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🎧 In dieser Podcastfolge spreche ich mit Sebastian Hartmann über ein Thema, das oft gemieden wird, aber unglaublich wichtig ist: Reinigung, Heiligung und Leid als Teil echter Nachfolge Jesu.
Mir war es wichtig, dieses Thema einmal ganz praktisch und ehrlich aufzuschlüsseln, weil Begriffe wie Heiligung oft sehr „fromm“ klingen, aber für viele schwer greifbar sind. Sebastian beschreibt Heiligung nicht als etwas Abgehobenes, sondern als den ganz normalen Erziehungsprozess Gottes mit uns. Gott ist Vater – und ein Vater erzieht seine Kinder. Heiligung bedeutet deshalb, dass Gott uns Schritt für Schritt in geistliche Reife hineinführt.
Besonders berührend fand ich, wie offen Sebastian über seine eigene chronische Krankheit gesprochen hat, mit der er seit etwa zehn Jahren lebt. Er erzählt, wie ihn diese Situation gezwungen hat, Kontrolle, Ambitionen und Selbstversorgung loszulassen. Statt ständig nach Auswegen zu suchen, musste er lernen, sich Gott hinzugeben, Trost zu empfangen und Frieden mitten im Schmerz zu finden.
Ein zentraler Punkt war für mich Gethsemane. Jesus selbst wollte nicht leiden. Er rang ehrlich mit dem Vater und sagte nicht einfach fromm Ja, sondern brachte seinen ganzen Schmerz und Widerstand ehrlich vor Gott. Genau darin liegt für Sebastian ein starkes Vorbild für uns heute: Leid ist nicht geistlich, weil es Leid ist, sondern weil wir darin Trost von Gott empfangen dürfen. Die Herrlichkeit liegt nicht im Schmerz selbst, sondern im Trost Gottes mitten darin.
Wir sprechen auch darüber, wie sehr unsere westliche Wohlstandskultur uns von echter geistlicher Reife entfernt hat. Viele Christen leben stark aus Selbstbestimmung, Eigenwillen und falscher Souveränität heraus. Doch Gott ruft uns zurück in seine Familienkultur: weg von Selbstversorgung, hin zu Vertrauen, Abhängigkeit und echter geistlicher Mündigkeit.
Für mich war besonders stark, wie Sebastian geistliche Väter und Mütter beschreibt: als Menschen, die eine spürbare Glaubensruhe ausstrahlen. Christen, die durch Feuerphasen gegangen sind und dadurch tief verwurzelt wurden. Genau solche Menschen brauchen wir in dieser Zeit – nicht nur starke Worte, sondern tiefe Wurzeln.
Seine abschließende Ermutigung hat mich besonders bewegt:
„Hau nicht ab.“
Bleib in der Spannung. Bleib in Gethsemane. Bleib beim Vater. Dort kommt Frieden. Dort kommt Trost. Dort wächst echte Reife.
Diese Folge ist eine Einladung, Leid nicht länger nur vermeiden zu wollen, sondern darin Gottes Erziehung, seinen Trost und seine Herrlichkeit zu entdecken.
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