Ich merke gerade beim Schreiben an meinem Buch, wie sehr sich alles verändert hat. Und wie sehr ich mich damals dagegen gewehrt habe.
Diese Folge ist so ein Zurückschauen.
Auf eine Zeit, in der ich Mama geworden bin – und gleichzeitig alles dafür getan habe, mein altes Leben festzuhalten.
Ich wollte nicht anders werden.
Ich wollte nicht langsamer werden.
Ich wollte nicht plötzlich jemand sein, den ich nicht kenne.
Also habe ich weitergemacht wie vorher.
Feiern, unterwegs sein, frei sein.
Zumindest im Außen.
Und innerlich?
War da ein ziemlicher Kampf.
Zwischen dem, was da war und dem, was längst begonnen hatte.
Ich schaue heute anders drauf. Mit mehr Verständnis.
Mit mehr Ehrlichkeit auch.
Weil ich sehe, dass da ein Teil von mir war, der einfach Angst hatte.
Angst vor dem Neuen.
Vor der Verantwortung.
Vor der Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich das Alte loslasse?
Und genau das zeigt sich heute wieder.
An einem ganz anderen Punkt.
Mein Leben ist ruhig geworden.
Echt geworden.
Ich bin angekommen, würde ich sagen.
Und trotzdem kommt da wieder dieser Moment,
in dem etwas weiter will.
Und ich merke, wie ich festhalte.
Einfach, weil es gerade gut ist, so wie es ist.
Vielleicht ist das genau das, was das Leben immer wieder macht.
Uns ein Stück weiterziehen.
Auch wenn wir gerade stehen bleiben wollen.
Und vielleicht geht es gar nicht darum, sofort loszulassen.
Sondern erstmal zu merken, dass wir festhalten.
Und dann irgendwann die Tür ein kleines Stück aufzumachen.
Ich nehme dich einfach mit da rein.
In dieses Dazwischen.
Zwischen dem, was war
und dem, was kommt.
Ein Podcast von Eileen O’Rourke
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Fotocredit: Ulla Schreiber