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Früher war alles gut,
Es wäre besser,
Heinz E.
Liebes unterm Tellerrand-Trio,
als Dreigestirn des Halbwissens sind wieder einmal eure Einschätzungen gefragt. Nach bereits nachgewiesen Kenntnissen und Meinungen zu Gemüsesorten steht nun ein neuer Wettbewerb ins Haus. Und was liegt näher als Charaktere aus dem DSA-Universum?
Aber vielleicht fühlen sich dadurch einige Hörer und Hosts doch nicht genug abgeholt.
Daher lieber etwas naheliegenderes. Durch die Migration von zwei Drittel des Podcast-Teams in die ländliche Idylle und der damit verbundene tägliche Kontakt zu pelzigen und gefiederten Freunden soll es dieses Mal statt Flora um die Fauna gehen. Das unterm Tellerrand-Tier des Jahres.
Um es ein wenig einzugrenzen, es werden nur heimische, wildlebende Tierarten zu den Duellen antreten. Insekten wurden nicht in die Wertung aufgenommen. Im Vorhinein wurde die Ausfahrt auf 32 Tiere bzw. Tierarten gekürzt. Und zum Teil treten Tiere für ihre Art bzw. einzeln an.
Vergesst also die Wahlen des NABU und BUND. Wer kennt sich besser mit Asseln und Wollhandkrabben aus? Wer küsst Hunde mit Zunge? Wer züchtet die glücksten Silberfische in der Celler Straße? Wer lässt sich von Tieren nach Hause leiten?
Hier kommen die drei animalischen Ikonen Norddeutschlands. Julian, Lenn und Mattes.
Wie das Ministerium für Inneres, Sport und Familie heute bekannt gab, gelte seit dem 01.01.2026 ein Verbot für Bundesland übergreifende Podcastproduktionen.
Anlass dafür war die umstrittene Weihnachtsfolge des Podcast-Trios Warnking, Mattes K, Siemers.
Durch das Verbot erhoffe man sich ein Weihnachtsfest ohne Einsamkeit, weniger Verletzte an Silvester und insgesamt ein fröhliches neues Jahr.
Aus diesem Grund senden wir heute eine Folge ohne den sympathischen Hünen Mattes, der leider nach wie vor in Bremen haust.
LIGER DER GEWÖHNLICHEN UNGENTLE MEN
Mein Handy geht jeden Moment aus. Deswegen wird hier jetzt mit heißen Nadel gestrickt.
Die Zeit zwischen den Jahren hat ihre ganz eigene Magie. Kurzzeitig scheint alles möglich.
Eines hat über die Jahre hinweg jedoch bestand… Woche für Woche veröffentlichen wir keinen Podcast. Hin und wieder aber treffen wir uns und bringen wieder Ordnung in die Welt.
Darauf ist Verlass. Unterm Tellerrand ist nur zwei Mal im Jahr.
Arrivederci!
Küsschen!
Mattes, Lenn, Julian
Es ging heute um viele Fragen:
Hier ist die neuestes Ausgaben des schwedisch-deutschen Feuilleton Podcasts!
Aktuelle Buchbesprechungen, Tipps für akustische Kultur und Fragen rund ums Leben großstädtischer Bohemians … All das erwartet Sie, meine Damen und Herren (und alle anderen) in der neuesten Aufgabe von unterm tellerrand.
Treten Sie ein in ein akustisches Kaleidoskop der Gerüche. Verplürrter Sekt, Hundescheiße im Auto und Dampfnudeln im Freibad. Ein Erlebnis wie eine Nacht im Heizöllager… echt, authentisch und betörend für die verbleibenden Sinne.
Zwei Bengel aus Elbchaussee-Tagen, mit Seide am Kragen und Fragen im Wagen, sie rissen den Zündschlüssel um mit ’nem Grinser, „Auf nach Schweden, wir fischen wie Prinzen!“ Hey-ho, die Kiste voll Sekt, der Volvo kracht durch das letzte Geheck. Lehrer auf Urlaub, Moral bleibt daheim, die Welt geht den Bach, doch der Sekt bleibt fein. Die Netze ins Wasser, der Champagner war kalt, sie lachten: „Wie einfach, Natur ist halt alt!“ Die Krebse gezählt mit dem Gucci-Monokel, danach noch ein Selfie fürs Snob-Protokoll. Hey-ho, die Kiste voll Sekt, der Volvo kracht durch das letzte Geheck. Lehrer auf Urlaub, Moral bleibt daheim, die Welt geht den Bach, doch der Sekt bleibt fein. Doch am Fjord weint die Möwe, das Wasser wird warm, die Eisberge brechen mit öligem Charme. Sie fuhren zurück, stolz wie zwei Sieger, mit Klima im Kofferraum, schwer wie ein Krieger. Hey-ho, die Kiste voll Sekt, der Volvo kracht durch das letzte Geheck. Lehrer auf Urlaub, Moral bleibt daheim, die Welt geht den Bach, doch der Sekt bleibt fein.
