Du kommst im Hotel an, willst einfach nur ankommen – und landest trotzdem bei Wartezeit, Formularen, fehlendem Blickkontakt und dem Gefühl, eher „abgefertigt“ als willkommen zu sein. Vielleicht fragst du dich: Warum ist das im Jahr 2026 immer noch so kompliziert, obwohl doch alle von Digitalisierung sprechen?
Der schmerzhafte Kern: In vielen Hotels wird der Gast im Alltag eher als Störfaktor erlebt, während intern Prozesse, Systeme und Schnittstellen regieren. Und genau da liegt der größte Denkfehler: „Digital“ bedeutet nicht automatisch besser. Wenn ein schlechter Ablauf nur digital nachgebaut wird, wird er nicht gastfreundlicher – höchstens schneller und noch frustrierender.
Hör in die Folge rein, wenn du verstehen willst, warum Hotelprozesse so oft feststecken, woran es bei PMS/CRM und echter Kundenorientierung hakt und welche Perspektive dir sofort hilft, Hotelerlebnisse (und Service allgemein) neu zu bewerten – damit aus „Übernachtung“ wieder ein echtes Willkommen wird.
In der Folge erzählt Valerie Wagner aus 15 Jahren Hotellerie-Praxis und ordnet ein, was digitales Hotelmanagement wirklich umfasst – von Preisstrategie und Vertrieb bis hin zu Prozessen am Front Office. Es geht darum, wie Revenue Management funktioniert und warum steigende Preise nicht „Messepreise“, sondern eine logische Reaktion auf Nachfrage sind – auch wenn es für Gäste unfair wirkt. Außerdem wird deutlich, warum der Check-in als Visitenkarte häufig enttäuscht: Mitarbeitende jonglieren parallel Telefonate, Sonderwünsche, Gruppenanreisen, Zimmerzuordnung und die Abstimmung mit dem Housekeeping, wodurch Service-Momente verloren gehen. Ein weiteres Kernthema ist die Pseudo-Digitalisierung in Hotels, bei der Arbeitsschritte nur verlagert statt vereinfacht werden, sowie die Diskussion um den digitalen Meldeschein mitsamt technischen und praktischen Hürden. Im Gespräch werden zudem die typischen Blockaden sichtbar, die echte CRM-Nutzung erschweren: Datensilos, Schnittstellenlogik und eine Struktur, die eher Zimmer als Beziehungen verwaltet. Abgerundet wird das Ganze durch konkrete Reibungspunkte wie Minibar-Prozesse, Roboter-„Showcases“, die nicht umgesetzt werden, und die Frage, wie ein idealer, gastzentrierter Ablauf eigentlich aussehen müsste.
Wenn du die Hintergründe, Beispiele und Denkanstöße im Detail hören willst (und dir dabei öfter denkst „genau das erlebe ich auch!“), dann hör jetzt in die Folge rein.