Sorgearbeit ist lebensnotwendig, der Mensch als soziales Wesen trägt Sorge für seine Mitmenschen. Um zu überleben, werden wir als allererstes umsorgt, bis wir uns um uns selbst sorgen können und wiederum zu sorgetragenden Menschen werden und zum Ende unseres Lebens wieder auf das Umsorgt werden angewiesen sind. Wir sorgen uns aber nicht nur um andere Menschen, sondern auch um andere Lebewesen, Pflanzen und Dinge. Leider haben wir uns ein System geschaffen, in dem Sorgearbeit nicht viel Wertschätzung erlebt, obwohl spätestens seit der Corona-Pandemie klar ist, dass diese systemerhaltend ist.
Als Teil des kapitalistischen Systems werden Architekturen errichtet, die dieses System symbolisch und ökonomisch vorantreiben und in sich die vorherrschenden Ungerechtigkeitsverhältnisse manifestieren. Daher wollen wir uns in dieser Folge den Fragen widmen:
Wer reinigt, putzt und pflegt die Räume, in denen wir leben? Und für wen trägt der gebaute Raum Sorge?