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Tempo, Tempo. 🏌️⏱️
Bene fährt auf dem Golfplatz seit Kurzem E-Cart – und merkt: Man ist schneller am Ball, aber zwischen den Schlägen bleibt kaum noch Zeit für den Schwung. Genau dieses Gefühl zieht sich gerade durch Wirtschaft, Technologie und Alltag. In dieser Sonntagabendrunde sprechen Riccardo Sachse und Bene Hirschfelder darüber, wann Geschwindigkeit hilft – und wann sie zum Brandbeschleuniger wird.
🤖 KI-Race: Der Wettlauf zwischen den USA und China gibt den Takt vor. Wiederholt sich bei KI, was der subventionierte E-Auto-Markt vorgemacht hat? Und kann Europa mithalten?
🚙 Autoindustrie im Zeitraffer: Transporter mit Ford-Technik, der Abschied vom Kombi, Leasing statt Auto fürs Leben und chinesische Marken im Autohaus – Entscheidungen, die viele kaum noch nachvollziehen.
✅ KI im Unternehmen: Riccardo erzählt, wie QUIS sich beim Kunden gegen ein reines KI-Softwareversprechen durchgesetzt hat – ohne KI zu verteufeln. Warum Ergebnisse validiert werden müssen, was nutzungsabhängige Kosten bedeuten und warum Bene fürchtet, dass wir gerade abhängig gemacht werden.
📊 Achterbahn KI: Warum größere Unternehmen KI oft noch nicht effizient nutzen – und warum die Vielfalt der Anwendungsfelder weiter wächst, auch wenn das Tempo sinkt.
🎓 Bildung als Tempomacher: Skandinavien, Singapur und China ziehen an. Was Europas Hochschulen jetzt tun müssen.
⛳ Birdie der Woche: Platz 2 beim Texas Scramble in Hubbelrath – und Riccardos Lob für Jürgen Klopps Art zu kommunizieren.
💬 „Tempo ist eigentlich nur noch ein Brandbeschleuniger oder ein Katalysator.“ – Riccardo Sachse
Wie erlebst du Tempo gerade – eher Fluch oder Segen? Schreib's uns in die Kommentare.
Zwei Geschäftsführer, fünf Mitarbeitende und plötzlich ein übernommenes Unternehmen mit 50 Leuten dazu. Auf dem Tisch liegen mehrere Angebote. Darunter zwei sehr junge Gründer, die versprechen, jeden Preis zu unterbieten und die Software „mit KI" passgenau zu bauen. In 24 Stunden.
Riccardo und Benedikt sprechen in dieser Folge mit Christian Kobl von der bridgingIT Gruppe über die Frage dahinter: Wenn Kapazität heute aus dem europäischen Ausland kommt oder aus dem Sprachmodell, wer trägt am Ende die Verantwortung für das Ergebnis?
🌍 Nearshoring ist keine verlängerte Werkbank
Lastenheft rüberschicken und hoffen, dieses Modell ist vorbei. Warum kultureller Fit, Vertrauen und das Recht auf Fehler darüber entscheiden, ob Zusammenarbeit über Grenzen hinweg trägt.
📈 Vertikal oder horizontal skalieren
Der unterschätzte Unterschied: nicht mehr vom Gleichen, sondern Expertise, die es im eigenen Haus gar nicht gibt.
🤖 Was KI in der Entwicklung wirklich verschiebt
Anbieter, die nur Köpfe zum Codieren stellen, geraten unter Druck. Warum es trotzdem den Menschen in der Schleife braucht und warum KI ohne messbare Kriterien und verantwortlichen Product Owner ein Experiment bleibt, kein Werkzeug.
⏱️ Die App an einem Tag
Von handgebauten Oberflächen über Objektbibliotheken und Low-Code bis zum Vibe Coding. Die Frage ist nicht, ob es schnell geht. Sondern wer das Ergebnis in fünf Jahren noch supportet, wenn sich die Gesetzeslage ändert.
🇪🇺 Europa als unterschätzter Standortvorteil
Kulturelle Nähe ist ein Wettbewerbsvorteil, den wir zu selten ausspielen.
🤝 Und ein ehrlicher Moment
Riccardo erzählt offen, warum der eigene Nearshore-Ansatz gescheitert ist. Nicht an der Qualität, nicht an der Motivation, nicht an der Idee, sondern genau an dem Punkt, den Christian kurz zuvor als Erfolgsfaktor beschrieben hatte.
💬 „Nearshoring ist keine verlängerte Werkbank." – Christian Kobl
Bene hat einen Artikel gelesen, der die Parallele zieht: Europa hatte in der Stahlproduktion die Expertise, bis China über Dumpingpreise den Markt kaputtmachte. Genau dieses Muster läuft jetzt bei KI ab, nur nicht über Jahrzehnte, sondern über Monate. Riccardo stellt die unbequeme Gegenfrage und daraus wird eine der kontroversesten Folgen bisher.