Mattes: 108
Grünkohldoku: https://youtu.be/PpwpVd68oPQ?si=g9V3zpk8CSHpTqMP
Auditive Dissonanz im öffentlichen Personentransport: Eine explorative Meta-Studie zu unerwünschten Klangphänomenen im Busverkehr
Dr. rer. soc. Halvard F. Übelmann, Institut für auditive Urbanforschung, Universität Bielefeld-Süd
Veröffentlicht in: Journal of Applied Socioacoustics, Vol. 42, Ausgabe 3, März 2025
Abstract
Der urbane Busverkehr stellt nicht nur eine logistische, sondern auch eine akustische Herausforderung dar. Während bisherige Forschung primär auf Verkehrsgeräusche und Umweltlärm fokussierte, widmet sich diese Studie erstmals den psychosozialen Effekten sogenannter „businterner Klangbelästigungen“ (BiKB). Basierend auf der siebzehnjährigen Langzeitstudie „Noise & Neurosis“ (Leiden, 2008–2025) konnten wir 17.423 busbedingte Mikrotraumata erfassen, kategorisieren und taxonomisch zuordnen. Die Ergebnisse zeigen: Der moderne Mensch hat feine Antennen – besonders, wenn es um andere Menschen geht.
1. Einführung
Busse sind mobile Mikrokosmen sozialer Interaktion, in denen Menschen unfreiwillig akustischen Reizen ausgesetzt sind, die sie in freier Wildbahn kategorisch meiden würden. Die auditive Belastung, auch als sonische Sozialinvasion (SSI) bekannt, kann zu erhöhter Reizbarkeit, innerem Grollen oder dem reflexartigen Wunsch führen, sich „einfach aufzulösen“ (vgl. Thomalla, 2014).
2. Methodik
Zwischen 2008 und 2025 wurden 612 Buslinien in sieben Ländern mithilfe des patentierten Geräusch-Toleranz-Barometers (GTB-9) vermessen. Probanden trugen während der Fahrt Hirnstromsensoren, ein sogenanntes “Noise Diary” und ein kleines Knautschkissen zur Sofortbewältigung akustischer Überforderung.
Ergänzt wurde die quantitative Analyse durch qualitative Tiefeninterviews mit 34 sogenannten Geräusch-Resignaten – Menschen, die nach eigenen Angaben „seit Jahren keinen Kopfhörer mehr abgenommen haben, außer beim Duschen“.
3. Ergebnisse
Die Daten zeigen eine klare Hierarchie auditiver Ablehnung. Die fünf häufigsten Aussagen:
4. Der Klangvermeidungsinstinkt
Ein besonderer Fokus lag auf dem sogenannten „Prä-Ohrenzucken“, einem neurokognitiven Frühwarnsignal des Körpers. Prof. Dr. Kuno Hammerschmidt (Uni Salzburg-Mitte) beschreibt dieses Phänomen als „den letzten evolutionären Versuch, sich durch innere Flucht dem akustischen Angriff zu entziehen – ohne den Bus zu verlassen“.
5. Typologie auditiver Übeltäter
Basierend auf 1.800 Fahrten entwickelten wir die Taxonomie der Auditorischen Archetypen des Busses (AAB):
1. Der Lautsprecher: Muss jedes Gespräch doppelt führen – einmal mit dem Telefonpartner, einmal mit dem ganzen Bus.
2. Der ASMR-Esser: Snackt stilecht, mit vollen Backen und auditiver Penetranz.
3. Die Playlist-Penetrante: Spielt Musik ohne Kopfhörer, vorzugsweise Deutschrap, Balkan Beats oder Meeresrauschen.
4. Der Spontanphilosoph: Beginnt Monologe über „die Matrix“ – an sich, an niemand oder an die ganze Menschheit gerichtet.
