen und was für pornöse Lösungen sich dafür bieten, besprechen wir ebenso wie das stereotypische Slasher-Genre und die originelle Trendwelle des New Horror. Also schließt die Zimmertür ab, legt Euch hin, zieht Euch aus und setzt die Kopfhörer auf – Euch erwartet eine Klangorgie, die an philosophischen Einschüben, Filmreferenzen und schlechten Witzen kaum zu überbieten ist.
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