Theocast
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Theocast episodes

  • Zwischen Ekstase und Vernunft – Was Charismen sind und was nicht (Glaubensinformation)

    Menschen mit Charisma verfügen im Allgemeinen über eine besondere Ausstrahlung. Zumindest ist das eine allgemeinverständliche Auffassung. Der Soziologe Max Weber hingegen versteht unter „Charisma“ verschiedene Formen herrschaftlicher Typen, die neben einer persönlichen Ausstrahlung einer Führungspersönlichkeit auch durch Recht (legal) oder Tradition begründet sein können. Schließlich kennt das Neue Testament den Begriff charismatischer Begabungen, die auf das Wirken des göttlichen Geistes zurückgeführt werden. Allein dieser kurze Überblick zeigt, wie unterschiedlich die Rede von Charismen verwendet wird. Gerade in kirchlichen Kontexten wird aber immer wieder von der Notwendigkeit einer Charismenorientierung gesprochen, ohne dass näher geklärt würde, was denn nun unter „Charisma“ verstanden wird. Der Abend führt in die verschiedenen Charismenbegriffe ein und nimmt dabei vor allem die Charismenlehre des Neuen Testamentes in den Blick. Dabei wird deutlich werden, dass die Charismen durchaus kritisch zu hinterfragen sind. Nicht alles, was als Charisma verstanden wird, erscheint bei näherer Betrachtung nützlich.

    Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 11. Mai 2022 als Webinar stattfand.

    Weiterführende Links:

    • Werner Kleine, Die Wortgewalt des Charismas. Neustestamentliche Einwürfe zum Ruf nach einer charismenorientierten Pastoral, Dei Verbum, 4. Juli 2017
    • Werner Kleine, Kirchenkitsch. Neutestamentliche Einwürfe zur kirchlichen Gemeinschaftssehnsucht, Dei Verbum, 3. August 2021
    1 hr 30 min
  • Wie leer war das Grab? – Alte und neue Fragen zur Auferstehung Jesu (Glaubensinformation)

    Ist der Glaube an die Auferstehung selbst schon vorchristlich begründet, kommt mit dem Bekenntnis zu dem vom Kreuzestod Auferstandenen eine weitere Komponente hinzu. Die Konkretion der Auferstehungserfahrung bringt eine neue Qualität mit sich, die der intellektuellen Vergewisserung bedarf. Dieser Herausforderung stellen sich die neutestamentlichen Autoren ebenso wie der Frage nach der Bedeutung der Auferweckung des Gekreuzigten, die in sich ein Paradox birgt: Wenn Jesus als Gottverlassener stirbt und doch von Gott auferweckt wird, dann liegt in dem historischen Ereignis des Kreuzestodes eine tiefere Bedeutung, von der aus das Leben und Handeln des irdischen Jesus in einem neuen Licht erscheint. Das ist der Beginn der christlichen Theologie, deren Anfänge im Neuen Testament bezeugt sind. Braucht es dazu aber zwingend ein leeres Grab?

    Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 27. April 2022 als Webinar stattfand.

    Weiterführende Links:

    • Berthold Seewald, "Das Grab Jesu war nicht leer", Welt online, 15.4.2022
    • Johannes Fried, Kein Tod auf Golgatha. Auf der Suche nach dem überlebenden Jesus, München 2019
    • Hans Kessler, Auferstehung?. Der Weg Jesu, das Kreuz und der Osterglaube, Ostfildern 2021
    • Werner Kleine, Petrus vs. Maria von Magdala. An Ostern ist nichts so sicher wie die Auferstehung - und auch die fordert nicht weniger als den Verstand, Dei Verbum, 18.4.2017
    • Werner Kleine, Maria von Magdala vs. Petrus - Die Auferstehungsüberlieferung im NT und den Apokryphen, Youtube, 13.4.2018
    • Werner Kleine/Till Magnus Steiner, Braucht es ein leeres Grab. Die Entwicklungen des Glaubens an die Auferstehung im Alten und im Neuen Testament, Youtube, 4.5.2018
    1 hr 18 min
  • Hochzeit! – Die Feier des Triduum Paschale (Gründonnerstag bis Osternacht) – eine Einführung

