Warum aus einer Chance kein Neuanfang wurde
Der Club 20457 schloss zum Jahresende seine Türen. Verbunden mit einem Versprechen: Es soll weitergehen. Neuer Ort, gleicher Geist. Gespräche werden konkreter, Optionen greifbarer, ein Mietvertrag liegt unterschriftsreif auf dem Tisch. Und doch bleibt eine Frage, die sich nicht mit Zahlen beantworten lässt: Fühlt sich das richtig an?
Diese Folge nimmt dich mit in einen Entscheidungsprozess, der weit über eine Standortfrage hinausgeht. Es geht um Orte, die mehr sind als Quadratmeter. Um die HafenCity als spannenden, aber sensiblen Raum zwischen Vision, Wohnraum, Tourismus und Eventkultur. Und um ein Projekt, das genau dort funktioniert hat, wo es entstanden ist – und vielleicht nur dort.
Das Interview führt Concecao Feist, die den Betreiber Antonio „Toni“ Fabrizi vom ersten Tag an kennt. Sie hat miterlebt, wie er den Schritt vom Banker zum Gastwirt wagte und wie aus einer Idee der Club 20457 wurde. Ihre Nähe zur Geschichte prägt das Gespräch: persönlich, offen und getragen von gemeinsam erlebten Jahren.
Warum sagt man Nein, obwohl vieles für ein Ja spricht?
Wie viel Raum darf Intuition einnehmen, wenn Verträge, Laufzeiten und Erwartungen auf dem Spiel stehen?
Und was bedeutet es, sich selbst treu zu bleiben, wenn ein Neuanfang möglich, aber nicht stimmig ist?
Das Gespräch wurde ohne Schnitte aufgezeichnet. Die Fragen waren Antonio „Toni“ Fabrizi bis zur Aufzeichnung nicht bekannt. Dadurch entsteht ein ungeschönter Dialog, frei von vorbereiteten Antworten – ruhig, reflektiert und ehrlich. Keine Abrechnung, sondern ein Blick hinter die Kulissen eines Fast-Neuanfangs und einer bewussten Entscheidung dagegen.
Während das Kapitel Club 20457 vorerst endet, geht das Erzählen weiter. Auch literarisch: Die Fortsetzung des Krimis Tod in der HafenCity steht bereits in den Startlöchern und knüpft thematisch an Ort, Stimmung und Konflikte an.
Eine Folge über Haltung, Verantwortung und den Mut, manchmal nicht zu unterschreiben.