Software Testing & Qualität - Testautomatisierung, KI & Agilität

Thermomanagement bei E-Autos testen - Patrick Meuth


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Von Testfahrten zu Hardware zu virtuellen Steuergeräten

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"Das gibt dann in Summe 200 verschiedene Verschaltungen, wie das ganze System letztendlich betrieben werden kann." - Patrick Meuth

In dieser Episode spreche ich mit Patrick Meuth über Thermomanagement-Software in Elektroautos. Früher fanden viele Tests im Auto statt, heute verlagern sie sich Shift-Left: erst Hardware-in-the-Loop, dann ein virtuelles Steuergerät, das nur die Thermofunktionen ausführt. So sparen sie Fahrten und finden Fehler früher. Die Szenarien sind anspruchsvoll: Batterie schützen, Innenraum kühlen, Leistung priorisieren, Reichweite im Blick.

Patrick Meuth begann 2016 seine berufliche Laufbahn bei der TKI Automotive mit seiner Bachelorarbeit im Bereich modellbasiertes Testen. Anschließend wurde er 2017 als Testingenieur für Systemabsicherungen an HIL-Prüfständen übernommen. Durch seine Erfahrungen in verschiedenen Projekten entwickelte er sich kontinuierlich weiter und wurde 2020 zum Senior Test Engineer und anschließend zum Testmanager ernannt. Mit dem Übergang zur CARIAD 2021 setzte er seine Tätigkeit als Testmanager fort. Seither leitet er das Team zur Systemabsicherung in einer agilen Struktur und übernahm als Product Owner die fachliche Verantwortung.

Highlights:

  • Thermomanagement-Software in Elektrofahrzeugen regelt bis zu 200 verschiedene Systemverschaltungen, weil Batterie, Innenraum und verfügbare Leistung gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.
  • Der Shift vom Fahrzeugtest zum Hardware-in-the-Loop-System senkt Kosten direkt, weil Extremtemperaturen wie minus 20 Grad im Labor simuliert werden, statt das Team nach Skandinavien zu schicken.
  • Eine virtuelle Steuergeräteumgebung erlaubt es, ausschließlich die Thermomanagement-Komponenten ohne Basissoftware-Quereinflüsse zu testen, was Fehler noch früher im Release-Zyklus sichtbar macht.
  • Automatisierte Testläufe für Thermomanagement-Funktionen dauern zwei bis drei Tage, weil Temperaturregelung und Timer-basierte Vorkonditionierungsabläufe physikalisch träge sind und nicht beliebig beschleunigt werden können.
  • Bevor ein Large-Language-Modell Testspezifikationen erzeugen kann, müssen die Eingangsanforderungen in einer strukturierten, maschinenlesbaren Form vorliegen, was den eigentlichen Aufwand darstellt.
  • Danke an die Community-Partner des Podcasts:Alliance for Qualification | ASQF | Austrian Testing Board | dpunkt.verlag | German Testing Board | German Testing Day | GI Fachgruppe TAV | Heise | HANSER Verlag | ISTQB | iSQI GmbH | oop | QS-TAG | SIGS-DATACOM | skillsclub | Swiss Testing Board | TACON Credits: Sound | Grafik

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    Software Testing & Qualität - Testautomatisierung, KI & AgilitätBy Richard Seidl - Experte für Software-Entwicklung und Testautomatisierung