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Die nächste deutsche Schlüsselindustrie steht vor einem unerwarteten Problem aus Fernost.
Die deutsche Heizungsindustrie mit Traditionsmarken wie Viessmann, Bosch oder Vaillant sieht sich einer neuen, aggressiven Konkurrenz gegenüber.
Chinesische Wärmepumpen kommenEin offizielles Strategiepapier der chinesischen Regierung, ein „Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie“, belegt nun die Pläne Pekings, nach der Solar- und E-Auto-Branche auch den globalen Wärmepumpenmarkt zu dominieren. Dieser Plan zielt darauf ab, durch massive staatliche Förderung und eine klare industrielle Ausrichtung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu erzielen (Quelle: Waermepumpe-Blog).
Für deutsche Hersteller ist dies eine ernste Bedrohung, da die Strategie auf eine schnelle Skalierung und hohe Effizienz abzielt. Bis 2030 will China nicht nur den heimischen Markt umstellen, sondern auch Geräte anbieten, die 20 Prozent effizienter als heutige Modelle sind. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung kleinerer, kompakterer Anlagen, die sich schnell und einfach installieren lassen. Das ist ein klarer Angriffspunkt im europäischen Markt.
Deutscher Verband warnt die PolitikUm diese Ziele zu erreichen, erhalten chinesische Hersteller laut Branchenkennern nahezu unbegrenzten Zugang zu staatlichen Finanzmitteln und zinslosen Krediten. Diese Praxis hat bereits der europäischen Solarindustrie schwer zugesetzt. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) schlägt auf Anfrage von t-online daher Alarm und warnt davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Sorge ist groß, dass ein ruinöser Preiskampf bevorsteht, dem die heimische Industrie ohne politische Unterstützung kaum standhalten kann.
Die Situation wird durch die Unsicherheit bei der anstehenden Reform des deutschen „Heizungsgesetzes“ verschärft. Solange keine klaren Rahmenbedingungen und Förderrichtlinien für Wärmepumpen feststehen, herrscht in der Branche Planungsunsicherheit. Sollte die Förderung gekürzt werden, könnte dies einen Wettlauf um die günstigsten Angebote auslösen, bei dem chinesische Hersteller durch ihre Subventionen im Vorteil wären. In Brüssel wird derweil über Gegenmaßnahmen wie eine „Made in Europe“-Klausel für Subventionen nachgedacht, doch bis eine Entscheidung fällt, arbeitet China weiter entschlossen an seinem Plan.
By Die nächste deutsche Schlüsselindustrie steht vor einem unerwarteten Problem aus Fernost.
Die deutsche Heizungsindustrie mit Traditionsmarken wie Viessmann, Bosch oder Vaillant sieht sich einer neuen, aggressiven Konkurrenz gegenüber.
Chinesische Wärmepumpen kommenEin offizielles Strategiepapier der chinesischen Regierung, ein „Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie“, belegt nun die Pläne Pekings, nach der Solar- und E-Auto-Branche auch den globalen Wärmepumpenmarkt zu dominieren. Dieser Plan zielt darauf ab, durch massive staatliche Förderung und eine klare industrielle Ausrichtung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu erzielen (Quelle: Waermepumpe-Blog).
Für deutsche Hersteller ist dies eine ernste Bedrohung, da die Strategie auf eine schnelle Skalierung und hohe Effizienz abzielt. Bis 2030 will China nicht nur den heimischen Markt umstellen, sondern auch Geräte anbieten, die 20 Prozent effizienter als heutige Modelle sind. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung kleinerer, kompakterer Anlagen, die sich schnell und einfach installieren lassen. Das ist ein klarer Angriffspunkt im europäischen Markt.
Deutscher Verband warnt die PolitikUm diese Ziele zu erreichen, erhalten chinesische Hersteller laut Branchenkennern nahezu unbegrenzten Zugang zu staatlichen Finanzmitteln und zinslosen Krediten. Diese Praxis hat bereits der europäischen Solarindustrie schwer zugesetzt. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) schlägt auf Anfrage von t-online daher Alarm und warnt davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Sorge ist groß, dass ein ruinöser Preiskampf bevorsteht, dem die heimische Industrie ohne politische Unterstützung kaum standhalten kann.
Die Situation wird durch die Unsicherheit bei der anstehenden Reform des deutschen „Heizungsgesetzes“ verschärft. Solange keine klaren Rahmenbedingungen und Förderrichtlinien für Wärmepumpen feststehen, herrscht in der Branche Planungsunsicherheit. Sollte die Förderung gekürzt werden, könnte dies einen Wettlauf um die günstigsten Angebote auslösen, bei dem chinesische Hersteller durch ihre Subventionen im Vorteil wären. In Brüssel wird derweil über Gegenmaßnahmen wie eine „Made in Europe“-Klausel für Subventionen nachgedacht, doch bis eine Entscheidung fällt, arbeitet China weiter entschlossen an seinem Plan.