    Im Rahmen der Glaubensinformation bietet Katholische Citykirche Wuppertal im Rahmen der Reihe „Glaubensinformationen“ eine Einführung in das sogenannte Triduum Paschale an. Das Triduum Paschale umfasst die Zeit vom Gründonnerstag bis zur Osternacht. Diese Zeit ist in der katholischen Kirche von einer besonderen und einmaligen Liturgie geprägt, die nur an diesen Tagen gefeiert werden. Eigentlich handelt es sich bei dem Triduum Paschale um einen einzigen großen Gottesdienst, der am Gründonnerstag beginnt und in der Osternacht endet. Er fängt mit der Erinnerung an die Einsetzung des Abendmahles am Gründonnerstag an. Am Karfreitag wird die Liturgie vom Leiden und Sterben Christi begangen. Am Karsamstag gedenkt die Kirche der Grabesruhe des Herrn. In der Osternacht schließlich wird in einer breit entfalteten Liturgie die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.

    Der Informationsabend führt in Form in Ablauf, Inhalt und Verständnis der österlichen Liturgie ein.

    Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 13. April 2022 als Webinar stattfand.

    Materialblatt zur aktuellen Folge (pdf)

    1 hr 16 min
  • Der König am Kreuz – Die Passion nach Lukas (Glaubensinformation)

    Neben dem Evangelium verdankt sich auch die Apostelgeschichte der Feder des Evangelisten Lukas. Sein Doppelwerk ist von einer gegenläufigen Bewegung geprägt: Während in seinem Evangelium alles auf Jerusalem zuläuft, geht die Botschaft von der Auferstehung des Gekreuzigten in der Apostelgeschichte von Jerusalem bis an die Enden der Welt. Das Kreuz stellt dabei eine wichtige Zäsur dar: Jesus, der in seinem irdischen Leben das Reich Gottes in Wort und Tat verkündet hat, vermacht vor seinem Leiden und Sterben dieses Reich seinen Aposteln. Die gemeinsame Zeit ist eine Zeit der Zurüstung, in der die Jünger die Besonderheit des "Königtums" Jesu erkennen sollen, der eben kein politischer Agitator ist. Mehrfach betont die lukanische Passionserzählung deshalb die Unschuld Jesu. Für die Jünger aber wird nach der Auferstehung eine neue Herausforderung anstehen: Die Verkündigung der Botschaft von der Auferstehung des Gekreuzigten - eine Aufgabe, die sich nach Lukas gerade nicht bruchlos an die öffentliche Verkündigung Jesu anschließt, sondern neues und eigene Antworten erfordert.

    Der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine erschließt an diesem Abend den lukanischen Passionsbericht.

    Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 6. April 2022 als Webinar stattfand.

    1 hr 36 min
  • Der offene Himmel – Eine Einführung in die Dramaturgie und die Zeichen der Eucharistiefeier (Glaubensinformation)

    Die Eucharistiefeier bildet - so lehrt das Zweite Vatikanische Konzil - Quelle, Mitte und Höhepunkt des kirchlichen Lebens. Sie ist die zentrale Versammlung des Volkes Gottes, das von hier aus in den Alltag gesandt wird und aus dem Alltag wieder zusammenkommt, um das Sakrament der Eucharistie zu feiern. Die Feier selbst folgt einer Dramaturgie, die nicht nur über die Jahrhunderte gewachsen ist und dabei von jüdische, römischen und auch germanischen Quellen beeinflusst wurde. Dabei ist dies Prägung ein dynamischer, auch gegenwärtig noch nicht abgeschlossener Prozess.

    Die Dramaturgie der Eucharistiefeier selbst ist geprägt von Zeichen, Riten und Symbolen, in denen sich ihr Wesen ereignet: Die Feier der Gemeinschaft der Menschen mit Gott, die die Gemeinschaft der Menschen untereinander begründet.

    Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 23.3.2022 als Webinar stattfand.

