ESSENziell - was auf den Teller kommt

Tinder zwischen Topf und Acker.


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Wie die Produzentenarena Bauern und Wirt:innen vernetzt.

Die Landwirtschaftskammer kämpft dafür, die Wirtschaftskammer dagegen: Die Herkunftskennzeichnung, ein etwas sperriger Begriff, ist seit jeher Streitpunkt zwischen Gastronomie und Landwirtschaft. Oder besser zwischen deren Interessensvertretungen. Was steckt dahinter? Konsument:innen wünschen sich zunehmend Transparenz auf der Speisekarte, vielen ist Qualität und Herkunft der Zutaten wichtig. Abgesehen von den vielen einzelnen Betrieben, die selbstverständlich ihre Partner auf der Karte anführen, ruht sich Österreichs Gastronomie allerdings allzusehr auf der Wahrnehmung aus, alles würde ohnehin aus unmittelbarer Nachbarschaft stammen. Dabei werden so viele Kälber in Österreich gar nicht geboren, wie es Wiener Schnitzel vom heimischen Kalb auf Österreichs Karten gibt. Und viele Betrieben beklagen, dass es kaum möglich sei, Produzent:innen in der Nähe zu finden, die sie kontinuierlich und in ausreichender Menge beliefern können.

Klemens Gold, gemeinsam mit seiner Frau Magdalena Betreiber des "Rau" in Großraming, möchte das ändern. Er hat mit der Produzentenarena eine Art "Tinder" oder "Speeddating" für Gastronomie und Landwirtschaft geschaffen und bringt Produzent:innen und Gastronom:innen im kleinen Kreis zusammen. In zehnminütigen Slots lernt man einander kennen und stellt fest, ob eine Belieferung interessant und machbar ist. Warum das aus Konsument:innen-Sicht wichtig ist, ob das nicht eigentlich Aufgabe der Interessenvertretungen wäre und wie unterschiedlich man Regionalist bewerten kann, erzählt mir Klemens Gold inmitten seiner Produzentenarena in Stift Schlierbach.

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ESSENziell - was auf den Teller kommtBy Ursula Riegler