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Die US-Wahl ist bereits drei Wochen her. Ihre Auswirkungen halten die Öffentlichkeit weiter in Atem, nicht zuletzt durch kontroverse Kandidaten für Regierungsämter. Die sichtbarste Person neben Trump ist weiterhin Elon Musk. Der reichste Mann der Welt weicht dem bald mächtigsten Mann der Welt nicht von der Seite, berät ihn jetzt schon bei wichtigen Personalentscheidungen.
Eine Woche nach der US-Präsidentschaftswahl herrscht noch immer eine Art Schockstarre im Silicon Valley, eine Hochburg der Demokraten. In den Bezirken San Mateo und Santa Clara, dem Kern des klassischen Silicon Valley, stimmten nur 24,9 Prozent beziehungsweise 30 Prozent für Donald Trump.
Richard Socher ist einer der bekanntesten KI-Unternehmer des Silicon Valley. Im Podcast redet er darüber, wieviel Hype in Künstlicher Intelligenz steckt und warum Deutschland dort - im Gegensatz etwa zu Frankreich - keinen nationalen Champion hat.
Carsten Maschmeyer steht gerade vor seiner 50. Investition in ein US-Start-up. Der 65-Jährige ist einer der wenigen und zugleich bekanntesten Investoren Deutschlands. Im Valley Talk
Bei OpenAI rumort es schon seit Langem. Wichtige Talente, darunter die meisten Mitgründer und Technologiechefin Mira Murati, haben das Unternehmen verlassen – auch wegen OpenAI-Chef Sam Altman. Beim Anbieter von ChatGPT ist die Belegschaft gespalten. Die einen halten Altman für unersetzlich und dafür verantwortlich, dass das Unternehmen so prominent geworden ist. Seine Kritiker kreiden ihm an, dass er unberechenbar sei, generative künstliche Intelligenz (KI) viel zu schnell vorantreibe und OpenAI ausgerechnet von Big Tech abhängig gemacht habe. Nun soll Altman mit mehr Macht ausgestattet werden und Anteile am kommerziellen Arm des Unternehmens erhalten, die zumindest auf dem Papier bis zu zehn Milliarden Dollar wert sein könnten.
Auch in den USA werden die wachsenden Schwierigkeiten des Wirtschaftsstandorts Deutschlands immer stärker wahrgenommen, nicht nur die Krise von Deutschlands einstiger Vorzeigebranche, der Autoindustrie. Dass es Deutschland im Gegensatz zu den USA während der Globalisierung gelungen war, relativ viele Industriearbeitsplätze zu erhalten, wurde lange als großer Vorteil Deutschlands gesehen.
Je näher die US-Präsidentschaftswahlen rücken, umso mehr wird vollmundig versprochen. Keine Steuern mehr auf Trinkgelder und Renten, ein Zuschuss für Erstkäufer von Wohnimmobilien, Steuererleichterungen für Eltern und günstigere Lebensmittel: Donald Trump und Kamala Harris überbieten sich derzeit mit potenziellen Gaben, ohne Rücksicht auf deren Gegenfinanzierung oder Umsetzung. Was ist davon zu halten, wie unterscheiden sich die beiden in ihrer Wirtschaftspolitik und was eint sie? Auf was muss sich Europa einstellen?
Darüber sprechen in dieser Folge des Valley Talks der Berkeley-Wirtschaftsprofessor Olaf Groth und die Journalisten Marcus Schuler und Matthias Hohensee.
Außerdem geht es um die ausgezeichneten Quartalsergebnisse von Nvidia und dessen phänomenales Geschäft mit KI-Beschleunigern. Warum gibt die Aktie nach, obwohl sogar ein 50 Milliarden Dollar schweres Aktien-Rückkaufprogramm aufgelegt wurde und der Umsatz im aktuellen Quartal ebenfalls brummt? Welche Rolle spielt dabei eine mögliche Blase beim Aufrüsten von Rechenzentren?
Das Trio spricht zudem über die private Weltraummission Polaris Dawn, wie Unternehmertum die Raumfahrtbranche verändert hat und was das der Allgemeinheit bringt.