    Weiterführende Links:

    • Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch (AEM) (pdf) - enthalten in Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Die Messfeier - Dokumentensammlung. Auswahl für die Praxis, 12. Auflage, Bonn 2015, S. 7-90
    • Grundordnung des Römischen Messbuches (GORM) (pdf)
    • Werner Kleine, Was ist eigentlich Eucharistie?. Eine neutestamentliche Suche nach Mitte, Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens, Dei Verbum, 9. Juni 2022
    • Werner Kleine, Solidarität. oder: Mit Gefühlen kann man keine Politik machen, mit Haltungen schon, Dei Verbum, 12. September 2017 (mit einer Erläuterung zu den Einsetzungsberichten)
    • Werner Kleine, Gebrochenes Brot und vergossener Wein - die neutestamentlichen Abendmahlsberichte (Glaubensinforamtion), Youtube, 17.6.2017
    • Werner Kleine, Der Altar (Mystagogische Kirchenführung), Youtube, 8. Dezember 2009
    • Werner Kleine, Mystagogische Kirchenführung - eine Kirchenführung der besonderen Art (9 Videos zu zentralen Orten des römisch-katholischen Kirchenraumes) - www.mystagogische-kirchenfuehrung.de
    • Direktorium für das Erzbistum Köln, Auszug 27. März 2022 (4. Fastensonntag, Lesejahr C), jpg
    • Direktorium für das Erzbistum Köln, Auszug 10. August 2022 (Fest des Hl. Laurentius, Wuppertal: Hochfest), jpg
    • Skizze (begleitend im Webinar erstellt): Die Dramaturgie der Eucharistiefeier (pdf)
    • Joseph Ratzinger, Der Geist der Liturgie, Freiburg i. Br. 2013
    1 hr 31 min
  • „Was ist der Mensch, dass Du an ihn denkst?“ (Psalm 8,5)
    Gottebenbildlichkeit als Gabe und Aufgabe

    In der jüdischen und christlichen Tradition ist der Mensch lebendig, weil er den Atem Gottes in sich trägt. Aber nicht nur er, sondern alles, was atmet, ist von Gott belebt. Nach allem, was derzeit bekannt ist, ist der Mensch das Wesen, das sich seiner selbst bewusst ist. Tiere kommunizieren, empfinden und können leiden. Die Fähigkeit zu Erkenntnis und Selbstreflexion hingegen scheint eine Besonderheit menschlicher Existenz zu sein. Dazu gehört auch die Fähigkeit zu erkennen, dass Gott selbst in allem, was atmet, anwesend ist. Das macht die Königswürde des Menschen aus und die Verantwortung, Schöpfung, Mitgeschöpfe und Mitmenschen mit Würde zu behandeln.

    Mitschnitt des Vortrages von Dr. Werner Kleine anlässlich der Ausstellung der Könige von Ralf Knoblauch in Christ König in Köln-Longerich vom 15. März 2022.

    49 min
  • Krisis? What Krisis?

    Der vielfache sexuelle Missbrauch durch Kleriker bedeutet für die Betroffenen ein oft lebenslanges Trauma. Die Täter hingegen wollen sich nur allzu oft nicht ihrer Verantwortung stellen. Dem Gericht werden sie damit nicht entgehen.

    Wie in jedem ordentlichen Drama geht es auch hier um einen großen Verlust und um die (scheinbare) Unmöglichkeit, an der gegenwärtigen Situation irgendwas ändern zu können. Ein fast übermächtiges Warum steht im Raum - unmittelbar als Anklage nach ganz oben formuliert. In einem inneren Dialog erwächst der Kläger jedoch zu seinem eigenen Anwalt. Er belegt quasi anhand von Bibelfragmenten, dass er von Gott verlassen worden ist. Hörbar unterstrichen wird das durch gegenläufige Soundeffekte, die den Kläger immer klarer und deutlicher werden lassen, während die geflüsterten Bibeltexte zunehmend verwässern. Das abschließende lapidare Mea Culpa verweist auf die Art und Weise, wie aktuell von Seiten der Katholischen Kirche mit den Opfern umgegangen wird.

