Die Dame, bei der ich im französischen Teil Kanadas wohnen durfte, ist zu meiner Freundin geworden. Diese Beziehung bietet mir die Chance, die Fehler aus meiner ersten Fernbeziehung im Jahr 2017 nicht zu wiederholen.
Wichtig ist, dass man volles Vertrauen zueinander hat, damit sich keine Hirngespinste entwickeln. Vertrauen ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Beziehung, besonders auf Distanz.
Außerdem sollte man genügend Selbstbewusstsein besitzen, denn nur so braucht man sich keine Sorgen machen. „Etwas Besseres als mich wird sie eh nicht finden.“
Mein Lehrer sagte mir letztens: „Nur weil man einen Vogel in einen Käfig sperrt, heißt das noch lange nicht, dass man ihn besitzt. Erst wenn der Vogel freiwillig immer wieder zu dir zurückkommt, gehört er dir.“ Mit anderen Worten: „Sei nicht so besitzergreifend, denn im Endeffekt kannst du es nicht beeinflussen, ob sich dein Partner zu einer anderen Person mehr hingezogen fühlt als zu dir. Wenn das der Fall ist, dann ist es so, und man war einfach nicht füreinander bestimmt.“
Es ist wichtig, ein Ende in Sicht zu haben, auf das man hinarbeiten kann. Die Ungewissheit ist nämlich zerstörerisch. Man sollte sich stets bewusst sein, dass dies nicht der Dauerzustand ist und mit der Realität wenig zu tun hat. Der große Abstand lässt viel Platz für Spekulationen, die sich nur in unserem Kopf abspielen.
An sich war die letzte Zeit für mich sehr schmerzhaft, denn obwohl man eigentlich einen Partner hat, fühlt man sich oft einsam. Die Distanz sorgt häufig für Missverständnisse. All diese Erkenntnisse zu erlangen, kostete mich viel Kraft.
Wer sich in eine Fernbeziehung stürzt, dem empfehle ich, vorher ein starkes Fundament aufzubauen. Die Beziehung sollte eine gewisse Stabilität haben, und man darf sich nicht selbst belügen. Die Entscheidung, langfristig zusammen zu bleiben, sollte feststehen. Das bedeutet auch, dass man nicht bei jeder Kleinigkeit aufgibt, denn jeder weiß, dass es nicht leicht wird.