Die großen Tech-Konzerne und Verbündete wie OpenAI fordern schon lange eine Regulierung von generativer Künstlicher Intelligenz. Jetzt geht Kalifornien voran – und die Tech-Branche läuft Sturm dagegen. Ein neues Gesetz soll die Entwickler von Künstlicher Intelligenz zwingen, KI-Technologie vor dem Einsatz auf ihre Sicherheit zu testen und Vorsichtsmaßnahmen einzubauen, damit ihre Anwendung im Ernstfall gestoppt werden kann. Mehr noch: Kalifornien droht damit, Unternehmen zu verklagen, wenn ihre Technologie Schäden anrichtet. Die meisten der großen KI-Entwickler haben ihren Hauptsitz in Kalifornien. Droht nun die Abwanderung in andere US-Staaten, ist die Innovation in diesem Bereich bedroht? Oder ist das Gesetz dringend nötig?
Darüber sprechen in dieser Folge des Valley Talks der Berkeley-Wirtschaftsprofessor Olaf Groth und die Journalisten Marcus Schuler und Matthias Hohensee.
Außerdem geht es um die Verurteilung von Google als Suchmaschinen-Monopolist. Wie könnte sich das auf die Branche auswirken, welche Strafen – falls das Urteil Bestand hat – werden diskutiert und welche davon sind sinnvoll?
Außerdem spricht das Trio darüber, warum Google trotz des geringen Marktanteils seiner Pixel-Smartphones immer noch an eigenen Geräten festhält und was die Gründe für die geringe Anzahl der Käufer ist.
San Jose hat gerade als erste US-Metropole bei Einfamilienhäusern den Median-Kaufpreis von zwei Millionen Dollar gerissen. Selbst New York City reicht dort nicht heran. Trotz der hohen Kosten für Immobilienkredite steigen die Preise weiterhin. Woran liegt das, wird sich das ändern und was bedeutet das für hochpreisige Regionen wie das Silicon Valley? Werden Wohngemeinschaften bald Normalität?
Intel und seinen Vorläufern verdankt das Silicon Valley seinen Namen. Ausgerechnet in einem Boom-Markt für Computerchips, der Unternehmen wie Nvidia reich gemacht hat, steckt die Halbleiterikone in einer tiefen Krise. 15.000 Mitarbeiter muss der Konzern entlassen – also rund fünfzehn Prozent seiner Belegschaft. Außerdem will Intel bis Ende nächsten Jahres weitere zehn Milliarden Dollar einsparen und alle Projekte auf den Prüfstand stellen. Betrifft das auch die zwei geplanten Intel-Fabriken in Magdeburg? Was sind die Gründe für Intels Probleme, wie will das Unternehmen dort wieder herauskommen und wie stark ist der Posten von Konzernchef Pat Gelsinger gefährdet? Darüber sprechen in dieser Folge des Valley Talks der Berkeley-Wirtschaftsprofessor Olaf Groth und die Journalisten Marcus Schuler und Matthias Hohensee.
Vielleicht bekommt Gelsinger bald eine Atempause, weil die Investitionen in KI-Rechenzentren immer stärker hinterfragt werden. Etwa ob die enormen Kosten für Infrastruktur und Energieverbrauch für generative Künstliche Intelligenz die zu erwartenden Vorteile überhaupt rechtfertigen. Welche Parallelen gibt es zur Dot.com-Krise und wie angebracht sind diese?
„Wenn das Wachstum in China kaputt geht, dann ist das auch für die Weltwirtschaft und die globale Sicherheit keine gute Geschichte“, sagt Groth, der China gerade kürzlich wieder bereist und vor Ort mit Unternehmern gesprochen hat. Wie empfinden sie die Hightech-Sanktionen gegen ihr Land?
Außerdem spricht das Trio über die plötzliche Welle der Euphorie für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, besonders in der Bay Area, in der sie aufgewachsen ist. Kann der Aufwind bis zur Wahl im November anhalten oder wird Donald Trump so oder so triumphieren, weil das Land zu sehr gespalten ist?
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