Du beschäftigst dich tief mit Trauma, Beziehung, Heilung, Spiritualität. Kostbar, keine Frage.
Aber kennst du das Gefühl, dass diese Arbeit irgendwann an einer unsichtbaren Grenze stehen bleibt? In der „Bubble"
Genau da setzt diese Folge an.
Ich spreche mit Heike Pourian, die seit Jahrzehnten an der Schnittstelle von innerer Arbeit und gesellschaftlicher Veränderung forscht und wirkt - darüber, was möglich wird, wenn wir unsere tiefen Retreat- und Heilungserkenntnisse mitnehmen und damit draußen wirksam werden.
Diese Folge ist für dich, wenn du mit innerer Arbeit vertraut bist und gleichzeitig spürst: Da will etwas in dir mehr in die Welt.
Worüber wir sprechen:
- Warum Heilung und gesellschaftliche Gestaltung sich gegenseitig brauchen
- Zugehörigkeit, Privilegien und blinde Flecken in der Szene persönlicher Entwicklung
- Die Angst vor der „Welt da draußen" und was passiert, wenn inneres Zuhause entsteht
- Warum vielleicht genau jetzt Menschen gebraucht werden, die den Mut haben, aus ihrer Bubble herauszutreten, ohne sich selbst dabei zu verlieren
Über Heike Pourian
Heike versteht sich als Wandelforscherin. Ihre Heimat ist der improvisatorische Tanz, den sie als Experimentierfeld für transformative Prozesse erlebt. Auf Basis von Erkenntnissen über unser Nervensystem begleitet sie Menschen darin, sich einzeln und kollektiv bewusst an der Schwelle des aktuellen Paradigmenwechsels wahrzunehmen. 2021 erschien ihr Buch Wenn wir wieder wahrnehmen. Wach und spürend den Krisen unserer Zeit begegnen. Herzstück ihrer Arbeit ist aktuell der Aufbau der Wegwarte im nordhessischen Witzenhausen – ein Lern- und Forschungsraum für wahrnehmende Gesellschaftsgestaltung und fürsorgendes Wirtschaften.
Links zu Heikes Wirken
- Heikes Buch www.wahrnehmen.org
- Wegwarte www.wegwarte.haus
- Heikes Website www.beruehrbarewelt.de
Link zum Projekt "Sprechen und Zuhören"
- Sprechen und Zuhören Link
Links zum Podcast
- Anmeldung Vertiefungscall: www.stefanhaefner.com/podcast
- Podcast Telegram Gruppe: https://t.me/thewayofrelationship
Kapitel
00:00 – Intro
03:30 – Warum Sichtbarkeit in turbulenten Zeiten wichtig ist
05:38 – Unruhe und emotionale Herausforderungen bei gesellschaftlichem Wandel
06:49 – Transparenz und Normalisierung von Unsicherheiten
08:10 – Projektionen und Rollen in Gesellschaft und innerer Arbeit
09:01 – Die Bedeutung der Augenhöhe in Gruppendialogen
10:17 – Gesellschaftliche und persönliche Räume für innere Prozesse
11:34 – Die Balance zwischen Rückzug, öffentlichen Plattformen und politischer Wirkung
13:10 – Der Umgang mit Privilegien und gesellschaftlicher Verantwortung
16:09 – Schützende Räume versus aktive Engagement-Orte
18:16 – Praktiken für gesellschaftliche Gespräche: "Sprechen und Zuhören"
20:18 – Umgang mit Unsicherheiten und Verunsicherung bei Widerstand
22:13 – Transformation durch Verbindung von körperlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Beteiligung
25:18 – Der Weg von Bubble-Sicherheit hin zu gesellschaftlicher Mitgestaltung
26:20 – Inneres Zuhause und Ausdehnung in gesellschaftliche Räume
29:20 – Zugehörigkeitswunden verstehen und heilen
31:56 – Der Spagat zwischen gesellschaftlichem Engagement und Privilegien
40:07 – Orte der gesellschaftlichen Veränderung: Rathaus als Chance
48:50 – Wahrnehmungsbestätigungen und kulturelle Zugehörigkeit
53:44 – Privilegien in innerer und gesellschaftlicher Arbeit
58:30 – Finanzielle Gerechtigkeit und solidarisches Wirtschaften
65:17 – Umgang mit Sicherheit und Verletzlichkeit in Veränderungsprozessen
71:50 – Haltung beim gesellschaftlichen Dialog: Durchlässigkeit oder Abgrenzung
75:56 – Die Kraft kleiner Schritte und das gemeinsame Feiern von Teilhabe