    Text und Vocals: Jörg Degenkolb-Değerli

    Produziert von kck42

    6 min
  • Die Kirche und das Geld – eine biblische Spurensuche (Glaubensinformation)

    Beim Geld hört der Spaß auf. Das nicht nur in der Gesellschaft, sondern vor allem auch in der Kirche so. Die immer wieder aufkommenden Finanzskandale um die Vatikanbank, die Vorgänge im Bistum Limburg um den früheren Bischof Tebartz-van Elst und jüngst das Finanzgebahren im Zusammenhang mit den Missbrauchsgutachten und dem Krisenmanagement im Erzbistum Köln lassen das Vertrauen in eine Institution schwinden, für die eben dieses Vertrauen das eigentliche Stammkapital ist. Geld ist eben Vertrauenssache – und Vertrauen geht schnell, wenn der Umgang mit Geld unlauter erscheint. Da mag es kaum verwundern, wenn schon im Neuen Testament dem Umgang mit Geld große Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Frage ist schon in biblischen Zeiten, wofür Geld eingesetzt wird – und nicht zuletzt, wie der Umgang mit dem Geld kontrolliert werden kann. Der Blick zurück kann heute noch helfen, den Umgang mit Geld in der Kirche – und sicher auch in der Gesellschaft – vertrauenschaffend zu gestalten.

    Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 2. März 2022 als Webinar stattfand.

    Weiterführende Links:

    • Werner Kleine, Die Kirche und das Geld. Wie Kontrolle Vertrauen möglich macht - und ihr Fehlen zerstört, Dei Verbum, 10.12.2021
    • Werner Kleine, Zwischen Furcht und Hoffnung. Eine textlinguistische Unterschung des Briefes 2 Kor 1-9 zur wechselseitigen Bedeutsamkeit der Beziehung von Apostel und Gemeinde, Berlin 2002
    • Werner Kleine, Gebrochenes Brot udn vergossener Wein - die neutestamentlichen Abendmahlsberichte (Glaubensinformation), Youtube 17.6.2017
    • Katholische Citykirche Wuppertal, Heiliger Laurentius, Youtube, 7..6.2012
    1 hr 31 min
  • Handeln im Angesicht der Sterblichkeit
    Predigt zum "Aschenkreuz to go" in Wuppertal-oberbarmen am 2.3.2022

    Der Krieg, den der Diktator Wladimir Putin in der Ukraine angezettelt hat, zeigt, wie dünn die Firnis zwischen Tod und Leben ist. Die Vergegenwärtigung der eigenen Sterblichkeit zeigt die Bedeutung des Lebens. Christinnen und Christen sind ermächtigt, das Leben zu fördern und zu schützen - nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Taten. Das Aschenkreuz ist da Mahnung und Auftrag zugleich.

    Mitschnitt der Predigt von Dr. Werner Kleine zum Aschenkreuz to go am 2.3.2022 in Wuppertal-Oberbarmen.

    Links:

    • Impressionen vom Aschenkreuz to go am 2.3.2022 in Wuppertal-Oberbarmen (flickr)
    • 1. Lesung: Joël 2,12-18
    • 2. Lesung: 2 Korinther 5,20-6,2
    • Evangelium: Matthäus 6, 1–6.16–18
    4 min
  • „Wunder“ im Neuen Testament

    Am 25. Februar 2022 sprach Dr. Werner Kleine beim ökumenischen Gesprächskreis "am Rott" über die "Wunder" im Neuen Testament. Ausgehend von der Beobachtung, dass die Evangelisten selbst im griechischen Urtext selbst nicht von "Wundern", sondern von Machterweisen (Matthäus, Markus, Lukas) oder Zeichen (Johannes) sprechen, werden die Heilungserzählungen einer näheren Betrachtung unterzogen. Es wird deutlich, dass das scheinbar Außergewöhnliche an der Oberfläche geschieht; tatsächlich liegt in den Tiefenschichten der Texte der eigentliche Punkt der Heilungserzählungen: Jesus Handeln bedeutet für die Menschen Aufrichtung und Ermächtigung - ein Auftrag, der bis heute für die gilt, die in der Nachfolge Jesu stehen.

    Weiterführendes:

    • Werner Kleine, Das Opium der Zweifler. Ein neuer Blick auf die Wundererzählungen des Neuen Testamentes, Dei Verbum, 17.10.2017
    57 min

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Theologischer Podcast von Dr. Werner Kleine - Römisch-katholischer Theologe mit dem Spezialgebiet Neues Testament.