Darum geht's:
⚡ Energie ist der eigentliche Engpass. Rechenzentren werden vielfach mit Gasturbinen direkt daneben befeuert. Die USA haben Gas durchs Fracking, China Kohle und massiven Solar-Fortschritt, Russland verstromt Überschüsse ins Mining und Europa? Fehlt es an Gas.
🧠 „Was ist denn ein Modell?" Riccardo berichtet aus seinem KI-Grundlagenkurs für Unternehmen: Die Kontingente sind plötzlich aufgebraucht, weil pauschal mit Maximalleistung gearbeitet wird , ohne zu wissen, welches Modell eingestellt ist.
⚖️ Bill Gates fordert Stopp und Diskussion. Einer der größten Techies unserer Zeit will bestimmte Berufe für Menschen reservieren. Warum das ausgerechnet jetzt kommt.
🤖 Benes KI-Robotik-Funnel. Seine These: KI ist nicht das Ende, Robotik ist das Ende, weil KI die Robotik erst möglich macht. Und sie steht bei alternder Bevölkerung und Pflegenotstand vor der Haustür.
💔 Riccardos moralischer Kompass. Werden gewonnene Ressourcen wirklich in Menschlichkeit investiert oder in Gewinnmaximierung? Ein Streit, der nicht aufgelöst wird.
🇪🇺 Europas Chance: weder rein geldgetrieben wie die USA noch rein ressourcengetrieben wie China. Der Mittelweg wäre der Wettbewerbsvorteil, wenn Europa denn gemeinsam auftreten würde.
🏌️ Birdie der Woche: Riccardo besucht in einem kleinen italienischen Dorf die älteste Barista des Landes, 102 Jahre, ohne Brille, rechnet die Rechnung im Kopf, macht ihre Social Media selbst. Und sie hat eine Grußbotschaft für unsere Hörer. Benes Birdie kommt vom Golfplatz: der perfekte Chip, gefolgt von der Demut direkt danach.
Tee-OFF – von der Börse bis zum Bunker. IT • Wirtschaft • Politik • Golf
Social Media im Mittelstand: Wer zeigt sein Gesicht?
Zwei Agenturen brachten kein Ergebnis. Der Durchbruch kam mit einer einzigen Person, die vor Ort war und die Kolleg:innen kannte, aus rund 100 Views wurden bei einzelnen Stories über eine halbe Million. In Folge 32 sitzt Nathalie bei uns, die den Social-Media-Auftritt eines Blechbearbeitungsunternehmens aufgebaut hat. Daraus wird eine der ehrlichsten Diskussionen unseres Podcasts: Wie viel Sichtbarkeit darf ein Arbeitgeber eigentlich erwarten?
Drei Jahre Projektlaufzeit, kein Go-live, und niemand war schuld. Maike Hofmayer führt die Blekotec Blech- und Rohrtechnik GmbH in der Wedemark. Ihr Digitalisierungsprojekt hing zwischen zwei Dienstleistern, die beide plausibel auf den jeweils anderen verweisen konnten.
Was wir besprechen:
· Anderthalb Jahre für eine Schnittstelle, die im eigenen Haus niemand erklären konnte
· Warum Eigenverantwortung Teil der Projektleistung ist – „Du bezahlst, das ist dein Projekt"
· Der Neustart: neues ERP, Passwortmanager statt Excel, eine eigene Rolle für IT und Doku
· Ein Ticketsystem, das jetzt die Auftragsbearbeitung trägt
· Die klügste Entscheidung des Jahres war ein Nicht-Kauf
· Benes Formel: kompetent, strukturiert, zuverlässig
Hinweis: Über das eigentliche Thema, was Blekotec produziert und wo IT das Kerngeschäft trägt, reden wir in dieser Folge kein einziges Mal.
Das wird Teil 2.
Nach drei Jahren KI-Hype ziehen Riccardo und Bene ehrlich Bilanz: Was ist vom Hype übrig und was heißt das konkret für den Mittelstand? Beide nutzen KI täglich und sagen trotzdem, dass die Debatte zu oft schwarz-weiß läuft.
In dieser Folge geht es um die Fragen, vor denen KMU bei jeder KI-Entscheidung stehen: Warum die Kosten steigen werden und man Abhängigkeit einpreisen sollte. Warum nicht der reine Entwickler gefragt ist, sondern wer Anforderungen in Prozesse übersetzt. Und warum KI-Projekte nicht an der Technik scheitern, sondern an fehlender Vorbereitung, Ziel definieren, Datenqualität prüfen, testen, bevor man produktiv geht.
Kein Zauberstab-Denken, sondern der pragmatische Mittelweg. Plus: Birdie & Bunkerschlag der Woche.