5. Das Murmelmonster: Spricht permanent halblaut mit sich selbst, aber nie verständlich.
6. Diskussion und Grenzen der Forschung
Obwohl die Ergebnisse eine klare Präferenz für Stille (bzw. „bloß keine Menschen“ – Zitat eines Probanden) zeigen, bleibt unklar, warum Menschen dennoch immer wieder ohne Kopfhörer oder Rücksichtnahme Bus fahren. Eine Hypothese ist das soziophonische Narzissmus-Syndrom (SNS), erstmals beschrieben von der Prager Klanganthropologin Dr. Ivana Rumova (2019).
7. Fazit
Wer im Bus etwas hören möchte, hat verloren. Der moderne Mensch sehnt sich nicht nach Gemeinschaft, sondern nach selektiver Isolation mit Bluetooth-Kopfhörer. Der Bus aber ist ein chaotisches Klangbiotop, in dem nur eine Spezies wirklich gedeiht: der Ignorant mit externem Lautsprecher.
Fußnoten
1. Übelmann, H.F. et al. (2021). Urban Soundscapes and the Decline of Public Courtesy. Lärm Verlag, Bad Salzuflen.
2. Rumova, I. (2019). Echoes of the Ego: Narcissism in Public Sound Environments. Czech Institute of Sonic Behavior.
Zwei Dorfkinder, die in der Stadt gestrandet sind, reden sich um Kopf und Kragen: über das richtige Outfit für Hochzeiten, die Missionierungsarbeit am DJ-Pult und warum Bremer Fähren dringend ein neues Narrativ brauchen.
Ein bisschen Nostalgie, ein bisschen Größenwahn, ganz viel Meinung – wie eine Kneipenrunde mit Stift und Notizheft.
⏱ Kapitel & Gesprächs-Gabeln
00:00 – Intro & leichte Verwirrung
Wir wissen nicht mehr, was wir mal wussten. Und das ist okay.
03:21 – Dresscode Drama
Was zieht man zur Hochzeit an, wenn man nicht nach Geld, aber auch nicht nach Ärger aussehen will?
11:08 – DJ-Battle auf dem Dorffest
Wem würdest du gerne deinen Musikgeschmack aufzwingen – und mit welchem Song?
20:15 – Fähren für Fortgeschrittene
Warum die Weserfähren in Bremen nicht einfach nur von A nach B fahren sollten, sondern von Sehnsucht zu Möglichkeit.
32:47 – Die große Klammer
Zwischen Provinzpathos, Pop-Referenzen und der Frage: Warum machen wir das hier eigentlich?
🎧 Hör rein, wenn du:
• auf Hochzeiten lieber zu Socken tanzt als zu Dresscodes passt
• gerne mitreden willst, obwohl du gar nicht eingeladen bist
• dich fragst, warum es in Bremen keine Fähre mit Technoanlage gibt
Kulinarisches Chaos: Wenn Fußball auf Labskaus trifft
Bremen – Dieses Spiel wird in die Geschichtsbücher eingehen! Beim Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV wurde erstmals die „Sidequest-Regel“ eingeführt: Neben dem gewohnten Ballspiel mussten die Teams während der 90 Minuten Labskaus zubereiten – mitten auf dem Spielfeld. Das kulinarische Meisterwerk wurde am Ende von einer Jury bewertet, wobei das bessere Gericht stolze zwei Tore wert war.
Das Chaos begann bereits in der 10. Minute, als Bremens Torwart Pavlenka während einer Parade versehentlich eine Kartoffel über das Spielfeld kickte. In der Zwischenzeit hatte Hamburgs Abwehrspieler versucht, ein Ei auf der Eckfahne zu pellen, wurde dabei aber von einem flinken Bremer Mittelfeldspieler getunnelt. Der eigentliche Ball geriet zwischendurch immer wieder in Vergessenheit, da beide Teams verzweifelt versuchten, ihre Labskaus-Kreationen rechtzeitig fertigzustellen.
Der Höhepunkt kam in der 73. Minute, als Hamburgs Coach aus Versehen die Zwiebeln für das Gericht auf dem Elfmeterpunkt verteilte, was prompt zu einer rutschigen Situation führte. Dennoch gelang es Hamburg, ein ansehnliches Labskaus zu präsentieren – doch Bremens Würzmischung und die perfekte Textur des Gerichts überzeugten die Jury. Mit dem Labskaus-Sieg holte Bremen zwei Punkte, was Hamburgs 1:0-Führung in ein 2:1 für Bremen verwandelte.
Die Fans waren begeistert, auch wenn sie sich fragten, ob es jemals ein Spiel mit mehr verschüttetem Matjes gegeben hatte. Fazit: Ein köstlicher Erfolg für die Bremer und ein Meilenstein für die Fußballgeschichte! Bon Appétit und bis zur nächsten Runde!
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