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Ein bisschen „Kitzeln“, haben sie gesagt...
Manche Geschichten beginnen mit purer Selbstüberschätzung. Schon vor dem Flug nach England haben Herbert, Udo und ich das Ganze noch mit einem Spruch abgetan: „Ach, dann lassen wir uns halt von kleinen Stromschlägen etwas kitzeln...“
In Wolverhampton angekommen, wurde uns schnell klar: Der Tough Guy ist kein Hindernislauf, es ist ein Fieberraum des Wahnsinns.
Bevor der Startschuss überhaupt fiel, gab es Dinge zu sehen, die man nicht mehr vergisst. Da bewerfen sich erwachsene Männer in einer Gummienten-Schlacht, während andere sich darauf vorbereiten, Traktorreifen mit dem Pimmel zu ziehen. Britischer Humor trifft auf totalen Irrsinn.
Spätestens bei der Registrierung wurde es dann makaber: Man musste ankreuzen, ob man im Ernstfall wiederbelebt werden will oder nicht. Als Bestätigung gab es einen Anhänger um den Hals, damit die Sanitäter im Schlamm direkt wissen, was mit der „Ware“ zu tun ist.
Was uns auf der Strecke den Rest gab:
• Überleben im Eis: Der Tipp „Hände hoch im Wasser!“, damit das Blut zirkuliert und man nicht ohnmächtig wird. Geholfen hat es nur bedingt – meine heutige Kältephobie ist das ewige Souvenir an diesen Tag.
• Feuer & Schmerz: Wir sind über brennende Hindernisse gejagt, bis die Schuhe buchstäblich Feuer gefangen haben.
• Das „Kitzeln“: Der Moment, in dem die Elektroschocks im Matsch aus dem „Kitzeln“ einen ordentlichen Schlag in die Realität gemacht haben.
• Der giftige Schlamm: Es gab die klare Warnung: Sobald du Kontakt mit dem Schlamm hast, Finger weg von Lebensmitteln und bloß nichts in den Mund bekommen!
Dass das kein Kinderspiel ist, zeigt die Geschichte: 2004 erreichten von 6.000 Startern nicht mal 3.000 das Ziel. Über die Hälfte hat kapituliert.
Wir drei haben es durchgezogen, aber seit diesem Tag im Januar 2011 ist meine Betriebstemperatur dauerhaft auf "Heizung Stufe 5" eingestellt.
Frage an euch: Hättet ihr die Wiederbelebung angekreuzt oder wärt ihr beim Reifenziehen schon geflüchtet? Ab in die Kommentare! 👇
By Ein bisschen „Kitzeln“, haben sie gesagt...
Manche Geschichten beginnen mit purer Selbstüberschätzung. Schon vor dem Flug nach England haben Herbert, Udo und ich das Ganze noch mit einem Spruch abgetan: „Ach, dann lassen wir uns halt von kleinen Stromschlägen etwas kitzeln...“
In Wolverhampton angekommen, wurde uns schnell klar: Der Tough Guy ist kein Hindernislauf, es ist ein Fieberraum des Wahnsinns.
Bevor der Startschuss überhaupt fiel, gab es Dinge zu sehen, die man nicht mehr vergisst. Da bewerfen sich erwachsene Männer in einer Gummienten-Schlacht, während andere sich darauf vorbereiten, Traktorreifen mit dem Pimmel zu ziehen. Britischer Humor trifft auf totalen Irrsinn.
Spätestens bei der Registrierung wurde es dann makaber: Man musste ankreuzen, ob man im Ernstfall wiederbelebt werden will oder nicht. Als Bestätigung gab es einen Anhänger um den Hals, damit die Sanitäter im Schlamm direkt wissen, was mit der „Ware“ zu tun ist.
Was uns auf der Strecke den Rest gab:
• Überleben im Eis: Der Tipp „Hände hoch im Wasser!“, damit das Blut zirkuliert und man nicht ohnmächtig wird. Geholfen hat es nur bedingt – meine heutige Kältephobie ist das ewige Souvenir an diesen Tag.
• Feuer & Schmerz: Wir sind über brennende Hindernisse gejagt, bis die Schuhe buchstäblich Feuer gefangen haben.
• Das „Kitzeln“: Der Moment, in dem die Elektroschocks im Matsch aus dem „Kitzeln“ einen ordentlichen Schlag in die Realität gemacht haben.
• Der giftige Schlamm: Es gab die klare Warnung: Sobald du Kontakt mit dem Schlamm hast, Finger weg von Lebensmitteln und bloß nichts in den Mund bekommen!
Dass das kein Kinderspiel ist, zeigt die Geschichte: 2004 erreichten von 6.000 Startern nicht mal 3.000 das Ziel. Über die Hälfte hat kapituliert.
Wir drei haben es durchgezogen, aber seit diesem Tag im Januar 2011 ist meine Betriebstemperatur dauerhaft auf "Heizung Stufe 5" eingestellt.
Frage an euch: Hättet ihr die Wiederbelebung angekreuzt oder wärt ihr beim Reifenziehen schon geflüchtet? Ab in die Kommentare! 👇