13 % Fachkompetenz. 87 % emotionale Kompetenz. 🤯
So gewichten Unternehmen laut einer im Podcast zitierten Erhebung heute große Projekte.
→ Neue Folge: Riccardo & Bene über KI-Akzeptanz, Teamvertrauen und warum Fachwissen allein nicht mehrreicht
→ Plus: eine Kundengeschichte,die zeigt, wie sich Vertrauen im Alltag auszahlt
🎧 jetzt reinhören
Aufgenommen in Leimen – dem Geburtsort von Boris Becker – starten Riccardo und Bene diese Folge mit einer persönlichen Neuigkeit: Bene hat zum 1. Juni die Geschäftsführung der Lieblang Service GmbH übernommen, einem Gebäudedienstleister im Mannheimer Raum. Frisch gestartet, neues Umfeld, erste Eindrücke.
Dann wird's grundsätzlicher.
Ein 30-Euro-Fernglas von Temu schlägt das empfohlene Bushnell-Modell für 280 Euro – technisch einwandfrei, berücksichtigt sogar Steigungswinkel. Zur selben Zeit lautet die größte VW-Schlagzeile beim neuen Polo: „Die Knöpfe kommen zurück." Beide Meldungen sagen mehr über den Zustand der deutschen Industrie als jede Quartalsbilanz.
In dieser Folge:
🔭 Temu vs. Bushnell – was ein 30-Euro-Fernglas über Qualität und Markenversprechen sagt
🚗 Deutsche Automobilindustrie unter Druck – VW, BYD, Tesla: Wer hat die besseren Argumente?
🇨🇳 China holt auf – und zwar nicht mehr nur über den Preis, sondern über Software, Interface und strategische Marktdurchdringung
⚡ Porsche als Positivbeispiel – hochgradige Individualisierung, manuelle Fertigung, keine Kompromisse
📉 10.000 Industriearbeitsplätze pro Monat – dauerhaft weg. Was bedeutet das für den Standort Deutschland?
🏗️ Schwarz Digits (Lidl-Gruppe) baut ein 200-MW-Rechenzentrum in Lübbenau bei Cottbus, europäische digitale Infrastruktur in der Praxis
🤖 KI-Update von der US-Regierung für Europa gesperrt – Begründung: nationale Sicherheitsinteressen. Was folgt daraus für europäische Unternehmen?
🌍 Europäische Souveränität: Warum nationale Eitelkeiten (Beispiel: gescheitertes Kampfjet-Projekt Deutschland/Frankreich) gemeinsame Lösungen blockieren
🔓 Schleswig-Holstein und die Open-Source-Strategie – Modell oder Sonderweg?
Riccardo und Bene gehen direkt in die Tiefe: Was steckt wirklich hinter Change Management? Und warum scheitern so viele Veränderungsprozesse, obwohl die Technologie längst da ist?
In dieser Folge sprechen die beiden über die menschliche Seite des Wandels: von der klassischen Excel-Verweigerung im Büro bis zur überstürzten KI-Einführung im Mittelstand. Bene steht selbst mitten in einem großen persönlichen Change vom IT-Umfeld in eine neue Managementrolle und nimmt die Hörerinnen und Hörer mit in seinen Gedanken mit.
🔄 Change Management: Definition, Praxis und warum der Fokus auf den Menschen entscheidend ist
🤖 KI ohne Strategie: Was passiert, wenn Lizenzen en masse gekauft werden aber der Plan fehlt
🥊 Führung & Sparring: Nelson Mandela, Boxtraining und was gute Führung wirklich bedeutet
⚙️ Robot Process Automation: Wo KI im Mittelstand heute wirklich funktioniert
⚽ Pelegrino Matarazzo: Was ein Fußballtrainer über KI-Grenzen lehrt
In dieser Folge sprechen Benedikt und Riccardo mit Moderatorin, Kommunikationstrainerin und PR-Beraterin Sabine Weber über das, was Führung im Kern ausmacht: Zuhören statt nur Sprechen.
Sabine erzählt, wie sie nach 23 Jahren in der Automobilindustrie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hat und warum sie ihr Lebensmotto „Menschen Raum geben" auch auf Führung überträgt.
Im Gespräch geht es um verlorene Kaffeeküchen-Momente seit der Pandemie, warum Fehlerkultur und Verbindlichkeit zusammengehören, weshalb starre Aufbauorganisationen echte Agilität ausbremsen und wieso klar definierte Unternehmenswerte kein Papiertiger bleiben dürfen, sondern vorgelebt werden müssen.
Außerdem: externe Beratung als Sparringspartner statt Fahrer, ein Bunkerschlag der besonderen Art und natürlich wie immer Golf, Fußball und ein Schuss Politik zum Ausklang.
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